Chemieunfall: Schwefelwasserstoff eingeatmet- kritischer Zustand. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Arbeitsunfall

Feldbach, Bezirk Südoststeiermark. – Freitagnachmittag, 10. September 2021, ereignete sich gegen 17.00 Uhr in einem Firmenobjekt ein schwerer Arbeitsunfall. Ein Mitarbeiter (41) befindet sich im LKH Feldbach, sein Zustand ist kritisch. Fünf weitere Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte ein bislang unbekannter Mitarbeiter, irrtümlich Schwefel und Schwefelnatrium zusammengeführt haben. Daraufhin reagierten diese beiden Substanzen und setzten wiederum Schwefelwasserstoff frei. Ein Mann (41) dürfte diese Substanz in großen Mengen eingeatmet haben. Der Mann wurde bewusstlos. Rettungskräfte (ÖRK und Notarzt C12) reanimierten den Mann und transportierten ihn in das LKH Feldbach. Dort befindet er sich nach wie vor. Sein Zustand ist kritisch. Fünf weitere Mitarbeiter (32 bis 57) führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und erlitten leichte Verletzungen. Diese wurden im LKH Feldbach ambulant behandelt. Im Einsatz befanden sich neben den Rettungskräften insgesamt 17 Feuerwehren (25 Fahrzeuge, 88 Personen) aus dem Bezirk Südoststeiermark. Diese führten mit schwerem Atemschutz und Schutzanzügen eine Neutralisierung des Schwefelwasserstoffes durch. Der Einsatz konnte um 22.00 Uhr beendet werden. Für weitere Mitarbeiter des Betriebes und für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Die weiteren Ermittlungen werden gemeinsam mit dem zuständigen Arbeitsinspektorat geführt. Sobald es der Gesundheitszustand der Zeugen zulässt (Befragung der verletzten Arbeiter), werden die Ermittlungen fortgeführt.

Verkehrsunfall

Neudau, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Freitagnachmittag, 10. September 2021, ereignete sich auf der L411 ein Verkehrsunfall. Ein Rennradfahrer (43) stürzte nachdem er mit einem Pkw, gelenkt von einem 36-Jährigen zusammentraf. Der Radfahrer befindet sich mit schweren Verletzungen im LKH Hartberg.

Gegen 17.20 Uhr lenkte der 36-Jährige (HF) seinen Pkw im Ortsgebiet von Neudau in Richtung Norden. Als er in die Schweizerhausgasse einzubiegen beabsichtigte, kam ihm der 43-jährige (HF) Rennradfahrer entgegen. Der Radfahrer kam zu Sturz und verletzte sich schwer am Oberkörper. Die Unfallursache ist derzeit ungeklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Rettung transportierte den Verletzten in das LKH Hartberg, dort wurde er stationär aufgenommen.

Verkehrsunfall mit Personenschaden

St. Lambrecht, Bezirk Murau. – Samstagmittag, 11. September 2021, ereignete sich auf der L502 ein schwerer Verkehrsunfall. Eine 60-jährige Pkw-Lenkerin stieß frontal gegen einen entgegenkommenden Motorradfahrer. 

Die Pkw-Lenkerin aus dem Bezirk Murau fuhr gegen 13.00 Uhr von St. Blasen in Richtung Mariahof. Zum selben Zeitpunkt lenkte ein 52-jähriger Kärntner sein Motorrad in entgegengesetzter Richtung. Bei einem Abbiegemanöver übersah die 60-Jährige den Motorradfahrer und es kam zur Frontalkollision. Der Rettungshubschrauber C14 transportierte den Motorradfahrer mit schweren Verletzungen in das UKH Klagenfurt. Die L502 war für die Dauer der Unfallaufnahme für den gesamten Verkehr gesperrt.

Mit Schreckschusswaffe bedroht

Graz, Bezirk Lend. – In der Marschallgasse wurden in der Nacht auf Samstag, 11. September 2021, drei Männer von drei Jugendlichen mit einer Schreckschusspistole bedroht. Die Täter wurden im Verlauf einer Fahndung festgenommen. 

Drei Syrer (18 bis 20) boten gegen 2.30 Uhr den Männern Drogen zum Verkauf an. Als die Opfer (23 bis 25) verneinten, zückte ein 18-jähriger in Graz wohnhafter Syrer eine Schreckschusspistole und zielte auf die drei Männer. Diese liefen unmittelbar darauf davon und verständigten den Polizeinotruf. Polizisten gelang es die Täter im Verlauf einer Fahndung anzuhalten und gegen 3.00 Uhr festzunehmen. Auch die Schreckschusspistole konnte sichergestellt werden. Im Verlauf der Vernehmung zeigte sich der 18-Jährige teilweise geständig. Laut seinen eigenen Angaben hätten ihn seine beiden Bekannten (aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) zur Straftat bestimmt. Drogen selbst, konnten nicht sichergestellt werden. Allen drei Beschuldigten wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Täter befinden sich derzeit im Polizeianhaltezentrum Graz. Die Festgenommenen werden nach Abschluss der Ermittlungen, über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die JA Jakomini eingeliefert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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