Höheres Sanierungsbudget für mehr Klimaschutz und weniger Bodenverbrauch

Die Wohnbauförderungen des Landes Steiermark erfüllen vielfältige Aufgaben. So kann mit der Sanierungsförderung nicht nur leistbarer Wohnraum geschaffen, sondern auch Ortskerne belebt sowie der Energie- und Bodenverbrauch gesenkt werden. „Die Sanierungsförderung hat enorm viele positive Aspekte für Klima und Gesellschaft. Durch Umschichtungen vom Neubau stellen wir im Budget für das nächste Jahr zusätzlich 10 Millionen Euro für Sanierungen zur Verfügung“, so ÖVP-Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz.

Weniger Neubau, mehr Sanierung

Auch wenn in der Steiermark bereits viele Aktivitäten gesetzt wurden und das Land bundesweit zu den Vorreitern zählt, ist der Gebäudesektor nach wie vor einer der größten Treibhausgas-Verursacher. Durch thermische Sanierungen können der Energiebedarf und somit auch die Emissionen enorm verringert werden. Darüber hinaus kann durch Sanierungsmaßnahmen – dazu zählen etwa auch Dachbodenausbauten – ohne zusätzlicher Bodenversiegelung neuer Wohnraum geschaffen werden. „Mit dem Vorrang für Sanierungen schützen wir unsere wertvollen Böden und das Klima. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren aber auch von niedrigeren Heizkosten“, fasst Wohnbaulandesrat Hans Seitinger zusammen. „Wer saniert, recycelt Wohnraum. Indem wir die Sanierungsförderung aufstocken, schaffen wir modernen Wohnraum ohne dafür zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen. Das ist nachhaltig, entlastet unser Klima – und die Geldbörsen der Steirerinnen und Steirer“, ergänzt KO Hannes Schwarz.

Eigentum fördern

Ebenso im Fokus der Landesregierung steht das Ziel, die Schaffung von Wohnungseigentum für den persönlichen Wohnbedarf zu unterstützen. Neben der Forcierung von Eigentumswohnungen im Geschossbau trägt das Wohnbauressort mit der Sanierungsförderung auch den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung. Insbesondere durch steigende Grundstückspreise und den gesellschaftlichen Wandel entscheiden sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger beim Eigenheim für den Kauf bereits bestehender Immobilien, die saniert werden.

Zahlen, Daten & Fakten:

  • Das operative Wohnbaubudget für das Jahr 2022 beträgt ca. 52,3 Mio. Euro. Davon fließen u.a.
    • ca. 29,1 Mio. Euro in Sanierungen
    • ca. 20,5 Mio. Euro in den Neubau (Geschossbau, Wohnbauscheck und Eigenheim)
  • In der Steiermark werden jährlich im Schnitt rund 9.000 Wohneinheiten gefördert saniert und rund 2.000 Wohneinheiten gefördert neu gebaut.
  • Bei umfassenden Sanierungen wird der Heizwärmebedarf (HWB) erfahrungsgemäß im Schnitt um rund 70% reduziert.
  • Der durchschnittliche jährliche HWB nach einer geförderten Sanierung beträgt weniger als 50 kWh/m². Zum Vergleich: Viele Gebäude, die in den 1960ern gebaut wurden, haben – sofern sie noch nicht saniert wurden – einen HWB von über 200 kWh/m², also dem Vierfachen.
Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und Klubobmann Hannes Schwarz forcieren Sanierungen.
©Land Steiermark/Streibl

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at