Neues Service der Lawinenwarndienste

Die im Vorjahr eingeführte einheitliche grafische Darstellung der Lawinenberichte Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark war eine deutliche Verbesserung, wie 89 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer in einer Umfrage angaben. Ab dem kommenden Winter schließen sich auch die Lawinenwarndienste Vorarlberg und Bayern dieser Zusammenarbeit an.

Neu ist ab diesem Winter ein gemeinsames bundeslandübergreifendes Skitourenforum, das unter Leitung der ZAMG entwickelt wurde und mit 4. November 2021 startete.

Die Lawinenwarndienste bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Seit 4. November 2021 steht ein neues Skitourenforum zur Verfügung, in dem sich Skitourengeherinnen und Skitourengeher über Bundeslandgrenzen hinweg austauschen können. „Die Erfahrungsberichte und Fotos in Internet-Foren sind in den letzten Jahren eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Planung von Skitouren geworden. Hier werden auch wichtige Informationen zur Schneelage und zu möglichen Gefahren ausgetauscht“, sagt Projektleiter Arno Studeregger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Mit dem neuen bundeslandübergreifenden Skitourenforum wollen wir die Sportlerinnen und Sportler unterstützen und berücksichtigen auch den Trend, dass die Mobilität steigt und Informationen über Landesgrenzen immer mehr gefragt sind.“

Die Berichte sind auf www.skitourenportal.eu zu finden. Wer mitmachen will, meldet sich kostenlos über die jeweilige Website der Lawinenwarndienste Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark an.

Umfrage: Einheitliche Lawinenberichte eine großer Erfolg

Eine andere Zusammenarbeit der Lawinenwarndienste ist bereits im vergangenen Winter erfolgreich gestartet: Zur ersten Saison der neuen einheitlichen grafischen Darstellung der Lawinenberichte Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark gab es heuer im April eine Online-Umfrage. „Wir hatten über 1000 Teilnehmende und 89 Prozent fanden, dass das neue System eine Verbesserung ist. Das freut uns, und zeigt, dass wir hier in die richtige Richtung arbeiten“, sagt ZAMG-Lawinenexperte Arno Studeregger.

Die Lawinenwarndienste Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark arbeiten seit dem Winter 2020/21 in einem gemeinsamen Grafik- und Textsystem. Sie bieten damit ein einheitliches Layout und können sich beim Erstellen der Lawinenberichte noch besser abstimmen. Neu sind dabei unter anderem ´dynamische Kleinstregionen´, bei denen je nach Lawinensituation die regionalen Ausschnitte zusammengestellt werden. Ab dem Winter 2021/22 sind auch die Lawinenwarndienste Vorarlberg und Bayern Teil dieser Zusammenarbeit.

4. Internationales Lawinensymposium

Details und weitere Ergebnisse der Umfrage werden am Samstag, 6. November 2021, beim 4. Internationales Lawinensymposium in Graz präsentiert. Das Symposium bietet zahlreiche Vorträge und Workshops zu den Themen Schnee- und Lawinenkunde, Lawinenprognose und Meteorologie, Risikomanagement und rechtliche Aspekte (->Veranstaltungsinfos).

Jeden Winter durchschnittlich 20 bis 25 Tote durch Lawinen

In Österreich starben in den letzten Jahren pro Winter durchschnittlich 20 bis 25 Menschen in Lawinen. Viele dieser Unfälle wären mit einer besseren Tourenvorbereitung vermeidbar gewesen. Die österreichischen Lawinenwarndienste erweitern daher ständig ihr Angebot, um noch besser auf die Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer einzugehen.

Die ZAMG betreibt im Auftrag der jeweiligen Länder die Lawinenwarndienste für die Steiermark, Niederösterreich und die Niederösterreichischen Landesbahnen (NÖVOG). Mit den anderen Lawinenwarndiensten Österreichs besteht eine enge Zusammenarbeit bezüglich Wetterdaten, Vorhersagen und Warnungen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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