ÖSV-Team räumt in St. Moritz ab

Nach drei Riesentorläufen beim Paraski-Weltcup in St. Moritz hält das österreichische Team bei der hervorragenden Zwischenbilanz von zwölf Podestplätzen innerhalb von drei Tagen. Weniger als ein Monat vor Beginn der Weltmeisterschaften in Lillehammer/Hafjell unterstreichen die ÖSV-Asse damit einmal mehr ihre Topform. Heute (20.12.) und morgen (21.12.) stehen in der Schweiz noch zwei Slalombewerbe auf dem Programm.

Johannes Aigner fuhr am Samstag in der Klasse der sehbehinderten Herren erstmals in dieser Saison aufs oberste Weltcup-Podest. Gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann schaffte er es auch am Freitag und Sonntag jeweils als Zweiter aufs Stockerl. Am Samstag landete mit Michael Scharnagl (Guide: Florian Erharter) als Drittplatziertem noch ein weiterer Österreicher in dieser Klasse unter den Top 3.

Bei den sehbehinderten Damen fuhr Elina Stary (Guide: Celine Arthofer) in allen drei Bewerben auf das Podest, sie belegte dabei jeweils Rang zwei hinter der Slowakin Henrieta Farkasova. Am Samstag und Sonntag platzierte sich auch Barbara Aigner (Guide: Klara Sykora) jeweils mit Platz drei auf dem Stockerl.

Einen Befreiungsschlag erlebte der Kärntner Markus Salcher in der Klasse der stehenden Herren. Er fuhr im zweiten Riesentorlauf am Samstag als Zweiter erstmals in dieser Saison auf ein Weltcup-Podest. Nico Pajantschitsch rundete ein hervorragendes Abschneiden mit Platz drei ab und konnte diesen Erfolg am Sonntag wiederholen. Bei den sitzenden Herren setzte Roman Rabl als Sechster (Samstag) und Siebenter (Sonntag) ein großes Ausrufezeichen – nur wenige Wochen nachdem er sich im Training zwei Rippen gebrochen hatte. 

Weiter geht es in St. Moritz am Montag und Dienstag mit jeweils einem Slalom. Es sind zugleich die beiden letzten Rennen vor den Weltmeisterschaften, die am 11. Jänner mit dem ersten Abfahrtstraining beginnen.

WEITERES WELTCUP-PROGRAMM ST. MORITZ (SUI):

Montag, 20. Dezember: 1. Slalom
09:45 Uhr: 1. Durchgang
12:00 Uhr: 2. Durchgang

Dienstag, 21. Dezember: 2. Slalom
09:45 Uhr: 1. Durchgang
12:00 Uhr: 2. Durchgang

Verbnjak holt zweiten Saisonsieg

Mit einem Sieg von Paul Verbnjak in der U23 beim Individualrace ging heute der Weltcupauftakt im italienischen Ponte di Legno äußerst erfolgreich zu Ende. Herrmann Jakob erreichte auf der technisch anspruchsvollen Strecke den 14. Platz in der Seniorklasse.

Die Sonne strahlte mit Paul Verbnjak beim abschließenden Individualrennen des Weltcupauftaktes im italienischen Ponte di Legno um die Wette. Der 20-jährige, der in dieser Saison erstmals in der Eliteklasse startet, konnte sich erneut den Sieg in der U23 sichern. Von Beginn an setzte sich der Kärntner in der Spitzengruppe fest. „Ich habe gleich zu Beginn des Rennens ein hohes Tempo angeschlagen, weil ich in der ersten Abfahrt nicht im Hauptfeld Zeit verlieren wollte. Danach war ich mir gar nicht sicher ob ich es bis zum Ende schaffe, weil ich so viel investiert hatte. Aber je länger das Rennen dauerte, desto besser habe ich mich gefühlt und konnte den zweiten Sieg ins Ziel bringen. Ich bin einfach überwältigt, wie gut der Schritt in die Eliteklasse geglückt ist“, so Verbnjak. Andreas Mayer, der ebenfalls die erste Saison in der Eliteklasse startet, konnte mit Platz 7 in der U23 ebenfalls stark aufzeigen.

