KPÖ: Die Pflegekrise sichtbar machen!

Protestaktion am 19. Oktober vor dem Landtag, Dringliche Anfrage der KPÖ an LR Bogner-Strauß

Die Pflegekrise hat die Steiermark längst erreicht. Zahlreiche Beschäftigte haben in den letzten Monaten aufgrund der Arbeitsbedingungen das Handtuch geworfen. Schlechte Vereinbarkeit mit dem Familienleben, Unterbezahlung und Überarbeitung führen dazu, dass immer weniger Menschen bereit sind, in Pflegeberufen zu arbeiten. Die politische Verantwortung wird vom Land an den Bund und von dort zurück gespielt. Dabei ist es fünf nach zwölf.

Die KPÖ wird das Thema erneut im Rahmen einer Dringlichen Anfrage an die zuständige Landesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) im Rahmen der nächsten Sitzung am Dienstag, 19. Oktober, in den Landtag tragen. Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren, bereits jetzt hat der Personalnotstand beängstigende Dimensionen erreicht. Doch die Politik stellt sich taub und möchte die Lücke mit Arbeitskräften aus Kolumbien auffüllen. „Bei manchen der politisch Verantwortlichen scheint noch gar nicht angekommen zu sein, dass wir in einer Pflegekrise stecken. Wir möchten gemeinsam mit den Beschäftigten einen Beitrag leisten, sie wachzurütteln„, so KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Vor Beginn der Landtagssitzung rufen in der Pflege Beschäftigte zu einer Protestaktion in der Grazer Herrengasse 16 vor dem Eingang zum Landhaus – 19. Oktober, 9 bis 9.45 Uhr – unter dem Motto „Unsere Arbeit ist mehr wert!“ auf. „Die medizinische Versorgung, Pflege und Betreuung von Menschen ist eine schöne, aber auch sehr schwere und verantwortungsvolle Aufgabe. Dafür wollen wir faire Arbeitsbedingungen und endlich entsprechend entlohnt werden!“, heißt es im Aufruf zur Kundgebung.

Die wichtigsten Forderungen:

‣ Deutliche Aufstockung der Ausbildungsplätze gegen den Personalnotstand

‣ Bessere Bezahlung und mehr Freizeit für das Pflegepersonal

‣ Mehr Personal & Anhebung des Pflege-Schlüssels

‣ Höhere finanzielle Unterstützung für Menschen in Pflege-Ausbildungen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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