Pferde von Zug erfasst. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Feldbach, Bezirk Südoststeiermark. – Sonntagnacht, 12. Dezember 2021, erfasste ein Triebwagen auf der Bahnstrecke von Fehring in Richtung Feldbach eine Herde von Pferden. Beim Anprall wurden fünf Tiere sofort getötet, zwei Pferde mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen erschossen werden. 

Der Unfall ereignete sich kurz vor 22:00 Uhr auf der Bahnstrecke im Ortsteil Raabau kurz vor dem Bahnhof Feldbach. Die Polizei wurde von der ÖBB Notfallleitstelle Villach vom Unfall in Kenntnis gesetzt. Die Feuerwehren Feldbach, Gniebing, Raabau und Hatzendorf standen mit zehn Fahrzeugen und 48 Kräften unter anderem mit Wärmebildkameras und einer Drohne im Einsatz. Bei den Tieren handelte es sich um sieben Zucht- und Reitpferde im Wert von weit über 100.000 Euro. Die Pferde waren zuvor ihrer Besitzerin einige Kilometer entfernt in Dörfl bei Riegersburg entlaufen. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden, die Bahnstrecke wurde gegen 01:00 Uhr wieder freigegeben.

Betrunkener Randalierer festgenommen

Leibnitz. – Polizisten nahmen Sonntagabend, 12. Dezember 2021, einen 59-jährigen Randalierer vorübergehend fest. Er hatte sich mehrfach ohne FFP2-Maske in einem Tankstellen-Shop aufgehalten und dort Kunden belästigt. Auch Polizisten beflegelte der Mann. Er wird mehrfach angezeigt – auch nach dem Verbotsgesetz.

Gegen 19.30 Uhr wurden Polizisten zu einer Tankstelle gerufen. Dort hatte sich ein stark betrunkener Mann ohne vorgeschriebene FFP2-Maske mehrfach im Shop aufgehalten und dort Kunden belästigt. Dabei verhielt er sich diesen gegenüber aggressiv und pöbelte diese an. Nachdem einschreitende Polizisten den 59-jährigen Südsteirer nach draußen begleitet und ihm das ausgesprochene Hausverbot des Tankstellen-Betreibers mitgeteilt hatten, begann der Mann zunehmend mehr zu randalieren. Dabei bewegte sich der 59-Jährige auch mit drohenden Gesten auf die Beamten zu und beflegelte diese. Auch der anwesende Sohn des Mannes versuchte den 59-Jährigen mehrmals vergebens zu beruhigen.

Weil sich der 59-Jährige trotz mehrfacher Aufforderungen nicht beruhigte und neuerlich den Tankstellen-Shop betrat, nahmen Polizisten den Mann vorläufig fest. Sie brachten ihn für die weitere Amtshandlung in eine Polizeiinspektion. Dort tätigte der 59-Jährige in Anwesenheit mehrerer Polizisten den „Hitlergruß“ und äußerte mehrfach seine impfkritische Haltung. Ein durchgeführter Alkotest ergab mehr als 2,7 Promille.

Der 59-Jährige wird nach den strafrechtlichen Bestimmungen des Verbotsgesetzes, als auch wegen diverser Verwaltungsübertretungen (zB Ordnungsstörung, Aggressives Verhalten, Covid-Maßnahmengesetz) auf freiem Fuß angezeigt. 

Fahrzeugbrand

A2, Bad Waltersdorf, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Bei einem Fahrzeugbrand Sonntagabend, 12. Dezember 2021, brannte ein Pkw vollkommen aus. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. 

Gegen 17:00 Uhr lenkte ein serbischer Staatsbürger seinen Pkw auf der A2 in Fahrtrichtung Graz, als er das Feuer bemerkte. Am PKW war ein Anhänger, beladen mit zwei weiteren Autos, angekoppelt. Der Lenker konnte das Fahrzeuggespann noch auf den Pannenstreifen lenken und sich retten. Das Zugfahrzeug brannte aus, ein geladener Pkw wurde durch das Feuer beschädigt. Die Brandursache wird derzeit erhoben.

