ÖSV – Wintersportsplitter: Super-Wochenende! Hörl feiert Premierensieg in Wisla (POL)

***Kramer legt bei den Damen in Lillehammer (NOR) nach – Sieg!***

Das war ein Traum-Wochenende fürs rot-weiß-rote Skispringen. Der 23-jährige Salzburger Jan Hörl feiert am Sonntag im polnischen Wisla den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Nur einen Tag nach einem bis zum letzten Skispringer spannenden Teamerfolg am Samstag, gibt es damit die nächste Erfolgsmeldung aus dem ÖSV-Skisprunglager. Weltmeister Stefan Kraft landete auf Rang drei und damit ebenfalls am Podest. Kurz darauf feierte Sara Marita Kramer in Lillehammer (NOR) ihren zweiten Saisonsieg.

Die Schanze in Wisla liegt den Österreichern: Nach drei Siegen in Folge beim Teamspringen (2019, 2020 und 2021) schaffte Jan Hörl seinen ersten Weltcup-Triumph auf der Adam-Malysz-Schanze. Bereits im ersten Durchgang sprang Hörl 121 Meter und lag damit vor dem Finaldurchgang in Führung. Dort behielt er die Nerven und segelte auf 128 Meter. Hörl setzte sich damit um 6,7 Punkte vor Marius Lindvik (NOR) durch und feierte seinen ersten Weltcup-Sieg. Für den ÖSV ist es der erste Sieger in einem Weltcup-Bewerb seit 17. Dezember 2016 (Anm. Michael Hayböck in Engelberg), der nicht Stefan Kraft heißt.

STIMMEN

Jan Hörl: „Es ist ein Megagefühl. Das war genau das, wofür ich jahrelang trainiert habe und dass es heute so aufgeht, ist einfach genial. Bis ich alles realisiert habe, mit Teamsieg, Qualisieg und Einzelsieg, dauert es bestimmt noch ein wenig. Es war an diesem Wochenende einfach alles dabei und das ist megagenial.“

Stefan Kraft: „Es ist einfach cool, wenn zwei Österreicher zum Schluss am Podest stehen. Jan hat das heute echt genial heruntergebracht und war heute der beste Mann. Ich bin froh, dass ich auch am Stockerl gestanden bin. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können und das gibt uns Zuversicht für die nächsten Bewerbe.“

***Kramer legt nach: Sieg in Lillehammer (NOR)***

Bei den Damen hat Sara Marita Kramer ihren zweiten Saisonsieg im Weltcup der Skispringerinnen in dieser Saison klar gemacht. Die Salzburgerin, die am Vortag auf Platz zwei gekommen war, verwies auf der Großschanze in Lillehammer mit Sprüngen auf 138 Meter und 134,5 Meter die Vortagessiegerin Katharina Althaus (GER) und Silje Opseth (NOR) auf die weiteren Plätze. Eva Pinkelnig wurde Fünfte. Daniela Iraschko-Stolz wurde Neunte.

Nach ihrem Erfolg beim Auftakt in Nizhny Tagil (RUS) war es der zweite Weltcup-Sieg für Kramer in dieser Saison. Damit baut die 20-Jährige ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

STIMMEN

Sara Marita Kramer: „Das war ein cooler Wettkampf. In der Quali war ich beim Absprung noch sauspät, aber im Wettkampf habe ich es dann besser umgesetzt. Jetzt bin ich einfach voll zufrieden mit dem Sieg. Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Bewerbe. Ich muss weiterarbeiten, dann stabilisieren sich meine Sprünge auch wieder. Dann sollte das Ganze wieder leichter von der Hand gehen.“

Ergebnis Wisla (5.12.2021)
 https://oesv.info/media2/presse/6bd5383fce9ad952.pdf

Ergebnis Lillehammer (5.12.2021)
 https://oesv.info/media2/presse/9eed92c495dc57df.pdf


Biathlon: Eder starker Sechster in der Verfolgung


Zum Abschluss der Wettkämpfe in Östersund (SWE) stand heute das Verfolgungsrennen der Herren auf dem Programm. Dabei sorgte Simon Eder aus österreichischer Sicht für das bisher beste Herren-Resultat in diesem noch jungen Weltcup-Winter. Der 38-Jährige nahm das Rennen von Position 27 in Angriff, arbeitete sich kontinuierlich nach vorne und blieb als einziger Athlet des gesamten Feldes ohne Strafrunde. Dank dieser vier schnellen und vor allem fehlerfreien Schießeinlagen und einer starken Leistung auf der Loipe schaffte es der große Routinier am Ende als Sechster (+52,2 sec.) sogar in die Top-Ten.
Felix Leitner belegte mit fünf Strafrunden Rang 51 (+4:15,5 Minuten). 

An der Spitze sicherte sich Vetle Sjaastad Christiansen den Sieg. Der Norweger leistete sich insgesamt nur eine Strafrunde und war damit am heutigen Tag nicht zu schlagen. 9,8 Sekunden dahinter belegte der Schwede Sebastian Samuelsson mit vier Schießfehlern Rang zwei. Das Podest komplettierte der Franzose Emilien Jacquelin (+11,0 sec./3 Schießfehler).

