ÖSV – Wintersportsplitter – Biathlon: Hauser zum Auftakt auf Rang zwei



Mit einer sensationellen Leistung darf Lisa Hauser gleich beim ersten Rennen der Saison als Zweite über einen Podestplatz jubeln. Die Tirolerin präsentierte sich beim Weltcup-Auftakt in Östersund (SWE) im 15 km Einzel-Rennen in großartiger Form. Nach drei fehlerfreien Schießeinlagen musste die 27-Jährige nur beim letzten Stehendschießen einen Fehlschuss in Kauf nehmen und belegte mit einer überzeugenden und kontrollierten Leistung am Ende den hervorragenden zweiten Platz.

Der Sieg ging mit Marketa Davidova in überlegener Manier an die amtierende Weltmeisterin in dieser Disziplin. Die Tschechin zeigte eine makellose Schießleistung und sicherte sich am Ende mit einem deutlichen Vorsprung von 1:17,7 Minuten den ersten Platz. Das Podest komplettierte die Deutsche Denise Herrmann auf Rang drei (+1:23,0 min.), die sich wie Hauser eine Strafminute leistete.

Die weiteren Österreicherinnen konnten sich nicht in den Punkterängen klassieren. Julia Schwaiger und Dunja Zdouc belegten zum Auftakt die Ränge 51 und 62. Anna Juppe und Christina Rieder landeten auf den Plätzen 81 und 93.

STIMME:

Lisa Hauser (Zweite): „Der zweite Platz ist unglaublich. So in die Saison zu starten, ist wirklich großartig. Ich habe von mir selbst einfach viel erwartet und war vor dem Rennen auch richtig nervös. Natürlich ist das heutige Ergebnis das Resultat meiner guten Schießleistung und ich hoffe, dass ich mich läuferisch noch ein wenig steigern kann. Vom Gefühl her habe ich mir auf der Loipe heute richtig schwergetan. Trotzdem ist das Ergebnis natürlich mehr als zufriedenstellend. Ich durfte heute zudem das rote Trikot vom letzten Jahr tragen, dass hat mich fast noch mehr nervös gemacht. Jetzt freue ich mich einfach riesig, dass ich mit so einer guten Schießleistung den zweiten Platz erreicht habe. Das ist einfach mega!“

Sechster Platz für Lukas Greiderer in Ruka
***Vier Österreicher in Top 15***



Beim heutigen Wettkampf in Ruka (FIN) feierte Deutschland einen Dreifachsieg. Der Sieg ging an Terence Weber vor Eric Frenzel und Vinzenz Geiger. Lukas Greiderer wurde als bester Österreicher Sechster. 

Der Sprungdurchgang wurde heute von Terence Weber dominiert. Der Deutsche gewann mit dem längsten Sprung des Durchgangs von 136,5 Meter vor Mario Seidl (+6sek) und dem Esten Kristian Ilves (+8sek). Auf den Plätze 11 und 12 folgten Johannes Lamparter, der heute keinen optimalen Sprung erwischte sowie Lukas Greiderer. Ihr Rückstand auf die Spitze betrug allerdings schon 39 bzw. 44sek. Jarl Magnus Riiber wurde in der Qualifikation aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert. Eine ebenso respektable Leistung auf der Schanze zeigte heute Stefan Rettenegger. Der junge Salzburger platzierten sich zwischenzeitlich auf Rang 14 und 51 Sekunden Rückstand. Franz-Josef Rehrl lag nach dem Springen auf Platz 24, der Steirer verzichtete jedoch auf ein Antreten im Rennen, da er sich körperlich unwohl und ausgelaugt fühlte. 

Im Rennen hielten sich Johannes Lamparter und Lukas Greiderer konstant in der Führungsgruppe, während Mario Seidl dem hohen Tempo Tribut zollen musste und auf Platz 19 in der Endabrechnung zurückfiel. In der letzten Runde kam es zum Zusammenschluss der Führungs- und der Verfolgergruppe, in die letzte Abfahrt gingen nicht weniger als Sechszehn Athleten gemeinsam. 

