VCÖ: In der Steiermark ist Anzahl der häufig Radfahrenden seit 2007 um mehr als ein Drittel gestiegen

VCÖ: Rad-Infrastruktur verstärkt ausbauen, mehr Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet 

VCÖ (Wien, 21. September 2021) – Bereits jeder dritte in der Steiermark nutzt das Fahrrad häufig als Verkehrsmittel, macht der VCÖ anlässlich des morgigen Autofreien Tags aufmerksam. Schon vor dem durch Covid-19 verstärkten Radfahrboom hat die Zahl der häufig Radfahrenden seit dem Jahr 2007 um mehr als 90.000 auf 341.000 zugenommen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Der VCÖ spricht sich für den verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur sowie mehr Verkehrsberuhigung im Ortsgebiet aus.

„Das Fahrrad wird für immer mehr Menschen in der Steiermark ein wichtiges Verkehrsmittel. Als bewegungsaktive Mobilität ist Radfahren nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern ist auch sehr gesund“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger anlässlich des morgigen „Autofreien Tags“ fest. Und: Gerade auf Kurzstrecken ist der Spritverbrauch hoch. Wer kurze Strecken möglichst oft mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, muss seltener tanken und spart sich viel Geld. 

Die Covid-19 Pandemie hat den Radfahrboom verstärkt. Dabei haben schon im Jahr 2019 fast 700.000 Steirerinnen und Steirer das Fahrrad zumindest gelegentlich als Verkehrsmittel genutzt. Nicht inkludiert sind in dieser Zahl die Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren. Die Hälfte der radelnden Steirerinnen und Steirer nutzt das Fahrrad täglich oder mehrmals die Woche im Alltag als Verkehrsmittel, berichtet der VCÖ. Besonders erfreulich: Die Zahl der häufig Radfahrenden ist in der Steiermark seit dem Jahr 2007 um über 90.000 gestiegen. 

Der VCÖ weist darauf hin, dass das Potenzial für mehr Radverkehr in der Steiermark sehr groß ist. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, sechs von zehn kürzer als 10 Kilometer. Und viele Autofahrerinnen und Autofahrer fahren auch Rad. „Der Trend zum Elektro-Fahrrad vergrößert das Potenzial noch einmal deutlich. Die wichtigste Voraussetzung, dass mehr kürzere Autofahrten auf das Fahrrad verlagert werden, ist eine gute Rad-Infrastruktur und im Ortsgebiet eine radfahrfreundliche Verkehrsplanung“, erklärt VCÖ-Experte Schwendinger.

Der VCÖ erinnert an die offiziellen Planungsrichtlinien. Demnach soll ein Radweg mindestens zwei Meter breit sein, ein Zweirichtungsradweg mindestens drei Meter. Dass ein Radweg in der Region auch sehr günstig errichtet werden kann, ist zum Beispiel in Kärnten auf der B83 bei Arnoldstein zu sehen. Dort wurde auf der überdimensionierten Freilandstraße ein eineinhalb Meter breiter Grünstreifen herausgefräst, daneben blieb auch noch Platz für einen Radweg. 

Viele nutzen das Fahrrad auch als Zubringer zur Bahn und sind damit besonders klimafreundlich mobil. Der VCÖ erhebt nun, wie fahrradfreundlich die Bahnhöfe sind. Im Internet können unter map.vcoe.at noch bis Mitte Oktober Bahnhöfe bewertet werden, wie gut sie mit dem Fahrrad erreichbar sind, ob es ausreichend Fahrrad-Abstellplätze gibt und wie deren Qualität ist. 

Wie fahrradfreundlich sind die steirischen Bahnhöfe? Bewerten unter https://map.vcoe.at/

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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