Auch der Gemeinderat von Irdning-Donnersbachtal ist einstimmig für mehr Bodenschutz

Immer mehr steirische Gemeinden wollen etwas gegen das ausufernde Zubetonieren und den Flächenfraß unternehmen. Auch der Gemeinderat von Irdning-Donnersbachtal hat sich diese Woche in einer Petition für einen besseren Bodenschutz ausgesprochen. Die von den Grünen Gemeinderätinnen Gundula Uray und Marion Eberhardt eingebrachte Petition wurde (um einige Punkte ergänzt) einstimmig angenommen.

Der steirische Landtag wird somit auch von der Gemeinde Irdning-Donnersbachtal aufgefordert, das Raumordnungsgesetz um wichtige Aspekte zu ergänzen, darunter die Festschreibung des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes in der Raumordnung, die Mobilisierung aller als Bauland gewidmeten Flächen und die bevorzugte Förderung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Ortskern statt am Ortsrand.

Die Freude über diesen Grünen Erfolg ist bei Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl groß:
„Mit unserer Inititiative Boden verschwenden beenden haben wir den Nerv der Zeit getroffen. Nicht nur in der Bevölkerung wächst der Unmut darüber, dass immer mehr zubetoniert wird. Auch in den anderen Parteien stoßen wir auf viel Zustimmung mit unserer Forderung, dass es so nicht weitergehen kann. Wir brauchen eine neue Raumordnung, sonst verlieren wir buchstäblich den Boden unter unseren Füßen.“

Mit Irdning-Donnersbachtal hat bereits die sechste Gemeinde eine Bodenschutz-Petition beschlossen, nach St. Radegund, Zeltweg, Eggersdorf bei Graz, Gratkorn und Kainbach bei Graz. All diese Gemeinden haben sich für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Raumordnung, gegen die Zersiedelung und für die Stärkung des Ortskerns ausgesprochen.

Die Grünen werden im Landtag nicht lockerlassen, betont Krautwaschl: „Es wird sich im Herbst zeigen, wie wichtig der Landesregierung der Schutz unseres steirischen Bodens tatsächlich ist. Die angekündigte Reform der Raumordnung muss rasch umgesetzt werden.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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