Im Zielsprint ins Stadion konnten sich die drei Deutschen entscheidend absetzen. Mit Lukas Greiderer auf Platz Sechs und Johannes Lamparter auf Platz Acht schafften zwei ÖSV-Athleten den Sprung in die Top Ten. Mit Martin Fritz auf Platz 12 und Stefan Rettenegger auf Platz 14, der heute sein bisher bestes Weltcupergebnis erzielte, zeigten zwei weiteren ÖSV-Athleten auf der Loipe auf. 

***Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:***

18. Thomas Jöbstl (3. Laufzeit)
19. Mario Seidl
31. Manuel Einkemmer

***Endergebnis:***
https://medias2.fis-ski.com/pdf/2022/NK/4150/2022NK4150ROF.pdf

***Stand Ruka-Tour:***
https://medias1.fis-ski.com/pdf/2022/NK/4150/2022NK4150STC.pdf

***Stimmen:***

***Lukas Greiderer: (6.)*** „Das Springen war schon nicht so schlecht, im Langlaufrennen haben wir vielleicht ein wenig zuviel taktiert. So eine große Gruppe war in Ruka überhaupt noch nie zusammen. Wir haben uns zum Schluss nicht so toll positioniert und ich habe einfach geschaut, dass es vor mir nicht irgendjemanden schmeißt. Trotzdem kann ich mit meinem Finish und mit der Gesamtplatzierung zufrieden sein.“

***Johannes Lamparter: (8.)*** „Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis, es hat heute nicht alles zusammengepasst. Körperlich war ich topfit, auf der Schanze hab ich jedoch keinen guten Sprung erwischt. Auf der Loipe war es taktisch auch nicht so gut, ich hätte einfach meinen eigenen Weg gehen sollen und vorne weg laufen. Morgen hab ich eine neue Chance, es besser zu machen.“

Morgen Sonntag findet der letzte Wettkampf der Ruka Tour statt. Die Gesamtwertung führt derzeit der Deutsche Terence Weber nur zwei Zähler vor Johannes Lamparter an. 

Skicross: Vierte Plätze für Ofner und Rohrweck bei Weltcupauftakt in Secret Garden


Die ÖSV-Skicrosser sind am Samstag beim Weltcupstart auf dem Olympiakurs in Secret Garden (CHN) knapp an den Podestplätzen vorbeigeschrammt! Die Steirerin Katrin Ofner wurde bei den Damen ebenso Vierte wie der Oberösterreicher Johannes Rohrweck bei den Herren. Der Niederösterreicher Johannes Aujesky (6.) und die Oberösterreicherin Andrea Limbacher (10.) fuhren zwei weitere Top-Ten-Plätze für das rot-weiß-rote Team heraus.

Katrin Ofner zog mit Siegen in ihrem Viertel- und Halbfinal-Lauf in das große Finale ein, in dem sie nach der Startsektion an der zweiten Stelle lag. Durch einen kurzen „Skikontakt“ mit der führenden Schwedin Sandra Näslund fiel die Steirerin zwar auf Platz vier zurück, hielt jedoch Kontakt zu ihren Konkurrentinnen. Trotz einer engagierten Fahrt reichte es aber nicht mehr, um noch den Sprung auf das Podium zu schaffen. Hinter Näslund, der Schweizerin Fanny Smith und der Französin Marielle Berger Sabbatel wurde Ofner Vierte.

„Nachdem die ersten beiden Heats richtig gut waren, ist es ärgerlich, dass es am Ende nicht für das Stockerl gereicht hat. Ich hatte im großen Finale als Zweite mehr Speed als Sandra Näslund und bin deshalb auch aus ihrem Windschatten heraus. Bei der Einfahrt in die Negativkurve hat sie dann meine Skispitzen touchiert, dadurch habe ich einiges an Tempo verloren. Das war aber eine ganz normale Rennsituation und keine unfaire Aktion von ihr. Mit Blickrichtung auf die Olympischen Spiele hätte ich nichts dagegen, wenn noch der eine oder andere größere Sprung eingebaut würde“, meinte Katrin Ofner.

