Georg Gerharter für weitere fünf Jahre Obmann von „Biolandwirtschaft Ennstal“

Der Ramsauer Georg Gerharter (Simonbauer) wurde am 22. September 2021 im ÖHA (Öblarner Haus für alle) als Obmann des Bioverbandes „Biolandwirtschaft Ennstal“ wiedergewählt. Sein neuer Stellvertreter ist Landjugend-Bezirksobmann Rupert Moosbrugger. Neben den Neuwahlen waren GAP / ÖPUL sowie eine Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit zentrale Themen der Mitgliederversammlung.

Öblarn, 22. September 2021 – Bei der 31. Mitgliederversammlung am 22. September wurde zunächst beschlossen, dass der Vorstand künftig für fünf statt wie bisher für drei Jahre gewählt ist. Im Rahmen der Neuwahlen blieb vieles konstant: Georg Gerharter ist weiterhin als Obmann aktiv, Josef Schmiedhofer bleibt Kassier, Geschäftsführer Max Scharzenberger agiert nach wie vor als Schriftführer. Auch die Vorstandsmitglieder Helmut Hinterschweiger, Georg Radlingmayer und Veronika Engelhardt hängen eine weitere Periode an. Der bisherigen Obmann-Stellvertreterin Christa Schörkmaier und Vorstandsmitglied Alfred Kapp wurde aufrichtig für ihr jahrelanges Engagement gedankt. Neuer Obmann-Stellvertreter ist der Öblarner Rupert Moosbrugger, neue Vorstandsmitglieder sind Viktoria Gewessler (Bad Mitterndorf) und Anna Schaunitzer (Lassing).

„ÖPUL muss Bio in vollem Umfang anerkennen und abgelten“

Seit 2005 setzt sich Georg Gerharter als Obmann für die Biobäuerinnen und Biobauern im Bezirk Liezen ein. Die größte aktuelle Herausforderung sieht er im neuen ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft): „Drei Jahre wurde intensiv verhandelt, bis es im Juni in der EU zu einem Kompromiss für die neue Gemeinsame Agrarpolitik, kurz GAP, gekommen ist. Innerhalb dieses europäischen Rechtsrahmens sind nun die Mitgliedsstaaten gefordert, die GAP umzusetzen. Es ist ein erklärtes europäisches Ziel, die neue GAP bestmöglich zur Unterstützung der biologischen Landwirtschaft zu nutzen. Nach den aktuellen Plänen des österreichischen Landwirtschaftsministeriums ist im ÖPUL allerdings bisher keine eigene Maßnahme für die biologische Wirtschaftsweise vorgesehen. Das sehe ich als Rückschritt und Schwächung für Bio. Daher setzen wir Bioverbände uns österreichweit massiv dafür ein, dass die Leistungen der Biobäuerinnen und Biobauern in vollem Umfang anerkannt und abgegolten werden.Im Anschluss an die offiziellen Tagesordnungspunkte präsentierte Claudia Gerhardter einen Prototypen der neuen Webseite des Verbandes, die heuer noch online gehen wird. Sie dient als wichtige Kommunikationsdrehscheibe für die regionale Biolandwirtschaft und interessierte Konsumenten – flankiert von agilen Social-Media-Präsenzen auf Facebook und Instagram.

Biolandwirtschaft Ennstal

Der Bioverband „Biolandwirtschaft Ennstal“ wurde als regionale Initiative bereits 1989 gegründet. Heute führt jeder dritte Bauer im Bezirk Liezen seinen Betrieb nach den strengen Regeln für die Biolandwirtschaft. Die 550 Verbandsmitglieder bewirtschaften rund 11.000 Hektar Grünland und circa 4.000 Hektar Eigenalmen. Bedingt durch die alpine Lage und das damit verbundene raue Klima liegt der Schwerpunkt in der Viehhaltung (Rinder und Schafe) sowie in der Erzeugung von Biomilch und Biofleisch. Weitere wirtschaftliche Standbeine sind die Beherbergung von Urlaubsgästen und die Bewirtschaftung von Almhütten.

www.facebook.com/biolandwirtschaft.ennstalwww.instagram.com/biolandwirtschaft.ennstal

© Martin Huber

Der neue Vorstand des Bioverbandes „Biolandwirtschaft Ennstal“ – v. l.: Veronika Gewessler, Josef Schmiedhofer, Rupert Moosbrugger, Max Scharzenberger, Georg Gerharter, Helmut Hinterschweiger, Anna Schaunitzer, Georg Radlingmayer. Nicht am Bild: Veronika Engelhardt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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