STIMME:

Simon Eder (Sechster): „Das ist heute einfach wirklich cool, auch in Hinblick auf die Olympia-Qualifikation. Ich habe mich während der letzten Runde schon richtig über dieses Top-6-Resultat gefreut. Es sieht so aus, als würde auch die Laufform schon richtig gut passen und das ist sicher eine sehr wichtige Erkenntnis und eine Bestätigung dafür, dass wir gut trainiert haben. Jetzt können wir hoffentlich diesen Schwung nach Hochfilzen mitnehmen und dort vorne mitzukämpfen, macht sowieso immer am meisten Spaß. Wenn man mit so einer schlechten Ausgangsposition so weit nach vorne kommt, dann hat alles gepasst – der Ski, die Laufform und das Schießen.“

Für den Biathlon Weltcup-Zirkus geht es jetzt weiter nach Hochfilzen. Kommenden Freitag werden im Tiroler Traditionsort zum Auftakt jeweils die Sprintrennen der Damen und Herren stattfinden.

Lamparter in Lillehammer als Zweiter erneut stark


***Mario Seidl ebenso in Top 5***

Im Einzelbewerb von der Großschanze durfte das ÖSV-Team heute in Lillehammer (NOR) den nächsten Stockerlplatz durch Johannes Lamparter bejubeln. Der Rumer musste sich nach einer starken Vorstellung auf Schanze und Loipe erneut nur Jarl Magnus Riiber aus Norwegen um 13,5sek geschlagen geben. Auf Platz drei landete der Deutsche Eric Frenzel. Mit Mario Seidl auf Platz 5 schaffte ein weiterer ÖSV-Athlet eine Platzierung mitten in der Weltspitze.

Johannes Lamparter und Mario Seidl konnten sich mit Sprüngen auf 140 bzw. 134,5 Metern bereits im Springen eine gute Ausgangsposition für das 10km Rennen schaffen. Als Zweiter bzw. Dritter betrug der Rückstand auf Sprungsieger Jarl Magnus Riiber 29 bzw. 32 Sekunden. Lukas Greiderer landete im Springen ebenso in den Top Ten. Als Zehnter galt es für den Absamer, 1min 6sek Rückstand auf Riiber aufzuholen.

Lamparter startete schnell, ergriff von Beginn an die Flucht nach vorne und ließ seine Verfolger inklusive Mario Seidl nicht an ihn rankommen. In einem einsamen Rennen gelang es Lamparter, den Rückstand auf Riiber bis auf knapp über 10 Sekunden zu verkürzen, der Anschluss an Riiber gelang ihm jedoch nicht. Während Riiber und Lamparter ungefährdet zum Sieg bzw. zum zweiten Platz skateten, witterte dahinter eine Dreiergruppe mit Seidl, Frenzel und dem Norweger Oftebro die Chance auf den letzten verbleibenden Platz am Podium. Und den sicherte sich Eric Frenzel auf den letzten Renn-Metern. 

Mario Seidl finishte hinter Jens Luraas Oftebro auf dem fünften Platz, mit dem der Pongauer sehr zufrieden war: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Schon auf der Schanze hab ich einen coolen Job gemacht und mir eine super Ausgangsposition fürs Langlaufen geschaffen. Mit dem Rennen bin ich auch sehr zufrieden, ich habe versucht mein eigenes Tempo zu gehen, das ist mir gut gelungen. Es stimmt mich sehr positiv, dass die Laufform immer besser wird.“

Lukas Greiderer konnte seinen Top-Ten Platz im Rennen nicht verteidigen und fiel auf den 15. Gesamtrang zurück. 

***Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:***
22. Martin Fritz
23. Stefan Rettenegger
26. Thomas Jöbstl
32. Lukas Klapfer
DNS: Manuel Einkemmer

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter:***  „Es war ein richtig cooler Tag. Mein Sprung auf der Schanze war super und ich hatte ein sehr gutes Rennen in der Loipe. Ich bin von Beginn an auf Zug gelaufen und holte immer wieder ein paar Sekunden auf. Ganz nach vorne hat es leider nicht gereicht, da haben mir ein paar Meter auf der Schanze gefehlt. Mit dem zweiten Platz bin ich dennoch sehr zufrieden, jetzt geht’s voll motiviert weiter nach Otepää.“

***Cheftrainer Christoph Eugen:*** „Gratulation an Johannes. Er ist die bisherigen Bewerbe hindurch sehr stabil gewesen und hat auch heute wieder eine hervorragende Leistung gezeigt. Wenn beide den gleichen Anlauf gehabt hätten, wäre es sicherlich noch spannender geworden, diese Jury-Entscheidung zur Verkürzung war nicht ganz fair. Dennoch bin ich voll zufrieden, speziell auch mit Mario Seidl, der ein super Rennen gemacht hat. Auf das gestrige Ergebnis war das heute eine gute Antwort des gesamten Teams.“

***Ergebnis online unter:***
https://medias3.fis-ski.com/pdf/2022/NK/4185/2022NK4185ROF.pdf

Die Mannschaft reist morgen Montag zurück nach Österreich. Der Weltcup der nordischen Kombination geht für Damen und Herren kommendes Wochenende weiter in Otepää (EST). Von Freitag, den 10.12. bis Sonntag, den 12.12.2021 stehen für Damen und Herren jeweils zwei Wettkämpfe von der Normalschanze am Programm.


Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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