Polizeiliche Bilanz nach zwei Versammlungen in Graz 

Graz. – Sonntagnachmittag, 12.Dezember 2021, zogen rund 17.000 Personen durch die Stadt Graz und demonstrierten in Form eines Marsches gegen die geplante Impfpflicht. Bei einem Vorfall wurde ein Polizist verletzt. Eine weitere Versammlung verlief ohne Vorkommnisse.

Die Kundgebung „Gegen die geplante Impfpflicht“ wurde, analog der letzten Demonstration zum selben Thema vom 27. November 2021, von Privatpersonen organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich kurz vor 13:00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Route führte über die Annenstraße, die Vorbeckgasse, die Belgiergasse, den Grieskai, die Radetzkybrücke, den Marburger Kai, die Kaiserfeldgasse, die Neutorgasse, zum Andreas-Hofer-Platz, über die Tegetthoffbrücke, die Erzherzog Johann Brücke, die Murgasse und über die Sporgasse bis zum Karmeliterplatz. Der Marsch und die Versammlung im Allgemeinen verliefen aus polizeilicher Sicht relativ friedlich.

Insgesamt wurden 105 Verwaltungsanzeigen mit Covid 19 Bezug (Maskenpflicht) und sieben  allgemeine Verwaltungsanzeigen (zB Anstandsverletzung) erstattet. Sechs Personen mussten vorläufig festgenommen werden (meist wegen Maskenpflicht und Widerstand gegen die Staatsgewalt).   Am Hauptbahnhof widersetzten sich Personen den polizeilichen Kontrollen betreffend der Maskenpflicht. Dabei mussten drei Brüder aus Graz wegen Missachtung der Maskenpflicht in weiterer Folge kurzfristig festgenommen werden. Auch zeigte sich ein Paar aus dem Bezirk Murtal wegen der Maskenkontrollen aggressiv. Die Frau schlug einem Polizisten mit der Kunststoffstange eines Plakates. Ein Unbekannter unterstützte das Paar und trat einem Polizisten gegen den Rücken. Der Polizist wurde leicht verletzt.

In der Sporgasse kam es auch zu einer Festnahme eines Mannes wegen der fehlenden Maske, da dieser seine Identität nicht preisgeben wollte.   

Am Karmeliterplatz ereignete sich bei der Abschlusskundgebung ein ähnlicher Vorfall, bei dem auch ein Mann aus der Menge einer festgenommenen Frau nach einer abgelehnten Maskenkontrolle Unterstützung leisten wollte und sich aggressiv verhielt. Weiters zeigten sich weitere Personen mit der Festgenommenen solidarisch und mussten beamtshandelt werden.

In allen Fällen schritt die Polizei verhältnismäßig ein und suchte vorerst mit Dialog,  den gesetzmäßigen Zustand wieder herzustellen. Da dies nicht fruchtete, mussten weitere gesetzlich vorgesehene Maßnahmen gesetzt werden. Die Versammlung wurde kurz nach 17:00 Uhr am Karmeliterplatz offiziell beendet.  

Im Anschluss an diese Versammlung fand von 19:00- bis 20:00 Uhr die Versammlung zum Thema „Protest für die Umsetzung der Pariser Klimaziele- Fridays for Future“ am Freiheitsplatz statt.  Dabei waren rund 50 Teilnehmer zu verzeichnen, die Versammlung verlief friedlich. Es mussten keine polizeilichen Maßnahmen gesetzt werden.

Polizei-Diensthunde im Einsatz

Steiermark. – Sie suchen nach Vermissten, stöbern diverse Gegenstände auf und geben Ermittlern oftmals den entscheidenden Hinweis – die Diensthunde der steirischen Polizei. Mit ihrem Spürsinn und ihren vielseitigen Spezialisierungen tragen sie oftmals auch zur Klärung von Gewaltverbrechen bei. So beispielsweise 2005 beim Fund einbetonierter Babyleichen in Graz. Erst kürzlich stellten sogenannte „Leichen- und Blutspürhunde“ (LBSH) bei zwei Vermissten-Fällen in der Steiermark neuerlich ihre Effizienz unter Beweis.

