ÖSV – Wintersportsplitter: Alessandro Hämmerle triumphiert bei Olympia-Generalprobe in Secret Garden


*** Pia Zerkhold holt mit Platz vier ihr bestes Weltcupresultat ***

Alessandro „Izzi“ Hämmerle hat am Sonntag bei der Olympia-Generalprobe in Secret Garden (CHN) seinen 13. Weltcup-Einzelsieg gefeiert! Der dreifache Snowboardcross-Gesamtweltcupsieger fuhr einmal mehr ein überragendes Rennen und setzte sich im großen Finale vor dem Italiener Omar Visintin, dem US-Amerikaner Nick Baumgartner und seinem ÖSV-Teamkollegen Jakob Dusek durch, der als Vierter nur knapp das Podest verpasste. Bei den Damen stand Pia Zerkhold zum ersten Mal in einem großen Finale und holte hinter der tschechischen Siegerin Eva Samkova, der Britin Charlotte Bankes und der Italienerin Michela Moioli als Vierte ihr bestes Weltcupresultat.

Alessandro Hämmerle präsentierte sich beim Saisonstart in bestechender Form und lieferte nicht nur fahrerisch, sondern auch taktisch eine beeindruckende Vorstellung ab. So dosierte der Vorarlberger im Semifinale im Mittelteil ganz bewusst ein wenig das Tempo, um aus der dritten Position und dem Windschatten heraus seine vor ihm liegenden Konkurrenten vor dem Ziel anzugreifen, was mit dem Laufsieg auch perfekt funktionierte. Auch im großen Finale baute Hämmerle hinter dem zwischenzeitlich führenden Baumgartner so viel Speed auf, um nicht nur am US-Boy vorbeigehen zu können, sondern in weiterer Folge auch den Sieg nach Hause zu fahren.

„Ich habe aus dem Startgate heraus alle meine Heats gewonnen, wollte mir auf dieser langen Strecke aber die Kraft für die vier Läufe ganz bewusst gut einteilen. Deshalb bin ich im Halbfinale etwas runter vom Gas, um dann im unteren Teil noch einmal richtig attackieren zu können – und das ist perfekt aufgegangen. Es ist ein Traum, mit einem Sieg in die Saison zu starten, und auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist es eine Erleichterung zu wissen, dass ich mit der Strecke gut zurechtkomme. Dass ich jetzt mit dem gelben Trikot zum Heimweltcup ins Montafon (9. bis 11. Dezember, Anm.) komme, ist eine richtig coole Sache“, jubelte Alessandro Hämmerle.

Die Bilanz von Jakob Dusek fiel nach Rang vier zwiespältig aus: „Gesamt gesehen war das ein sehr gutes Rennen von mir, aber dass ich jetzt zum dritten Mal hintereinander in einem großen Finale Vierter geworden bin, ist schon ärgerlich. Ich habe mich heute in den Heats sehr wohlgefühlt und aus der letzten Kurve heraus immer viel Geschwindigkeit mitgenommen. So wollte ich es auch im großen Finale anlegen, aber leider habe ich verkantet und dadurch das ganze Tempo verloren“, sagte Dusek. Der Wiener Lukas Pachner reihte sich als Dritter seines Viertelfinal-Heats an der elften Stelle ein. Der Wahl-Vorarlberger Julian Lüftner landete im „ÖSV-Achtelfinal-Lauf“ hinter Hämmerle und Pachner auf Rang drei und belegte im Endklassement Platz 20.

Pia Zerkhold zog als jeweils Laufzweite im Viertel- und Halbfinale in ihr erstes großes Finale im Weltcup ein, in dem sie die Startpassage jedoch nicht optimal erwischte und dadurch den Anschluss an ihre Gegnerinnen verlor. „Ich bin leider bei einem Element etwas zu aggressiv gewesen und dadurch nicht gut in die Landung gekommen. Den Rückstand, den ich mir dabei eingehandelt habe, ist gegen so starke Fahrerinnen nicht mehr aufzuholen. Aber ich bin natürlich megahappy mit diesem Resultat. Ich habe schon im Training gemerkt, dass ich schnell bin und war heute im Gegensatz zur Qualifikation auch überhaupt nicht nervös. Dieses Ergebnis gibt mir enorm viel Auftrieb für die nächsten Rennen“, freute sich Zerkhold.

