Der November steht im Zeichen der Rechte von Kindern


KinderrechteWoche: „Kinderrechte gehen uns alle an“ 

Graz, am 5. November 2021.- Das Kindeswohl und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen für eine gelungene Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auch in Zeiten einer Pandemie nicht aus den Augen verlieren, stand im Mittelpunkt der heutigen Pressekonferenz im Medienzentrum Steiermark.Seit Start der Pandemie sind alle Menschen vor große und neue Herausforderungen gestellt. Für Kinder und Jugendliche bedeuten die gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefährdung aber nicht nur Änderung und Herausforderung, sondern beeinflussen ihre Entwicklung nachteilig und nachhaltig. Diese Umstände machen es besonders notwendig, Kinderrechte, die Mindeststandards für eine gelungene Entwicklung definieren, wieder in den Blick zu nehmen.

Daher weist die Kinder und Jugendanwältin des Landes Steiermark, Denise Schiffrer-Barac,nachdrücklich darauf hin, dass es unbedingt notwendig ist, Kinderrechte in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen spürbar zu machen. Dies benötige Partizipation sowie die Achtung der Kinderrechte gerade im hier und jetzt. „Kinder sind nicht nur unsere Zukunft, Kinder sind unsere Gegenwart. Wie die Zukunft von uns allen aussieht, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie wir mit unseren Kindern und Jugendlichen umgehen und was wir ihnen vermitteln.“Die Steirische „KinderrechteWoche“ als Plattform für gelebte Solidarität sowie für Zusammenhalt und Gemeinschaft gibt Kindern und Jugendlichen zum sechsten Mal in Folge bei unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktionen rund um den 20. November, dem internationalen Tag der Kinderrechte, eine Stimme, um unüberhörbar und unübersehbar auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Die „KinderrechteWoche“ ist ein Projekt der Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark in Kooperation mit dem Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz, dem Projekt „Kenne deine Rechte (ETC Graz)“, beteiligung.st sowie dem Kinderbüro – die Lobby für Menschen bis 14.Dem Pandemiegeschehen Rechnung tragend finden dieses Jahr im Rahmen der „Steirischen KinderrechteWoche“ unterschiedliche Formen von Veranstaltungen zum Thema Kinderrechte statt – in digitaler Form, in Präsenz sowie auch als Hybridform. Im Zentrum soll dabei die Frage nach Chancengleichheit stehen.

Juliane Bogner-Strauß, Landesrätin für Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Pflege, stellt sich auch heuer wiederum, wie schon in den vergangenen Jahren, in den Dienst der guten Sache: „Die Corona-Pandemie fordert Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familien außerordentlich heraus. Während dieser Zeit ist es wichtig, auf Kinderrechte aufmerksam zu machen, denn Kinderrechte sind eine besondere Form der Menschenrechte. Kinder und Jugendliche müssen in unserer modernen Gesellschaft gehört werden, damit nicht nur ihre Rechte im Alltag vollumfänglich integriert und auch gelebt werden, sondern auch damit das Wohlergehen der nächsten Generationen gesichert ist.“Auch die von Landesrätin Juliane Bogner-Strauß initiierte Kampagne „Kein Platz für Hate“, eine Aktion rund um das Problemfeld Mobbing, wird in der „KinderrechteWoche 2021″ ihren offiziellen Abschluss finden. Inhalt der großangelegten Initiative waren unter anderem Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen, sowie andere für Kinder und Jugendliche verantwortliche Personen. Sowohl auf Social-Media-Kanälen als auch mittels Plakaten, die steiermarkweit positioniert wurden, konnte Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema gelenkt werden. Einen weiteren wichtigen Baustein stellte hier der sogenannte Elternratgeber dar, eine Broschüre für mit Mobbingthemen befasste Eltern.Auch die Anlauf- und Koordinierungsstelle bei Mobbing bemerkt die steigende Anruferfrequenz seit Start der Kampagne. Das Ziel, Kinder und Jugendliche für die Thematik sensibilisieren zu können, scheint erreicht worden zu sein. „Die aktuellen Herausforderungen mahnen uns als Gesellschaft, dass Kinder verstärkt in ihren Bedürfnissen ernst genommen und in ihren Rechten gestärkt werden müssen. Die Menschenrechtsstadt Graz unterstützt das zukunftsweisende und mahnende Wirken der Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark, damit die Stimmen von Kindern lauter, selbstbestimmter und unüberhörbarer werden: Als Bürgerinnen und Bürger tragen wir Verantwortung, mit Vorbildwirkung dazu beizutragen, dass Kinder und Jugendliche im Alltag erfahren dürfen, dass ein würdiges Leben kein Privileg sondern ein Recht ist, auf das sie Anspruch haben“, erklärt Angelika Vauti-Scheucher, Vorsitzende des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz.

