Herbst 2021: sonnig, trocken und mild

Vorläufige Auswertung der ZAMG: Herbst unter den sechs sonnigsten und 20 trockensten der Messgeschichte. 

Der meteorologische Herbst (September, Oktober, November) brachte 2021 viele Hochdruckwetterlagen und nur wenige Tiefdruckgebiete. „Daher war dieser Herbst sehr sonnig und trocken“, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) „die Sonnenscheindauer lag in der österreichweiten Auswertung um 22 Prozent über dem Durchschnitt, das bedeutet den sechst sonnigsten Herbst der Messgeschichte. Die Niederschlagsmenge war um 34 Prozent unter dem Durchschnitt. Das ergibt Platz 20 unter den trockensten Herbsten der Messgeschichte“. 

Letzte Hitze, erster Schnee 

Am 15. September brachte dieser Herbst den letzten „30er“ des Jahres, mit 30,4 Grad in Bad Radkersburg (ST), 30,3 Grad in Andau (B) und 30 Grad in Wagna bei Leibnitz (ST). Jetzt, Ende November, liegt in fast ganz Österreich Schnee. Der Zeitpunkt der ersten Schneedecke in tiefen Lagen entsprach in etwa dem Durchschnitt. 

„Es war der kühlste Herbst seit 2017. Über die gesamte 255-jährige Messreihe im Tiefland Österreichs gesehen, waren aber 80 Prozent der Herbste kühler, weil das Klima in den letzten Jahrzehnten deutlich wärmer geworden ist.“ sagt ZAMG-Klimatologe Orlik. 

Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Herbst im Zeitraum 1991 bis 2020 liegt der Herbst 2021 im Tiefland genau im Bereich des Mittels, auf den Bergen 0,6 Grad darüber. Im Vergleich zum Durchschnitt im Zeitraum 1961 bis 1990 war dieser Herbst im Tiefland um 0,7 Grad zu warm und auf den Bergen um 1,0 Grad. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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