Artenschutz in der Steiermark: Es ist fünf vor zwölf – Landesregierung muss endlich „aufwachen“!

Dass nun, wie von den Grünen schon lange gefordert, die „rote Liste gefährdeter Tierarten in der Steiermark“ nach 40 Jahren endlich erneuert wurde, lässt im Ergebnis die Alarmglocken läuten: Aktuell sind 411 Tierarten in der Steiermark vom Aussterben bedroht sowie 486 stark gefährdet, rund die Hälfte aller untersuchten Arten musste als gefährdet eingestuft werden.

„Es ist fünf vor zwölf“, sagt dazu die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl, die heuer ja auch mit einem Grünen Artenschutz-Schwerpunkt durch die steirischen Bezirke getourt ist um auf die Bedrohung aufmerksam zu machen: „Ohne den Schutz der Lebensräume gibt es keinen Artenschutz“, betont Krautwaschl und fügt hinzu: „Der rasant fortschreitende Verlust der weltweiten Biodiversität ist neben der Klimaerwärmung die zweite große Bedrohung unserer Zeit!“

Die Grüne Klubobfrau verweist dazu auch auf den Zusammenhang zwischen Raumplanung und Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Der Flächenverbrauch in der Steiermark ist enorm, es ist bekannt, dass täglich Boden im Ausmaß von ca. 2,7 ha versiegelt wird: „Das bedeutet nicht nur katastrophale Auswirkungen in Form von lokalen Überschwemmungen aufgrund mangelnder Versickerungsmöglichkeit bei (auch klimaveränderungsbedingt) immer häufiger werdenden Stark-Niederschlagsereignissen, sondern auch, dass Natur und Umwelt, respektive ansässige Arten (Pflanzen wie auch Tiere) ihres Raumes beraubt und immer weiter zurückgedrängt werden. Daher muss in der Raumplanung den Aspekten des Umwelt-, des Natur- und des Artenschutzes ein höherer Stellenwert eingeräumt werden„, so Krautwaschl – ein entsprechender Grüner Antrag „wartet“ bereits im Landtag auf Behandlung: „Die Landesregierung muss (auch) beim Artenschutz endlich aufwachen!“

Foto: podesser.net

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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