Bereits seit den späten 1990er-Jahren verfügt die österreichische Polizei über sogenannte Leichen- und Blutspürhunde (LBSH). Dabei handelt es sich um „Allrounder“ im polizeilichen Diensthundewesen, welche – neben der zweijährigen Grundausbildung im Bereich Fährten-, Stöber und Schutzarbeit – auch eine Spezialausbildung vorweisen. „Konkret werden diese Vierbeiner mit verschiedenen Geruchsträgern darauf konditioniert, bei der Eiweiß-Zersetzung des menschlichen Blutes entstandene Geruchsbilder aufzustöbern und anzuzeigen. Wie bei anderen Polizei-Diensthunden auch, erfolgt die Ausbildung dabei stets im positiven Sinne über den natürlichen Beutetrieb“, weiß Kontrollinspektor Ewald Kern. Als langjähriger und erfahrener Hundeführer ist er landesweit für die vielfältigen Ausbildungen im Diensthundewesen innerhalb der Landespolizeidirektion Steiermark verantwortlich.  

Aufgrund der rund 220 Millionen Riechzellen können Hunde Verwesungsgeruch selbst im Nanobereich feststellen. Einsetzbar sind LBSH in der Fläche, sowohl am Land als auch über Wasser, aber auch im alpinen Gelände. Dabei wird selbst die Fortbewegung in der Luft mittels Polizei-Hubschrauber sowie das Abseilen aus diesem samt Hund regelmäßig trainiert (siehe Bilder).

„Hancock“ & „Nero“ – ein unschlagbares Duo

Zwei der bundesweit 17 Leichen- und Blutspürhunde stammen aus der Steiermark. Gemeinsam mit ihren HundeführernGruppeninspektor Bernhard Gruber und Revierinspektor Armin Mersnik der Polizeidiensthunde-Inspektion (PDHI) Graz stellten „Hancock“ und „Nero“ erst kürzlich zwei Mal hintereinander ihre Effizienz unter Beweis.

Dabei fanden sie bei Bad Aussee einen verunglückten Wanderer (81). Der Obersteirer war seit 11. Oktober 2021 nicht von einer Tour im Bereich Tressensattel zurückgekehrt und folglich von seiner Frau als vermisst gemeldet. Nach mehreren Suchaktionen sämtlicher Einsatzorganisationen konnte „Nero“ am 25. November 2021 einen aufs Erste nicht wahrnehmbaren menschlichen Knochen in einer Felsspalte abseits eines Wanderweges erstöbern. Dieser führte die Polizisten letztlich zu einer etwa 200 Meter entfernten steilen Geländerinne. Dort entdeckte der fünfjährige Holländische Herder den verunglückten 81-Jährigen. Seine Leiche wurde mittels Polizei-Hubschrauber geborgen.

Graz: Leichnam unter Wasser aufgespürt

Lediglich einen Tag zuvor (24. November 2021) stand das Duo auf der Mur südlich von Graz im Einsatz. Mit Hilfe von Booten der Grazer Berufsfeuerwehr stöberten „Hancock“ und „Nero“ entlang der Wasseroberfläche nach einem abgängigen Mann (36), der im Fluss vermutet wurde. Dabei setzten beide Leichen- und Blutspürhunde nach mehreren Kilometern Suche stromauf- bzw. abwärts eindeutiges Anzeigeverhalten durch Verbellen. Taucher der Berufsfeuerwehr Graz verfolgten daraufhin die an der Wasseroberfläche erlangten Hinweise der Hunde und konnten die Leiche des Mannes in etwa drei Metern Tiefe bergen.

„Auch wenn der Anlass meist ein trauriger ist – als Landesausbildungsleiter freut man sich natürlich über derartige Sucherfolge. Denn sie zeigen nicht nur, dass unsere polizeiliche Diensthunde-Ausbildung Früchte trägt. In vielen Fällen ist es auch die einzige Möglichkeit für Angehörige, sich würdevoll von ihren Liebsten zu verabschieden und einen Abschluss zu finden“, so Kern.

