Endlich wird der öffentliche Verkehr für alle Steirerinnen und Steirer günstiger! Kritik kommt von den Freiheitlichen

Heute ist ein guter Tag für die Steirerinnen und Steirer: Vor sieben Jahren haben wir Grüne im Landtag zum ersten Mal eine Initiative für ein günstiges Steiermark-Ticket gestartet, viele weitere folgten. Dass es nun endlich soweit ist, ist ein Freudentag“, sagt die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl und betont ihren „großen Dank an Klimaschutzministerin Gewessler, die das möglich gemacht hat!“ Für Krautwaschl ist das steirische Klimaticket ein weiterer Beleg dafür, wie sehr sich die Grüne Regierungsbeteiligung im Bund auszahlt, weil es eben einen Unterschied macht, wer regiert. Egal ob Faymann, Leichtfried, Hofer… alle haben sie in der Vergangenheit von günstigerem öffentlichen Verkehr geredet, umgesetzt hat es erst eine Grüne Ministerin!“

Und sie erinnert an dieser Stelle: „Bezeichnend ist freilich auch, dass jene Bundesländer, in denen Grüne Regierungsverantwortung haben oder hatten, ein noch günstigeres Bundesland-Ticket eingeführt haben als die Steiermark.“ Das berühmte 365-Euro-Ticket wurde ja von der damaligen rotgrünen Wiener Stadtregierung ins Leben gerufen.

Bis jetzt kostet ein steirisches Jahresticket 2398 Euro – jemand, der beispielsweise zwischen Graz und Bruck/Mur pendeln muss, zahlt aktuell 1473 Euro pro Jahr und wird sich durch das neue Klimaticket 885 Euro jährlich ersparen, betont Krautwaschl und erinnert: Schon um 1095 Euro kommt ja auch das österreichweite Ticket, mit dem man in ganz Österreich öffentlich unterwegs sein kann – (fast) auf den Cent genauso viel mussten bisher beispielsweise PendlerInnen für die Strecke Leibnitz-Graz (1094 Euro) zahlen, für das gleiche Geld hat man jetzt ganz Österreich dazu.

Foto mit Sandra Krautwaschl und Leonore Gewessler (Foto: podesser.net)

FPÖ-Royer: „Steirisches Klimaticket sicher nicht der große verkehrspolitische Wurf!“

Freiheitliche sind gespannt auf tatsächlichem Interesse am heute präsentierten „KlimaTicket Steiermark“ und verweisen auf unzählige Baustellen im steirischen Verkehrsbereich.

Niemand geringerer als Landeshauptmann Schützenhöfer selbst und sein sonst eher unauffällig agierender Stellvertreter Lang traten heute vor die Presse, um das nicht zuletzt von der grünen Ministerin Gewessler angestoßene „KlimaTicket“ für die Steiermark zu präsentieren. Kosten soll der neue Fahrschein 588 Euro. Sollten mehr als 27.000 Käufer dieses Angebot in Anspruch nehmen, muss auch das Land Steiermark finanziell mitzahlen. Ansonsten kommen die dafür notwendigen Mittel ausschließlich von Bundesseite. Die steirischen Freiheitlichen orten in der heute verkündeten Maßnahme jedenfalls keinen großen verkehrspolitischen Wurf, sondern sehen das Pressegespräch und die Vorstellung des Tickets eher als eine der Graz-Wahl geschuldete Inszenierung dieser ansonsten völlig lethargisch agierenden Landesregierung.

Mit diesem Angebot neue Kunden generieren zu können, bezweifelte heute selbst der an der Seite von Schützenhöfer und Lang stehende Verbundschef Peter Gspaltl. „Wenn die Landesregierung dieses Klimaticket den Steirern tatsächlich als große verkehrspolitische Innovation verkaufen will, dann werden die meisten Pendler in diesem Land nur den Kopf schütteln. Für die peripher gelegenen Gebiete bringt es nämlich keinen besseren Anschluss oder eine attraktivere Taktung. Mag es für den ein oder anderen Steirer ein monetärer Anreiz sein, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, dann soll es wohl so sein. Faktum ist aber, dass die großen verkehrspolitischen Fragen dieses Landes von Landeshauptmann Schützenhöfer und seinem Stellvertreter Lang gänzlich unbehandelt bleiben. Weder gibt es eine Lösung für regionale Bahnen wie die Murtalbahn, noch hört man klare Worte zum drohenden Ausverkauf der GKB und es wird auch kein vernünftiger Plan vorgelegt, die in einem katastrophalen Zustand befindlichen Landesstraßen rasch auf Vordermann zu bringen. Letztlich ist es angesichts dieser Kaskade des politischen Versagens doch mutig, wenn sich die schwarz-rote Landesspitze von der Öffentlichkeit für diesen neuen Fahrschein – mehr ist es nämlich nicht – abfeiern lassen will“, findet FPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Albert Royer deutliche Worte.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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