Andrea Limbacher lag in ihrem Heat in der Auftaktrunde als Zweite lange auf Kurs in Richtung Halbfinale, ehe in der letzten Kurve vor dem Ziel noch die Kanadierin Brittany Phelan an der Österreicherin vorbeiging. Mit Platz zehn nach fast zweijähriger Verletzungspause gelang der Weltmeisterin von 2015 dennoch ein bemerkenswertes Comeback.

Bei den Herren zog Johannes Rohrweck dank starker Fahrten und einiger gekonnter Manöver in das große Finale ein. Dort lieferte sich der 31-Jährige im Kampf um Rang drei ein hartes Duell mit dem Kanadier Brady Leman, in dessen Folge Rohrweck von der Ideallinie abkam und ein Richtungstor verpasste. Damit landete der Reiteralm-Sieger der Vorsaison in der Endabrechnung hinter dem Russen Sergey Ridzik, Leman und dem Franzosen Bastien Midol auf Platz vier.

„Das war ein solides Rennen von mir. Im großen Finale bin ich nicht gut aus dem Gate gekommen, aber mit der Startsektion hatte ich hier generell so meine Probleme. Ich habe aber auch gesehen, dass der Grundspeed passt und heute sicher die beste Leistung während der gesamten Woche gezeigt. Die Situation mit Brady Leman hätte ich besser lösen können, aber in Summe würde ich die Generalprobe für die Olympischen Spiele im kommenden Februar als geglückt bezeichnen“, bilanzierte Johannes Rohrweck.

Johannes Aujesky reihte sich als Zweiter des kleinen Finales auf dem sechsten Gesamtrang ein. Der Steirer Robert Winkler (13.) erreichte ebenso das Viertelfinale wie der Niederösterreicher Tristan Takats, der erstmals in die Runde der letzten 16 vorstieß und mit Platz 15 sein bisher bestes Weltcupresultat holte. Der Vorarlberger Frederic Berthold rundete als Dritter seines Achtelfinal-Heats und Rang 17 das gute mannschaftliche Ergebnis des ÖSV-Teams beim Saisonstart in China ab.

Stadlober läuft in die Top-15

Beim ersten Distanz-Rennen der Saison in Ruka (FIN) belegte Teresa Stadlober den starken 13 Platz. Bei eisigen Bedingungen zeigte die Salzburgerin über die 10 km im klassischen Stil eine sehr gute Leistung und erreichte damit den angepeilten Platz unter den Top-15. Der Rückstand auf die spätere Siegerin Frida Karlsson betrug am Ende 1:02,9 Minuten.

Hinter der Schwedin belegte Therese Johaug Rang zwei (+13,7 sec.). Knapp hinter der Norwegerin komplettierte die Deutsche Katharina Hennig (+15,2 sec.) als Dritte das Podest.

Bei den Herren schaffte es Mika Vermeulen beim zweiten Rennen der Saison ebenfalls in die Punkteränge und belegte den beachtlichen 23. Platz. Der Steirer ging mit Startnummer vier bereits früh in das Rennen und teilte sich die 15 km im klassischen Stil sehr gut ein. Der 22-Jährige darf sich damit bereits nach dem ersten Rennen über Weltcup-Punkte freuen.

Einen Sieg vor heimischem Publikum feierte Ivo Niskanen. Der Finne setzte sich am Ende vor den beiden Russen Alexey Chervotkin (+8,3 sec.) und Alexander Bolshunov (+14,1 sec.) durch.

