Ausseerland: Narzissenfest ab 2022 nur mehr jeweils an einem Ort

Bei der für heute, 21,9. angekündigten Vorstellung des neuen Konzeptes für das Narzissenfest hat sich das Interesse der Bevölkerung in extremen Grenzen gehalten. In den Kurhaussaal in Bad Aussee waren nur etwa 70 Personen gekommen. Ist das Interesse für das größte Frühlingsfest Österreichs verebbt?

Organisationschef Ing. Rudolf Grill gab in seinem Vortrag einen Überblick über die finanzielle Situation und die Entwicklung der ZuschauerInnenzahlen – 12.000 zahlende Menschen müssen am Sonntag zum Fest kommen, sonst kann man unter den gegebenen Umständen nicht positiv bilanzieren. Und man denkt darüber nach, diese Mindestgrenze nach unten zu verändern, um dem Overtourism entgegenzuwirken. Man müsse auch auf aktuelle Veränderungen reagieren, dabei nannte er die coronabedingte Veränderung der Reiselust, die damit verbundene Meidung von Massenveranstaltungen. Letztlich gehe es auch um den Nachhaltigkeitsgedanken, den er aber nicht näher ausführte.

Das neue Konzept ab 2022 sieht folgendes vor: Das Narzissenfest wird künftig nur mehr an einem Ort stattfinden, ab 2022 gibt es in Altaussee einen Auto- und Bootskorso, das Ganze soll in eine Art Volksfest eingebunden sein. Selbiges wird auch in Grundlsee stattfinden, in Bad Aussee gibt es dann nur mehr einen Stadtkorso. Grundgedanke für dieses neue Konzept war unter anderem, dass sich das Fest auf diese Weise leichter organisieren, auch vermarkten lasse und der Stressfaktor für die BesucherInnen reduziert werde.

Die anschließende Diskussion hielt sich – wie der Besuch – in starken Grenzen: 3 Wortmeldungen, eine davon war kritisch. Die Bad Ausseer Gewerbetreibende beklagte, dass man sich damit vom Ursprungsgedanken des Festes entfernt hätte und es für die Bad Ausseer Wirtschaft große Umsatzeinbußen geben werde. Die geführten anschließenden Gespräche zeigten bei den BesucherInnen der Veranstaltung eigentlich recht positive Akzeptanz.

Mehr in einem ARF – Fernsehbericht

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. Als einer, der das wunderschöne Blumenfest von Beginn an miterlebt hat, möchte ich sagen, dass ständig an Form und Austragung geknabbert wurde, dass Sehenswertes weggelassen wurde, sozusagen dem Billigmodus überlassen, bin da der Meinung, dass man schon auch Geld in die Hand nehmen sollte, um den Gästen eine tolle Veranstaltung zu bieten, statt dessen hat man ständig abgespeckt, die Kleinveranstaltungen wie etwa Stahelschießen, Saiblingsessen mächtig propagiert, zu denen dem geneigten Gast nicht einmal ein Shuttledienst angeboten wurde, die Idee mit dem Stadtkorso war toll, trotzdem hatte auch der Autokorso seine große Bedeutung, den rauschenden Ball hat man sich sparen können, stattdessen eben den Heimatabend, in dem man einen Teil unserer Volkskultur an die Gäste weitergibt, in jedem Fall effizienter als die Präsentation irgendwelcher saumseliger Prominenz, auf welcher Ebene auch immer, da ich immer gearbeitet bzw. musiziert habe, wurde ich oft gefragt, wo und wann denn da überhaupt das Narzissenfest stattfindet, weil die vielen Kleinveranstaltungen im Programmheft eher verwirrten als informierten, ja, es gäbe genug zu tun, um die Durchführung dieses wunderbaren Blumenfestes wieder auf festes und nachhaltiges Gerüst zu stellen, zu der Abhaltung an den Seen gibts nichts Nachteiliges zu sagen, wenn man genügend Parkfläche bzw. Platz für die Fußgänger bereitstellen kann, da der Shuttledienst zu den Seen erspart bliebe und auch den Gästen die stundenlangen Anmärsche, in denen sie oft nicht einmal wussten, in welche Richtung sie rennen! Also, liebes Komitee, ran an die Pouletten, damit wir im nächsten Jahr ein herrliches und gut durchdachtes Narzissenfest zur Freude aller präsentieren können!!

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