Politischer Erdrutsch bei Gemeinderatswahlen in Graz: KPÖ stärkste Partei.

Die Graz-Wahl hat einen Erdrutsch gebracht: Mit großen Gewinnen übernimmt die KPÖ Platz eins von der Bürgermeisterpartei ÖVP, die viel verliert. Bgm. Nagl hat zwischenzeitlich seinen Rücktritt erklärt.

Die KPÖ legte fast neun Prozentpunkte zu und kommt auf knapp 29 Prozent; die ÖVP wiederum verlor zweistellig und sank auf unter 26 Prozent. Auch die FPÖ verliert stark und liegt nur knapp vor der SPÖ. Die Grünen legen deutlich zu, NEOS schafft erneut den Einzug in den Gemeinderat.

Laut ORF Stmk und Sora ergibt sich folgende Verteilung:

Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zum Rücktritt von Bürgermeister Siegfried Nagl

Um 18.40 Uhr gab der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl nach der Graz-Wahl seinen Rücktritt bekannt. Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer erklärt dazu: „Siegfried Nagl hat Graz zu dieser blühenden Landeshauptstadt gemacht, die sie heute ist. Er hat mich kurz vor seinem Statement über seine Entscheidung informiert, die ich respektiere. Ich danke ihm für seinen großartigen Einsatz! Nun gilt es, Kurt Hohensinner mit aller Kraft zu unterstützen und weiterhin mit vollem Elan für Graz zu arbeiten.“

FPÖ Kunasek: Politisches Erdbeben in Graz!

Im Zuge der heutigen Gemeinderatswahl in Graz ereignete sich ein politisches Erdbeben. Die ÖVP wurde massiv abgestraft und die KPÖ erreichte den ersten Platz. Der Landesparteiobmann der FPÖ Steiermark dazu in einer ersten Reaktion: „Das heutige Ergebnis löst eine massive Veränderung in der politischen Landschaft der Stadt Graz aus. Wir Freiheitliche werden das Ergebnis genau analysieren und uns auch ansehen, wodurch die Zugewinne der erfolgreichen politischen Parteien konkret zustande kamen. Vor allem gilt es, den Bürgerkontakt weiter zu intensivieren. Nach aktuellen Hochrechnungen dürfte die FPÖ den Stadtrat halten und somit im Gemeinderat und Stadtsenat vertreten sein. Die Funktionäre der FPÖ Graz haben jedenfalls einen engagierten Wahlkampf geleistet. Der Verlust eines Drittels der Stimmen deckt sich mit den Einbußen, die sich auch bei Landtagswahlen in der Steiermark und Oberösterreich sowie auf Bundesebene ereigneten. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und natürlich alles daran zu setzen, wieder stärker zu werden.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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