RED BULL SALZBURG – Champions League: OKAFOR SCHIESST „UNS“ INS ACHTELFINAL-GLÜCK

OKAFOR SCHIESST UNS INS ACHTELFINAL-GLÜCK

TORSCHÜTZE: OKAFOR (50.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG; Fotos: Red Bull/Getty Images

A.C.H.T.E.L.F.I.N.A.L.E

Dieser Abend ist einfach nur historisch! Mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Sevilla fixieren wir im letzten Spiel der UEFA Champions League-Gruppenphase den Einzug ins Achtelfinale! Damit gehören wir zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte offiziell zu den besten 16 Mannschaften Europas.

SPIELBERICHT

Unnötige Risiken wollten unsere Burschen an diesem Abend nicht eingehen, das wurde einem in Hälfte eins klar. Das sollte aber nicht bedeuten, dass wir nicht den Weg nach vorne suchten. Besonders zu Beginn waren einige vielversprechende Bälle in die Doppelspitze dabei, allerdings hatte unser Offensivmotor Schwierigkeiten, bei den Minusgraden warmzulaufen.

An berichtenswerten Aktionen mangelte es auf beiden Seiten. Den ersten Abschluss der Partie verzeichneten die Gäste mit einem Kopfball in der 11. Minute, doch der Versuch von Jules Kounde verfehlte den Kasten um mehrere Meter. Etwas später wurde Karim Adeyemi vielversprechend auf die Reise geschickt, aber Ludwig Augustinsson machte kurzen Prozess und stoppte die Aktion mit einem Foul (17.).

Es blieb vorrangig beim Spiel in der neutralen Zone. Abschlüsse kamen meistens von außerhalb des Sechzehners. Zwei Mal war es Ivan Rakitic, doch sein erster Versuch ging auf die Nordtribüne (25.) und die zweite Aktion in die Arme von Philipp Köhn (35.). Luka Sucic versuchte es ähnlich aus knapp 17 Metern, jedoch verfehlte auch sein Schuss das sevillanische Gehäuse hauchdünn (33.). Das große Fußballfest war der erste Abschnitt nicht, aber uns sollte es recht sein

Schnell aufgewacht nach dem Halbzeitschlaf! In Minute 48 kam Munir aus fünf Metern völlig frei zum Kopfball. Der Marokkaner brachte mit der Kugel nicht nur unsere Abwehr kurz zum Wackeln, sondern auch die Querlatte. Das Glück war in diesem Moment auf unserer Seite – und zwar nicht nur defensiv, sondern auch vorne: Keine 100 Sekunden nach dem Lattenkracher setzte Adeyemi über links zum Sprint an. Der Deutsche bekam viel Platz zur Verfügung gestellt und wusste ihn zu nutzen. Seine flache Hereingabe fand Noah Okafor, der ganz cool zum 1:0 einnetzte – ein perfektes Comeback des Schweizers nach seiner Verletzungspause.

Sevilla versuchte, mehr zu machen, der Erfolg blieb jedoch aus, und das Momentum sollte noch weiter in unsere Richtung kippen. Joan Jordan sah nach dem zweiten taktischen Foul die Gelb-Rote Karte und ließ sein Team damit zu zehnt auf dem Rasen zurück (64.). Wenig später hätte Okafor noch fast das 2:0 besorgt. Der 21-Jährige tanzte durch den Strafraum der Spanier und schloss selbst ab – knapp vorbei.

Die Minuten liefen über die Spieluhr der Red Bull Arena. Sie hätten ruhig noch schneller laufen dürfen. Grund zur Sorge bestand aber selten. Unsere Roten Bullen erledigten ihre Aufgabe mit Bravour und räumten alles ab, was sich irgendwie in Richtung des Gehäuses von Köhn bewegte. Als Schiedsrichter Slavko Vincic um 22:52 Uhr schließlich zum Schlusspfiff ansetzte, wurde Salzburger Fußballgeschichte geschrieben! Mit unserem dritten UCL-Sieg der Saison fixierten wir Rang zwei in der Gruppe G – hinter Tabellenführer Lille – und durften damit unseren ersten Einzug in die K.-o.-Phase der Königsklasse bejubeln.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Sesko für Adeyemi (66.), Capaldo für Sucic (75.), Adamu für Okafor (84.)

GELBE KARTEN

Onguene (37./Foul), Ulmer (69./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Bernardo (Knie), Junuzovic (Ferse), Koita (Knie), Okoh (Knie), Vallci (Achillessehne), Wöber (Wade)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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