Erst Grundausbildung – dann Spezialisierung

Aktuell stehen in der Steiermark zwölf Junghunde in Ausbildung. Sie werden ihren Diensthundeführerinnen und -führern bereits im Alter von acht Wochen zugewiesen. An deren Seite verbringen sie in der Regel ihr ganzes Leben – auch nach der angetretenen „Diensthunde-Pension“ im Alter von elf Jahren. Doch egal ob Belgischer Schäferhund (Malinois), Holländischer Herder, Deutscher Schäfer oder Riesenschnauzer – alle Hunde beginnen mit der zweijährigen Grundausbildung im Bereich Fährten-, Stöber und Schutzarbeit. Diese erfolgt eigenständig im jeweiligen Bundesland. Begleitend dazu erfolgen Modulausbildungen in einem der Bundesausbildungszentren. Auch eine Einsatzprüfung von Mensch und Tier vor dem ersten gemeinsamen Einsatz sowie laufende Leistungsüberprüfungen und Weiterbildungen stehen für die Dauer des dienstlichen Hundelebens am Plan.

Erst danach erfolgen, je nach Veranlagung des Hundes, unterschiedlichste Spezialausbildungen – beispielsweise im Erkennen von Sprengstoff, Sucht- oder Brandmitteln, Banknoten, Dokumenten und vieles mehr. Kern: „Das Einsatzgebiet von Hunden ist sehr vielfältig. Spätestens seit dem aufsehenerregenden Fund von einbetonierten Babyleichen im Jahr 2005 ist auch bekannt, dass es sogar für die Suche nach Leichen- und Blutspuren vierbeinige Spezialisten bei der Polizei gibt.“

PDHI: Rund 4.400 Einsätze pro Jahr

Insgesamt 50 Polizei-Diensthunde (PDH) stehen aktuell Seite an Seite mit ihren elf weiblichen und 35 männlichen Polizei-Diensthundeführern (PDHF) für die steirische Exekutive im Einsatz. Sie versehen überwiegend auf zwei Polizei-Diensthundeinspektionen (PDHI) in Graz und Leoben ihren Dienst. Gleich mehrere Diensthunde-Streifen unterstützen tagtäglich Polizeistreifen sowie Kriminalisten bei ihrer Arbeit. Dabei kommt es durchschnittlich zu rund 4.400 Einsätzen pro Jahr. Allein 2019 (Anm.: 2020 wegen Corona nicht repräsentativ) erschnüffelten beispielsweise steirische Suchtmittel-Spürhunde Drogen im Straßenverkaufswert von mehr als 400.000 Euro.

Grazer Kriminalbeamte forschten Betrüger aus

Graz. – Kriminalisten forschten einen 27-jähriger Bosnier aus. Der Mann veruntreute im Jahr 2019 einen fremdfinanzierten, hochwertigen Sportwagen und verkaufte diesen gewinnbringend. Dem Mann werden zudem weitere Betrugshandlungen aus dem Jahr 2021 zur Last gelegt.

Der 27-Jährige erhielt im Jahr 2019 zwei Darlehen bei einer Bank. Mit dem Geld kaufte er sich einen hochwertigen und teuren Sportwagen. Die vereinbarten Ratenzahlungen tätigte er jedoch nicht. Kurze Zeit darauf verkaufte er den Pkw gewinnbringend an einen Dritten weiter. Anschließend verließ der Bosnier das Bundesgebiet und verzog unbekannten Aufenthaltes. Die Bank erstattete daraufhin Anzeige. Grazer Kriminalisten (Kriminalreferat Stadtpolizeikommando Graz) führten seit Herbst 2020 umfangreiche und intensive Ermittlungen. Dabei gelang es den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen auszuforschen. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete daraufhin die Festnahme des 27-Jährigen an.

In Graz festgenommen: Weitere Straftaten nachgewiesen.

Grazer Polizisten nahmen den Mann am 9. Dezember 2021 in Graz fest. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 27-Jährige auch noch weitere Betrügereien beging. Konkret hat der Bosnier im Jahr 2021 auf diversen Internet-Verkaufsplattformen Inserate geschalten und dort Gutscheine und Videospiele angeboten. Die verkauften Artikel hatte er aber niemals an seine Käufer versendet. Der Mann ist zu den bislang erhobenen Taten geständig. „Weitere Ermittlungen sind noch erforderlich. Wir gehen derzeit von einer Schadenssumme von mehr als einhunderttausend Euro aus“, so einer der führenden Ermittler im Kriminalreferat“. Nun befindet sich der Tatverdächtige über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in der Justizanstalt Graz-Jakomini.