***Top-15 für Jakob Herrmann***
Auch in der Seniorwertung zeigte das rot weiß rote Team eine starke Leistung. Jakob Herrmann lag bis zur letzten Abfahrt auf einem Top-Ten Platz. Ein Ausrutscher auf der steinigen Piste kostete den Individualspezialisten allerdings einige Plätze, so daß er schließlich als als 14. Die Ziellinie überquerte. „Nach einem eher durchwachsenen Auftakt im Vertical, wo ich mich einfach noch nicht wohl gefühlt habe, bin ich mit dem Ergebnis heute sehr zufrieden, zumal ein Top-Ten Platz in Reichweite lag. Lange, technisch anspruchsvolle Rennen liegen mir und so freue ich mich schon auf den nächsten Weltcup in Andorra – zuvor werde ich jetzt aber erst einmal die Feiertage mit meiner Frau genießen“, so der frisch vermählte Salzburger. 
Daniel Ganahl belegte den 26. Platz und Routinier Christian Hoffmann komplettierte die Top-30. Die U20-Läufer Nils Oberauer, Julian Tritscher und Johannes Lohfeyer präsentierten sich mit den Plätzen 7, 14 und 17 ebenfalls stark.

Der nächste Weltcup für die Skibergsteiger, mit einem Vertical- und einem Individualrennen, geht von 14. bis 16. Jänner in Andorra über die Bühne.
Am 7. und 9. Jänner stehen in der Steiermark die Österreichischen Staatsmeisterschaften der Skibergsteiger mit einem Vertical und einem Individual auf dem Programm.

Auch eine Schulterblessur konnte Burgstaller am Weg zu EC-Sieg nicht bremsen

Dominik Burgstaller hat am Sonntag beim Parallelslalom im tschechischen Moninec seinen zweiten Sieg im Europacup gefeiert! Der Niederösterreicher setzte sich im großen Finale gegen den Ukrainer Mykhailo Kharuk durch, der im Semifinale gegen den Steirer Matthäus Pink die Oberhand behalten hatte. Pink landete in der Endabrechnung hinter dem Schweizer Sebastian Schüler auf Rang vier.

Nach einem verkorksten ersten PSL am Samstag standen die Vorzeichen für Burgstaller alles andere als gut. Der 20-Jährige hatte sich bei einer unglücklichen Startbewegung im ersten Qualifikationslauf die linke Schulter ausgekugelt, „durch ein hektisches Fuchteln bis zum zweiten Tor ist sie dann zum Glück wieder reingesprungen“, berichtete Burgstaller, der im zweiten Quali-Run zu Sturz kam und sich mit Platz 21 begnügen musste.

„Ich habe dann am Samstagabend mit den Betreuern die Situation besprochen. Da ich kaum Beschwerden hatte, haben wir uns zu einem Start beim Rennen am Sonntag entschieden“, erklärte Burgstaller. Im zweiten Rennen lief es für den ÖSV-Rookie dann wie am Schnürchen. „Nachdem ich die Qualifikation gewonnen habe, bin ich auch im Finale sehr gute Läufe gefahren und habe mich gegen durchwegs starke Gegner durchsetzen können. Das letzte Rennen im Kalenderjahr zu gewinnen, ist eine große Motivation für die kommenden Aufgaben“, so Burgstaller, dem im Jänner nun auch Weltcupeinsätze winken.

In guter Form präsentierte sich in Tschechien auch Christoph Karner mit den Rängen fünf und sieben. Der 18-jährige Steirer besticht durch seine Konstanz und hat in allen vier Europacup-Saisonrennen eine Top-8-Platzierung erreicht. Matthäus Pink wurde im ersten PSL in Moninec Zehnter.

Bei den Damen fuhr die Steirerin Carmen Kainz auf die Plätze sechs und 17. Die Kärntnerin Pia Schöffmann holte die Ränge elf und zwölf. Die Niederösterreicherin Miriam Weis wurde im zweiten Bewerb Siebente, die Steirerin Laura Marie Hobel im ersten Rennen Zwölfte.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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