Nächste Station des Snowboardcross-Weltcups ist vom 9. bis 11. Dezember 2021 das Montafon, wo neben den Einzelbewerben auch ein Teamevent ausgetragen wird.

Alessandro Hämmerle jubelt über seinen Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Secret Garden. ( Alle Fotos: FIS Snowboard)
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Jakob Dusek, Alessandro Hämmerle und Pia Zerkhold führten ein starkes ÖSV-Snowboardcross-Team in China an.
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Pia Zerkhold (gelbes Trikot) holte mit Rang vier beim Saisonauftakt ihr bestes Weltcupresultat.
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Alessandro Hämmerle jubelt über seinen Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Secret Garden. ( Alle Fotos: FIS Snowboard)
Jakob Dusek, Alessandro Hämmerle und Pia Zerkhold führten ein starkes ÖSV-Snowboardcross-Team in China an.

SKI ALPIN  27 November 2021 Lake Louise (CAN)

DOPPELSIEG IN LAKE LOUIS

Bei der ersten Abfahrt der Saison im kanadischen Lake Louise konnte der ÖSV einen Doppeltriumph feiern. Der Sieg ging an Matthias Mayer, der sich um 23 hundertstel Sekunden gegen Vincent Kriechmayr durchsetzen konnte. Dritter wurde Beat Feuz aus der Schweiz.

Der Kärntner Doppelolympiasieger Matthias Mayer ging mit Startnummer sieben ins Rennen, wählte eine optimale Linie und zeigte bei schwierigen Bedingungen eine fehlerfreie Fahrt. Am Ende durfte sich der 31-Jährige über seinen elften Weltcupsieg freuen, den siebenten in einer Abfahrt.

„Es war wirklich lässig und ich bin voll zufrieden. Die Piste war ruppig, die Sicht schlecht, es war relativ schnell und wirklich schwierig. Ich bin überglücklich mit dem Sieg. Die Teamleistung ist exzellent, unser Skifahren passt und wir können befreit in die nächsten Rennen gehen.“

Matthias Mayer

Vincent Kriechmayr, der mit Startnummer eins ins Rennen ging, bewältigte die Strecke ohne nennenswerten Fehler und zeigte auf der anspruchsvollen Piste eine solide Fahrt. Sein Rückstand auf Sieger Matthias Mayer betrug am Ende 0,23 Sekunden und mit Rang zwei fuhr der 30-Jährige zum 22. Mal im Weltcup auf das Podest.  Der oberösterreichische Doppelweltmeister zeigte sich nach dem Rennen zufrieden.

„Ich bin mega happy, dass es mir heute im Rennen so gut aufgegangen ist. Ich denke, dass es eine gute Entscheidung von mir war, die Nummer eins zu nehmen.  Mannschaftlich ist es natürlich auch ein super Ergebnis und damit konnten wir jetzt nicht rechnen.“

Vincent Kriechmayr

Drittbester Österreicher wurde Max Franz auf dem starken fünften Rang. Der Kärntner, der das erste Training gewann und auch im zweiten Trainingslauf schnellster ÖSV-Athlet war, verlor vor allem im oberen Abschnitt auf das Spitzenduo. Dennoch war der 32-Jährige mit seiner Leistung sehr zufrieden.

„Platz 5 ist für mein ein Top-Ergebnis. Ich dachte nicht, dass es so brutal schwer zu fahren heute ist. Es sind sehr viele kleine Schläge und man sieht absolut gar nichts. Ich habe das Podium angepeilt, alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen.“

Max Franz

Mit den Plätzen 14 durch Daniel Hemetsberger, 15 durch Otmar Striedinger, 16 durch Daniel Danklmaier und 22 durch Christian Walder fuhr der ÖSV ein bärenstarkes Mannschaftsergebnis sein.

ERGEBNIS

SKISPRINGEN   27 November 2021 Ruka (FIN)

KRAFT VERPASST PODEST KNAPP

Beim ersten von zwei Weltcupbewerben der Skispringer im finnischen Ruka wurde Stefan Kraft als Vierter bester Österreicher. Der Sieg ging an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der sich vor Anze Lanisek (SLO) und Markus Eisenbichler (GER) durchsetzen konnte.

