FF-Ardning: Übung ÖBB-Bosrucktunnel

„Einsatz im ÖBB-Bosrucktunnel“ stand als Thema für die Kameraden/-innen der FF-Ardning und Frauenberg / Enns am 08.10.2021 auf dem Übungsplan. Übungsbeobachter waren u. a. Bezirkshauptmann Dr. Christian Sulzbacher, Katastrophenschutz-Referent Christian Gebeshuber und ABI Roland Rohrer.

 Übungsziel/Übungsablauf

Die Übung „Einsatz im ÖBB-Bosrucktunnel“ begann mit einer Unterweisung des Regionalen Sicherheitsbeauftragten (RSB) der ÖBB, Hr. Röthleitner bezüglich des Einsatzes im Gleisbereich, bevor der Zugverkehr im ÖBB – Bosrucktunnel für die Durchführung der Übung eingestellt wurde. Im Zuge dieser Unterweisung wurden auch das ÖBB – Einsatzleiter – System vorgestellt und insbesonders der Tunneleinsatz behandelt.

Der erste Schwerpunkt der Übung lag auf der Herstellung des „sicheren Einsatzbereiches“, welcher die Grundlage für sämtliche Einsätze im ÖBB-Gleisbereich ist. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei die Bundesländergrenze zu Oberösterreich dar, da die Einsatzkräfte über die Landesgrenze hinweg miteinander kommunizieren müssen. Unter Aufsicht des RSB wurde in Zusammenarbeit mit dem ÖBB – Fdl – Notfallkoordinator sowie der FF Spital am Pyhrn anschließend der sichere Einsatzbereich hergestellt, wobei hierfür mehrere Arbeitsschritte, zum Teil zeitgleich mit der FF Spital am Pyhrn, durchzuführen sind. Hilfsmittel sind hierbei Checklisten, welche den Feuerwehreinsatzleiter unterstützen und zur schnellen Herstellung des sicheren Einsatzbereiches dienen. Ebenso wurden die verschiedenen Kommunikationsformen (GSM, BOS-Digitalfunk, 70cm – Arbeitsfunk) sowohl im Bereich des Südportals als auch zur FF Spital am Pyhrn bzw. zum ÖBB – Fdl – Notfallkoordinator beübt.

Der 2. Übungsschwerpunkt lag auf der Beübung der Vorsorgegerätschaften der ÖBB. So galt es, das RLFA-2000 der FF Frauenberg sicher am Tunnelrettungszug zu verladen und den Wasserbezug vom Kesselwagen herzustellen. Danach wurde erstmals das Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) der FF Ardning auf den Rettungszug aufgeladen und die Zubringleitung vom RLFA-2000 hergestellt. Nachdem die Verladung abgeschlossen war und die FF – Mannschaft und die Übungsbeobachter aufgestiegen waren, fuhr der Tunnelrettungszug ebenfalls in den Tunnel ein und beübte den Einsatz des LUF. 

Bereits zuvor wurden gem. der Übungsannahme „technischer Einsatz mit Menschenrettung“ die Rollpaletten zusammengebaut, mit den nötigen Gerätschaften beladen und im Tunnel u. a. der Wasserbezug aus dem Sohlenkanal beübt.

Auch die Kameraden jenseits des Tunnels waren in die Übung eingebunden, es wurde u. a. ein Löschangriff in Verbindung mit einem Atemschutzeinsatz durchgeführt.

Nach einer kurzen Lagebesprechung – unter Teilnahme des zwischenzeitlich vor Ort befindlichen ÖBB Einsatzleiters – wurden sämtliche Feuerwehreinsatzkräfte und Gerätschaften wieder aus dem Gleisbereich abgezogen, der sichere Einsatzbereich rückgebaut und der ÖBB – Bosrucktunnel zwecks Wiederaufnahme des Betriebes an den ÖBB – Einsatzleiter übergeben.

 Schlussbesprechung

Nachdem die vollständige Einsatzbereitschaft sämtlicher Gerätschaften wieder hergestellt wurde, fand eine kurze Schlussbesprechung statt, bei der die gewonnenen Erkenntnisse ausgetauscht und Verbesserungsvorschläge vorgebracht wurden. HBI Rene Lesch betonte im Rahmen der Schlussbesprechung, wie wichtig ein strukturiertes Vorgehen und die Einhaltung der vorgegebenen Abläufe ist. Die Errichtung einer Einsatzleitung und die Herstellung des sicheren Einsatzbereiches mittels Abarbeitung der Checklisten durch die beteiligten Portalfeuerwehren sind unverzichtbare Schritte, bevor ein Einsatz im ÖBB – Bosrucktunnel möglich ist!

Fotos: FF Frauenberg / Enns

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at