Manuela Khom, steirische Landtagspräsidentin, unterstreicht in ihrem Statement die Bedeutung der steirischen „KinderrechteWoche“: „Die Kinderrechte-Woche hat sich in den letzten Jahren als großartiges Erfolgsprojekt bewährt und zu einer wichtigen jährlichen Tradition entwickelt. In der bereits sechsten steirischen ,KinderrechteWoche‘ soll in vielfältiger Weise, unübersehbar und unüberhörbar auf Kinderrechte aufmerksam gemacht werden. Die Kinder und Jugendlichen von heute werden unsere Zukunft gestalten, daher müssen wir ihnen zuhören, Vorbild sein und auf ihre Bedürfnisse eingehen – vor allem in einer Zeit, wo sie mit vielen Einschränkungen und Veränderungen umgehen lernen mussten. Auch heuer wieder werden bei den Workshops von ,Mitmischen im Landhaus‘ im Rahmen der Aktionswoche die Kinderrechte im Themenfokus stehen und unseren jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nähergebracht. Ich danke der Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark sowie allen weiteren Unterstützenden für diese wertvolle Initiative für die Rechte von Kindern und Jugendlichen!“

Jugendstadtrat der Stadt Graz, Kurt Hohensinner, erklärt: „Die ,KinderrechteWoche‘ ist bereits zum sechsten Mal ein klares Statement der Steiermark, sich noch mehr für die Rechte unserer Kinder, unserer Zukunft einzusetzen. Kinderrechte liegen uns in Graz besonders am Herzen und das soll kein Lippenbekenntnis sein. Mich freut es, dass wir bisher mit meinen Ressorts Jugend und Familie, Bildung, Soziales und Sport ganz stark dafür sorgen konnten, dass Kinder in Graz zu ihren Rechten kommen. Da wollen wir zukünftig noch viel weitergehen, wir planen Graz zu einer Stadt der Kinderrechte zu machen, ein Kinder- und Jugendjahr 2022 abzuhalten, um unseren Kindern wieder mehr Perspektiven und Lebensfreude nach den Jahren der Pandemie zu vermitteln.“Traditionell gestartet wird die „KinderrechteWoche“ am 12. November mit der Verleihung des Steirischen Kinderrechtepreises im Rahmen der „TrauDi Gala“. Vor allem in den Tagen danach finden Workshops, Themenwerkstätten, Fachgespräche, Diskussionen für und mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen statt.Das große Finale der „KinderrechteWoche“ bildet der Kinderrrechte Song Contest am 19. November. Doch auch nach diesem symbolischen Datum gehen die Aktivitäten weiter, sodass der ganze November im Zeichen der Kinderrechte steht. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Jede noch so kleine Verbesserung der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Jeder Einsatz lohnt sich. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es noch wesentlicher, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen, sie zu beachten und in den Alltag zu integrieren.Nähere Informationen finden Sie auf der Website  www.kija.steiermark.at.

Graz, am 5. November 2021
Präsentierten gemeinsam das Programm zur KinderrechteWoche 2021: Angelika Vauti-Scheucher, Denise Schiffrer-Barac, LR Juliane Bogner-Strauß und Kurt Hohensinner (v.l.)
© Foto: Land Steiermark/Streib

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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