Skisprung-Damen am Weg nach Russland

Österreichs Skispringerinnen reisen am heutigen Mittwoch nach Nizhny Tagil (RUS), wo am kommenden Wochenende der Saisonstart am Programm steht. Eine Woche nach dem Herren-Auftakt steht damit erneut die „Tramplin Stork“ genannte Schanzenanlage im Zentrum des Skisprung-Interesses, auch wenn diesmal nicht auf der Großschanze (Hill Size 134m), sondern auf der Normalschanze (HS 97m) gesprungen wird.

Das rot-weiß-rote Damen-Team von Cheftrainer Harald Rodlauer reist mit den besten Erinnerungen ins russische Ural-Gebirge. Allen voran die 20-jährige Salzburgerin Sara Marita Kramer, die im Vorjahr beide Bewerbe in Nizhny Tagil für sich entscheiden konnte. Die ÖSV-Auswahl startet zudem bereits zum zweiten Mal in Folge als Titelverteidigerinnen der Nationen-Wertung in die Weltcup-Saison.

Beim Auftakt mit dabei sind drei Damen der erfolgreichen WM-Mannschaft, die in der Vorsaison in Oberstdorf (GER) Gold gewonnen hat: Sara Marita Kramer, Daniela Iraschko-Stolz und Chiara Kreuzer. Zudem komplettieren Eva Pinkelnig, Lisa Eder und Jacqueline Seifriedsberger das Damenteam beim Saisonstart. Für die Oberösterreicherin Seifriedsberger ist es der erste Weltcup-Bewerb seit ihrem Kreuzbandriss im März 2020 in Lillehammer (NOR).

Österreichs Skisprung-Herren reisen am Mittwoch wiederum mit demselben Aufgebot wie in der Vorwoche von Russland weiter nach Ruka in Finnland. Dort stehen am Wochenende zwei Einzel-Entscheidungen am Programm.

ÖSV-Aufgebot (Damen/Nizhny Tagil): Lisa Eder, Daniela Iraschko-Stolz, Sara Marita Kramer, Chiara Kreuzer, Eva Pinkelnig, Jacqueline Seifriedsberger

ÖSV-Aufgebot (Herren/Ruka): Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Daniel Huber, Jan Hörl, Stefan Kraft, Markus Schiffner, Daniel Tschofenig

STIMMEN

Harald Rodlauer (Cheftrainer): „Wir haben uns gewissenhaft vorbereitet und sind körperlich in einer sehr guten Verfassung. Durch den Doppelsieg von Sara im Vorjahr und das gute Mannschaftsergebnis haben wir Nizhny Tagil in sehr guter Erinnerung. Wenn jede Athletin beim Saisonstart das zeigt, was sie zuletzt im Training gezeigt hat, dann müssen wir uns sicher nicht verstecken.“

Sara Marita Kramer: „Ich bin im Training teilweise schon auf einem sehr hohen Niveau und ich fühle mich bereit für den Saisonstart. Gesundheitlich geht’s mir sehr gut, insofern ist die Vorfreude jetzt riesengroß. Ich habe mir den Auftakt bei den Herren im Fernsehen angeschaut. Die Schanze dürfte in einem Top-Zustand sein. Ich bin schon richtig heiß drauf.“

Daniela Iraschko-Stolz: „Toll, dass wir heuer schon so früh den Saisonstart haben. In der Vorbereitung hatte ich leider wieder einmal Probleme mit dem Knie. Aber zuletzt im Herbst hat das Training schon wieder sehr gut funktioniert. Ich brauche aber sicher noch ein paar Sprünge, um in die Megaform zu finden. Auf jeden Fall ist alles für eine großartige Saison angerichtet. Ich freu mich drauf.“

Chiara Kreuzer: „Extreme Vorfreude auf den Auftakt. Endlich wieder richtiger Wnter! Die Vorbereitung ist bei mir aber ehrlich gesagt nur semigut verlaufen. Es waren doch ein paar Tage dabei, wo ich nicht voll trainieren konnte. Leider hat mich immer wieder eine Migräne belastet. Ich bin jetzt selbst neugierig für wie weit vorne es schon reichen wird.“

Eva Pinkelnig: „Ich habe mich gut vorbereitet und freue mich jetzt schon richtig auf den russischen Schnee. Ich bin fit und habe das Gefühl, dass ich im Sommer gut gearbeitet habe. Ich will jetzt vor allem Spaß haben und meine guten Sprünge zeigen. Es geht darum, in den Wettkampfmodus reinzufinden und mit Freude an die Sache ranzugehen, damit am Ende wieder laut gejubelt werden darf.“

Jacqueline Seifriedsberger: „Nach meiner zweiten Knie-OP bin ich jetzt wieder schmerzfrei. Seitdem ist das Training eigentlich sehr gut verlaufen, auch wenn ich im Sommer natürlich noch nicht alles mitmachen konnte. Aber auf den letzten Eisspur-Kursen haben die Sprünge teilweise schon sehr gut gepasst. Jetzt war ich über ein Jahr nicht dabei im Weltcup und ich freue mich wahnsinnig auf mein Comeback.“

Lisa Eder: „Ich hab mich zuletzt im Training auf der Eisspur schon wieder sehr wohl gefühlt. Die Vorfreude ist natürlich riesengroß, dass es jetzt losgeht. Ich bin schon gespannt, wo ich im internationalen Vergleich mit meinen Sprüngen stehe. Ich möchte einfach gut in die Saison starten und mich dann kontinuierlich steigern.“

Zeitpläne

Nizhny Tagil (Damen)
Donnerstag, 25. November
15:30 Uhr: Offizielles Training
17:30 Uhr: Qualifikation

Freitag, 26. November
14:30 Uhr: Probedurchgang
15:30 Uhr: Wettkampf

Samstag, 27. November
14:00 Uhr: Qualifikation
15:00 Uhr: Wettkampf

Alle Zeiten: CET (Nizhny Tagil: + 4 Stunden)

Ruka (Herren)
Freitag, 26. November
14:30 Uhr: Offizielles Training
17:10 Uhr: Qualifikation

Samstag, 27. November
15:30 Uhr: Probedurchgang
16:30 Uhr: Wettkampf

Sonntag, 28. November
15:15 Uhr: Qualifikation
16:15 Uhr: Wettkampf

Alle Zeiten: CET (Ruka: + 1 Stunde)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at