Bei schwierigen Bedingungen mit großer Kälte ging in Ruka das dritte Saisonspringen über die Bühne. Nach dem ersten Durchgang konnte sich ein Österreicher-Trio mit Jan Hörl (6.), Stefan Kraft (7.) und Daniel Huber (11.) in Lauerposition bringen. In der Entscheidung konnte einzig Kraft an die Leistung des ersten Sprunges anschließen und schob sich mit einem 128 Meter Satz auf den vierten Platz nach vor. Auf das Podest fehlten dem Salzburger am Ende 14,6 Punkte.

„Ich bin sehr zufrieden. Es waren keine perfekten, aber sehr konstante Sprünge und das war mir sehr wichtig. Für ganz nach vorne fehlt noch ein wenig das Vertrauen, das muss ich mir noch erarbeiten, aber ich komme immer näher hin.“

Stefan Kraft

Jan Hörl fiel in der Entscheidung nach einem Sprung auf 109 Meter auf den 17. Platz zurück und Teamkollege Daniel Huber konnte sich unmittelbar davor als 16. platzieren. Mit Manuel Fettner auf Rang 22, Daniel Tschofenig auf dem 24. Platz und Markus Schiffner als 30. Konnten insgesamt sechs ÖSV-Adler Weltcuppunkte holen.

ERGEBNIS

NORDISCHE KOMBINATION  27 November 2021 Ruka (FIN)

SECHSTER PLATZ FÜR LUKAS GREIDERER IN RUK

Beim heutigen Wettkampf in Ruka (FIN) feierte Deutschland einen Dreifachsieg. Der Sieg ging an Terence Weber vor Eric Frenzel und Vinzenz Geiger. Lukas Greiderer wurde als bester Österreicher Sechster.     

Der Sprungdurchgang wurde heute von Terence Weber dominiert. Der Deutsche gewann mit dem längsten Sprung des Durchgangs von 136,5 Meter vor Mario Seidl (+6sek) und dem Esten Kristian Ilves (+8sek). Auf den Plätze 11 und 12 folgten Johannes Lamparter, der heute keinen optimalen Sprung erwischte sowie Lukas Greiderer. Ihr Rückstand auf die Spitze betrug allerdings schon 39 bzw. 44sek. Jarl Magnus Riiber wurde in der Qualifikation aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Eine ebenso respektable Leistung auf der Schanze zeigte heute Stefan Rettenegger. Der junge Salzburger platzierten sich zwischenzeitlich auf Rang 14 und 51 Sekunden Rückstand. Franz-Josef Rehrl lag nach dem Springen auf Platz 24, der Steirer verzichtete jedoch auf ein Antreten im Rennen, da er sich körperlich unwohl und ausgelaugt fühlte.

EXPA/JFK Feichter

Im Rennen hielten sich Johannes Lamparter und Lukas Greiderer konstant in der Führungsgruppe, während Mario Seidl dem hohen Tempo Tribut zollen musste und auf Platz 19 in der Endabrechnung zurückfiel. In der letzten Runde kam es zum Zusammenschluss der Führungs- und der Verfolgergruppe, in die letzte Abfahrt gingen nicht weniger als Sechszehn Athleten gemeinsam.   
           
Im Zielsprint ins Stadion konnten sich die drei Deutschen entscheidend absetzen. Mit Lukas Greiderer auf Platz Sechs und Johannes Lamparter auf Platz Acht schafften zwei ÖSV-Athleten den Sprung in die Top Ten. Mit Martin Fritz auf Platz 12 und Stefan Rettenegger auf Platz 14, der heute sein bisher bestes Weltcupergebnis erzielte, zeigten zwei weiteren ÖSV-Athleten auf der Loipe auf.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:   
           
