Wirtschaftsbund fordert: Betriebe müssen wieder öffnen!

Die steirische Wirtschaft fordert die versprochene Aufhebung des Lockdowns mit 13. Dezember.

Am 19.11.2021 verkündete die Bundesregierung einen neuerlichen Lockdown für ganz Österreich und ein großer Teil der Wirtschaft musste wieder einmal ihren Betrieb runterfahren. Landeshauptleute und Bundesregierung gaben das Versprechen, der Lockdown wird maximal 20 Tage dauern. Nach verschiedenen Aussagen und Medienberichtet fürchtet die Wirtschaft nun den Wortbruch der Verantwortungsträger*innen.

Neben den Unternehmer*innen, die ihre wichtigen Umsätze vermissen und erneut ohne Planungssicherheit dastehen, sind es auch Kund*innen und Mitarbeiter*innen, die unter dem Lockdown leiden. Die Wirtschaft ist seit dem ersten Tag treuer Unterstützer, wenn es um die Umsetzung der Maßnahmen und die Bekämpfung der Pandemie geht. Es wurde mit viel Aufwand Präventionskonzepte entwickelt, Kontrollsysteme eingeführt und um Verständnis für die Maßnahmen geworben. „Wir sind überzeugt, dass wir mit 3G am Arbeitsplatz,2G für Kund*innen und einer FFP2-Maskenpflicht im Indoorbereich das Sinken des Infektionsgeschehens nicht gefährden“, betont Egon Hierzegger, Obmann des Wirtschaftsbundes Ennstal-Salzkammergut.

Betrachtet man das Verkehrsaufkommen und die Menschenansammlungen bei den Demonstrationen oder in den Outdoor-Sportanlagen, kann man von keinem realen Lockdown der Bevölkerung mehr sprechen. Vielmehr ist es ein Lockdown der Wirtschaft, der nicht nur den Betrieben wichtige Umsätze kostet, sondern den Staat sogar doppelt belastet. Wirtschaftshilfen auszuzahlen ist für Betriebe existenzerhaltend und gleichzeitig schwinden jedoch wichtige Steuereinnahmen.

Rund um Österreich ist kein einziges Hotel und kein einziges Geschäft geschlossen. In der Schweiz hatten auch letztes Jahr die Skigebiete geöffnet – ohne dabei im Chaos zu versinken. Die Menschen wollen arbeiten und Geld verdienen. „Wenn der Tourismus nicht öffnet, werden viele Urlaubsgäste und auch Arbeitskräfte einfach in die Schweiz oder Südtirol ausweichen“, zeigt sich Egon Hierzegger besorgt.

Nach 21 Monaten Dauerkrise geht der Bevölkerung und den Unternehmen die Luft aus. Es ist jetzt Zeit, dass die Politik ihr Versprechen einhält und am 13. Dezember alle Branchen wieder öffnet, so Egon Hierzegger abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at