VCÖ: Statt mit Elterntaxi besser gesund und klimaverträglich zur Schule

VCÖ: Mit Verkehrsberuhigung und Schulstraßen gesunden Schulweg der Kinder fördern

VCÖ (Wien, 10. September 2021) – Am Montag startet in der Steiermark wieder die Schule. Der Schulweg ist für Kinder eine Chance, in Zeiten des zunehmenden Bewegungsmangels auf eine tägliche Portion Bewegung zu kommen, betont der VCÖ. Zudem ist die Verkehrssicherheit am Schulweg höher als auf Freizeitwegen. Kinder können Kompetenz im Verhalten im Straßenverkehr in einem gesicherten Umfeld erlangen. Elterntaxis nehmen Kindern diese Chance und verursachen zudem Verkehrsprobleme im Schulumfeld. Mehr Verkehrsberuhigung sowie mehr Schulstraßen fördern den gesunden Schulweg von Kindern betont der VCÖ.

Vor Covid-19 kamen rund drei Viertel der Kinder in der Steiermark zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zur Schule. Jedes 4. Kind wurde mit dem Auto zur Schule chauffiert, berichtet der VCÖ. Elterntaxis verursachen im Umfeld der Schulen oft ein Verkehrschaos und schaden auch dem eigenen Kind. Denn auf Schulwegen ist die Verkehrssicherheit dank Schulwegsicherung, Schülerlotsen und der erhöhten Aufmerksamkeit der Kfz-Lenkenden höher. Kinder können am Schulweg Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlangen, betont der VCÖ. Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht, wird ihnen diese Chance genommen.

Im Vorjahr ging in der Steiermark aufgrund der Lockdowns und des Homeschoolings die Zahl der Schulwegunfälle um 49 Prozent zurück und die Zahl der verletzten Kinder um 58 Prozent, berichtet der VCÖ.

Gemeinden und Städte sind gefordert, verstärkte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen. „Direkt vor dem Schulumfeld können Schulstraßen oder Wohnstraßen und Begegnungszonen die Situation verbessern. Darüber hinaus ist in den Wohngebieten eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung mit einem durchgängigen Netz an ausreichend breiten Gehwegen und übersichtlichen Übergängen wichtig“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Tempo 30 sollte im Ortsgebiet die Regelgeschwindigkeit sein, Tempo 50 die Ausnahme.

Wie kindgerecht Eltern die Verkehrsplanung im Wohnort empfinden, welche Problembereiche es gibt und welche Maßnahmen gewünscht werden, erhebt der VCÖ derzeit im Rahmen einer Umfrage. An dieser kann auch im Internet unter www.vcoe.at teilgenommen werden.

VCÖ-Tipps für den sicheren Schulweg: Am Beginn mit den Kindern den Schulweg gemeinsam gehen und das richtige Verhalten zu besprechen. Bei Schulanfängern und bei Kindern, die die Schule wechseln, ist es wichtig, den besten Schulweg zu eruieren. „Oft führen mehrere Wege in die Schule. Wichtig ist, den für das Kind besten und sichersten und nicht unbedingt den kürzesten Weg zu wählen“, erklärt VCÖ-Sprecher Gratzer. Den Schulweg aus der Perspektive des Kindes betrachten. Hindernisse oder parkende Autos, über die Erwachsene leicht hinwegblicken, können Kindern die Sicht leicht verstellen. Und: Am Schulweg bleibt das Handy in der Schultasche. Wer am Schulweg Gefahrenstellen sieht, unbedingt die Gemeinde davon informieren, damit Maßnahmen gesetzt werden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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