18. Thomas Jöbstl (3. Laufzeit)     
19. Mario Seidl   
31. Manuel Einkemmer

Endstand

Stand Ruka-Tour

Stimmen: *  
           
*
Lukas Greiderer:
 (6.) „Das Springen war schon nicht so schlecht, im Langlaufrennen haben wir vielleicht ein wenig zuviel taktiert. So eine große Gruppe war in Ruka überhaupt noch nie zusammen. Wir haben uns zum Schluss nicht so toll positioniert und ich habe einfach geschaut, dass es vor mir nicht irgendjemanden schmeißt. Trotzdem kann ich mit meinem Finish und mit der Gesamtplatzierung zufrieden sein.“Johannes Lamparter: (8.) „Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis, es hat heute nicht alles zusammengepasst. Körperlich war ich topfit, auf der Schanze hab ich jedoch keinen guten Sprung erwischt. Auf der Loipe war es taktisch auch nicht so gut, ich hätte einfach meinen eigenen Weg gehen sollen und vorne weg laufen. Morgen hab ich eine neue Chance, es besser zu machen.“

EXPA/JFK FeichterThomas Jöbstl holte mit der drittbesten Laufzeit den 18. Rang.

Morgen Sonntag findet der letzte Wettkampf der Ruka Tour statt. Die Gesamtwertung führt derzeit der Deutsche Terence Weber nur zwei Zähler vor Johannes Lamparter an.     
           
Zeitplan: (lokale Zeiten, MEZ +1h)      
           
Sonntag, 28.11.2021      
9.00 Uhr: Probedurchgang HS 142
10.10 Uhr: Wertungsdurchgang HS 142     
16.05 Uhr: Langlauf 10km (4×2,5)

Stadlober belegt Rang 14


Nachdem die niedrigen Temperaturen in Ruka (FIN) einen Start des 10 km Skating-Verfolgungsrennens der Damen am Vormittag unmöglich gemacht hatten, musste das Rennen auf den Nachmittag verschoben werden.

Bei schwierigen Verhältnissen und Temperaturen von bis zu -18 Grad startete Teresa Stadlober engagiert in das Rennen. In einer Gruppe rund um Natalia Nepryaeva hielt sich die Salzburgerin den Großteil des Rennens in der Nähe der Top-Ten, verlor jedoch in der letzten Runde den Anschluss an die Russin. Am Ende klassierte sich die 28-Jährige auf Rang 14 (+1:52,0 min.) und schaffte damit erneut den Sprung in die Top-15.
Den Sieg sicherte sich die Norwegerin Therese Johaug, die sich gegen die Schwedin Frida Karlsson (+7,8 sec.) und ihre Landsfrau Heidi Weng (+37,9 sec.) durchsetzen konnte.

Auch im zuvor ausgetragenen Verfolgungsrennen der Herren über 15 km in der freien Technik herrschten eisige Temperaturen. Aus diesem Grund verzichteten hier zahlreiche Athleten freiwillig auf einen Start, unter anderem auch das gesamte norwegische und finnische Team. 
Mika Vermeulen kämpfte sich beherzt durch die finnische Kälte. Der Steirer hielt sich über weite Strecken des Rennens im Umfeld einer größeren Gruppe rund um Platz 16. Am Ende belegte der 22-Jährige erneut den beachtlichen 23. Platz (+1:42,6 min.) und durfte sich damit wieder über Weltcup-Punkte freuen.
An der Spitze feierte Russland einen Vierfachsieg. Alexander Bolshunov setzte sich im Zielsprint gegen seine Landsleute Sergey Ustiugov (+0,5 sec.), Artem Maltsev (+0,7 sec.) und Ivan Yakimushkin (5,3 sec.) durch.

STIMMEN:

Teresa Stadlober (14. Platz): „Heute war es brutal schwierig. Ich hatte von Anfang an schwere Beine und habe in der ersten Runde versucht, die Lücke nach vorne zu schließen. Dabei habe ich mich vielleicht ein wenig übernommen und dann das ganze restliche Rennen über wirklich gekämpft. Wenn es so kalt und der Schnee so langsam ist, sind das auch nicht meine Lieblings-Verhältnisse. Das war für mich ein wirklich hartes Rennen.“

Mika Vermeulen (23. Platz): „Das war definitiv das kälteste Rennen, das ich jemals gelaufen bin. Das war heute richtig zach. Alles tat weh und alles war kalt, aber mit der Platzierung bin ich absolut zufrieden. Es war auch beim Start extrem hektisch, weil zahlreiche Athleten nicht angetreten sind. Das hat die ganze Situation auch nicht wirklich entspannt.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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