VGT erinnert Nehammer bei Angelobung an die notwendigen Fortschritte im Tierschutz

Chaos vor der gestrigen Angelboung der neuen ÖVP-Ministerriege. Der VGT hat wie so oft gegen die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden demonstriert.

VGT-Demo am Ballhausplatz als Tierschutzkundgebung angemeldet, kein Zusammenhang zu Protesten der Corona-Leugner:innen

Kommenden Donnerstag steht im Parlament der Tierschutz auf der Agenda. Es geht darum, die vielen offenen Tierschutzfragen anlässlich des Tierschutzvolksbegehrens mit neuen Gesetzen zu lösen. Ganz oben steht dabei das Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung, das schon lange angekündigt wurde und endlich umgesetzt werden muss. Ähnlich wichtig sind die Verordnungen zu Tiertransporten von nicht entwöhnten Kälbern. Sie sollen, wenn sie jünger als 3 Monate sind, nicht mehr auf Langstreckentransporte geschickt, und unter dem Alter von 8 Wochen überhaupt nicht mehr transportiert werden dürfen. Momentan treibt man 2 Wochen alte Kälber auf die unseligen Ferntransporte von Österreich nach Spanien und anschließend bis in den Nahen Osten. Und nicht zuletzt ist das Töten der männlichen Legehuhnkücken an ihrem ersten Lebenstag ein offenes Problem. Bisher hat die Koalition von ÖVP und Grünen keinen einzigen Fortschritt im Tierschutz zustande gebracht. Es ist daher wirklich notwendig, dass dieser Termin am Donnerstag im Tierschutz-Ausschuss des Parlaments genutzt wird. Deshalb meldete der VGT anlässlich der Angelobung des neuen Bundeskanzlers und seiner Minister eine Tierschutzkundgebung am Ballhausplatz an, damit die Tiere nicht vergessen werden. Kurz nach Demobeginn strömten aber einige hundert Coronaleugner:innen auf den Platz und schrien teilweise derbe Beleidigungen wie ein grölender Mob. Der VGT möchte an dieser Stelle betonen, dass er mit dieser Gruppe nichts zu tun hatte, sondern ausschließlich den Tierschutz thematisieren wollte.

VGT-Obmann Martin Balluch fordert für kommenden Donnerstag, Nägel mit Köpfen zu machen: Übermorgen wird sich zeigen, ob diese Regierung in Sachen Tierschutz handlungsfähig ist, oder ob die türkise Landwirtschaftsministerin Köstinger tatsächlich jeden Fortschritt verhindern kann. Wir werden diese Entwicklung jedenfalls sehr genau beobachten und niemand soll glauben, dass wir uns mit halben Sachen zufrieden geben. Ohne ein Verbot des Vollspaltenbodens gepaart mit doppeltem Platz und tiefer Stroheinstreu auf der planbefestigten Liegefläche kann man nicht von einem Fortschritt, einer echten Lösung des Problems sprechen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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