Verkehrsunfall an Haltestelle der Straßenbahn

Graz, Innere-Stadt. – Montagmorgen, 13. Dezember 2021, ereignete sich ein Straßenbahn-Auffahrunfall. Vier Personen erlitten dabei leichte Verletzungen. An den Straßenbahnen entstand erheblicher Schaden.

Direkt an der Haltestelle am Hauptplatz kam es um 06.30 Uhr zu dem Unfall. Der Lenker der Straßenbahn 605 (Linie 7) fuhr dabei von der Murgasse kommend auf die aus der Haltestelle ausfahrende Straßenbahn 654 (Linie 3) auf. Der 29-jährige Lenker (Linie 7) sowie insgesamt drei weitere Fahrgäste (zwei Männer, 44, 79 und ein Mädchen, 12) erlitten leichte Verletzungen. An den beiden Straßenbahnen entstand Sachschaden. Aufgrund des Unfalls und der damit verbundenen Aufräumarbeiten kam es zu starken Verkehrsbehinderungen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an. Laut den eigenen Angaben des 29-jährigen Straßenbahnlenkers könnte Sekundenschlaf die Ursache des Zusammenstoßes sein. Nach eineinhalb Stunden wurde der ordnungsgemäße Schienenverkehr wieder freigegeben.

Pakete gestohlen

Kalsdorf bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung. – Polizisten aus Kalsdorf und Unterpremstätten forschten zwei Männer im Alter von 40 und 50 Jahren aus. Beide stehen im Verdacht, diverse Pakete im Rahmen ihrer Tätigkeit als Zusteller veruntreut bzw. gestohlen zu haben. Die Männer werden angezeigt.

Bereits seit geraumer Zeit ermittelten Beamte der Polizeiinspektion Kalsdorf bei Graz gegen einen vorerst unbekannten Täter, welcher wiederholt Pakete im Bereich eines Logistikunternehmens entwendet hatte. Als Beamte der benachbarten Polizeiinspektion Unterpremstätten vor wenigen Tagen wegen eines angezeigten Treibstoff-Diebstahls bei einer Tankstelle ermittelten, forschten sie einen 50-jährigen Ungarn aus dem Bezirk Graz-Umgebung aus. Im Keller des Mannes fanden die Polizisten – neben dem Treibstoff – auch zahlreiche teils original verpackte Pakete. Dabei handelte es sich um Kfz-Teile wie beispielsweise Alufelgen, Scheinwerfer, Frontscheiben oder Motoröl. Aber auch elektrische Geräte wie Dampfgarer, Fernseher oder ein Induktionskochfeld fanden Polizisten vor. Der 50-Jährige zeigte sich vorerst jedoch nicht geständig, weshalb Kalsdorfer Polizisten den Mann vorläufig festnahmen und die Gegenstände sicherstellten.

Tatverdacht erhärtet – weiteren Zusteller ausgeforscht

Weitere umfangreiche Ermittlungen erhärteten letztlich den Verdacht, dass der 50-Jährige seit April 2021 immer wieder Pakete im Rahmen seiner Tätigkeit als Zusteller entwendet hatte. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 50-Jährige schließlich geständig. Dabei gab der Ungar an, dass er sich von einem Kollegen inspirieren habe lassen. Dieser 40-jährige Ungar aus dem Bezirk Weiz wollte vom erhobenen Vorwurf vorerst nichts wissen. In seinem Kellerabteil stellten die Polizisten jedoch ebenso gestohlene Waren, wie einen Auto-Dachträger und Kofferraummatten, sicher. Die Erklärung, dass er sich die Gegenstände lediglich vorübergehend ausgeborgt hatte, war von kurzer Dauer. Als Polizisten ihm den Diebstahl nachgewiesen hatten, zeigte sich der 40-Jährige letztlich ebenso geständig.

Die knapp 30 sichergestellten Gegenstände im Wert von mehreren tausend Euro wurden an die Opfer ausgefolgt. Eine fristlose Kündigung wurde seitens des Arbeitgebers ausgesprochen.

Beide bisher polizeilich nicht in Erscheinung getretene Männer werden der Staatsanwaltschaft Graz auf freiem Fuß angezeigt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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