STIMMEN:

Teresa Stadlober (13. Platz): „Das war mein bisher zweitbestes Ergebnis über die 10 km klassisch hier in Ruka und ich bin sehr zufrieden. Die erste Runde war vielleicht etwas verhalten, aber in der zweiten Runde hat mich dann die spätere Siegerin überholt und ich habe versucht, mit ihr mitzugehen. Ich habe gewusst, da muss ich jetzt dranbleiben und richtig Gas geben. Aufgrund der extrem kalten Temperaturen war das wirklich ein hartes Rennen unter schwierigen Verhältnissen. Der Rückstand stimmt mich zuversichtlich, da ich mir generell bei den Einzelstart-Rennen etwas schwerer tue, deswegen freue ich mich schon auf die noch kommenden Massenstart-Bewerbe. Morgen wird ein ganz anderes Rennen. Es ist alles sehr knapp zusammen und daher ist nach vorne sicher einiges möglich.“

Mika Vermeulen (23. Platz): „Dieser 23. Platz hier beim Klassisch-Rennen in Ruka ist einfach gewaltig. Nach dem verpatzten gestrigen Sprint ist es toll, wenn man sieht, dass sich das Training auszahlt. Aber das Training ist eben etwas anderes als ein Rennen. Von dem her ist es natürlich super, wenn man gleich beim Saison-Start seine Trainingsleistungen zeigen und in den Wettkampf umlegen kann. Im Moment bin ich einfach nur glücklich.“ 

Weiters Programm Weltcup Ruka (FIN):
Sonntag, 28.11., 10 km Verfolgung Damen (Skating), 10.20 Uhr
Sonntag, 28.11., 15 km Verfolgung Herren (Skating), 12.30 Uhr

Eder läuft auf Rang 16

Nach den Damen starteten auch die Herren in Östersund (SWE) mit einem 20 km Einzel-Rennen in die neue Saison. Der Sieg ging dabei an Sturla Holm Laegreid. Der Norweger zeigte eine beeindruckende Leistung, blieb am Schießstand fehlerfrei und war damit am heutigen Tag nicht zu schlagen. 59,2 Sekunden dahinter belegte dessen Landsmann Tarjei Boe mit insgesamt zwei Strafminuten Rang zwei. Auf dem dritten Platz landete knapp dahinter Simon Desthieux aus Frankreich (+1:00,6 min.), der ebenfalls zwei Fehlschüsse in Kauf nehmen musste.

Bester ÖSV-Athlet war heute Simon Eder. Der Routinier zeigte eine solide Leistung und belegte am Ende Rang 16 (+2:53,6 min.). Zwei Fehlschüsse beim zweiten Schießen verhinderten eine absolute Top-Platzierung für den 38-Jährigen. Auch Felix Leitner gelang ein ordentliches Auftakt-Rennen. Der Tiroler leistete sich zwar insgesamt vier Strafminuten, lieferte aber auf der Loipe eine starke Vorstellung ab und belegte am Ende Rang 20 (+3:10,8 min.). Mit David Komatz auf Rang 33 schaffte es ein weiterer Österreicher in die Weltcup-Punkteränge. Julian Eberhard und Magnus Oberhauser belegten die Ränge 71 und 89.

STIMMEN:

Simon Eder (16. Platz): „Das war heute wirklich ein schwieriger Auftakt. Das sind nicht ganz die Verhältnisse, die ich gerne habe und es war wirklich nicht einfach. Jetzt müssen wir einfach schauen, wie es in den nächsten Rennen weiter funktioniert.“

Felix Leitner (20. Platz): „Auf der Loipe habe ich mich heute sehr gut gefühlt. Ich konnte die schwierigen Passagen und Anstiege genau so laufen, wie ich mir das vorgenommen habe. Am Schießstand lief es leider nicht so gut. Die erste Serie ist mir total missglückt, aber ich bin dann von Schießen zu Schießen besser hineingekommen. Vier Fehler sind natürlich zu viel, aber für den Einstieg bin ich gerade mit der Laufleistung sehr zufrieden und bereit für die nächsten Rennen.“

Weiters Programm Weltcup Östersund (SWE):
Sonntag, 28.11., Sprint Damen, 11.00 Uhr
Sonntag, 28.11., Sprint Herren, 13.45 Uhr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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