Fahrradsturz. Steirische Polizeimeldungen

Straden, Bezirk Südoststeiermark. – Sonntagabend, 5. September 2021, kam eine 78-Jährige mit ihrem Fahrrad zu Sturz und wurde schwer verletzt.

Gegen 18:50 Uhr waren die 78-Jährige und ihr Gatte (aus dem Bezirk Südoststeiermark) mit den Fahrrädern in Radochen auf dem Hürtherweg in Fahrtrichtung Hürth unterwegs. Im Bereich einer Kreuzung wollten sie umkehren und wieder nach Hause fahren. Bei dem Wendemanöver verlor sie das Gleichgewicht und kam zu Sturz.

Nach der Erstversorgung wurde sie mit schweren Verletzungen ins LKH Südsteiermark, Standort Bad Radkersburg, eingeliefert.

Nach schwerem Raub: Zahlreiche Straftaten geklärt

Weiz. – Nach über einem Jahr intensiver Ermittlungen klärten Polizisten aus Weiz einen schweren und hinterlistig geplanten Raub auf einen damals 17-Jährigen. Dabei nahmen Beamte mehrere Tatverdächtige fest und forschten eine Gruppe von jugendlichen Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 22 Jahren aus. Sie stehen im Verdacht, insgesamt rund 40 Straftaten begangen zu haben.

Bereits am 22. August 2020 gegen 22.00 Uhr lockten fünf junge Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren den damals 17-Jährigen aus dem Bezirk Weiz, unter dem Vorwand ein Musikvideo drehen zu wollen, in einen Hinterhalt. Dabei fuhren zwei der späteren Tatverdächtigen nach sorgfältiger Planung des Tatablaufs als „Lockvögel“ gemeinsam mit dem 17-jährigen Opfer zum vereinbarten Waldstück. Dort warteten zwei mit Sturmhauben maskierte und mit Schreckschusspistolen bewaffnete Täter (19 und 22 Jahre). Als der Videodreh begann, überfielen die beiden den 17-Jährigen unerwartet von hinten. Dabei brachten sie den jungen Mann mit Tritten brutal zu Boden, fesselten ihn, hielten ihm eine Waffe an den Hinterkopf und drohten damit, ihn umzubringen.

In der Folge raubten sie dem 17-Jährigen eine Uhr sowie mehrere tausend Euro Bargeld. Dieses stammte von einem Autoverkauf und war als Requisite für den Zweck des Videodrehs vom jungen Oststeirer mitgebracht worden. Auch die beiden nunmehr tatverdächtigen Begleiter wurden, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen, zum Schein überfallen und gefesselt. Sie gaben sich später fälschlicherweise gegenüber der Polizei als Opfer aus und erstatteten unmittelbar nach dem Geschehen gemeinsam mit dem 17-Jährigen Anzeige bei der Polizei. Die beiden maskierten Täter flüchteten nach der Tat zu einem nahegelegenen Parkplatz, wo ein Fluchthelfer samt Fahrzeug auf sie wartete.

Ein Jahr Ermittlungsarbeit – mehrere Festnahmen

Nach über einem Jahr andauernden Ermittlungen nahmen Weizer Polizisten Anfang August 2021 die beiden „Lockvögel“, einen 19-jährigen Kosovaren und einen 21-jährigen Rumänen aus dem Bezirk Weiz, über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz fest. Auch die beiden unmittelbarer Täter des Raubüberfalls, zwei Österreicher aus dem Bezirk Weiz im Alter von 19 und 22 Jahren, sowie der 21-jährige Fluchthelfer wurden festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen mit Unterstützung von Einsatzkräften der EGS Steiermark (Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) und COBRA-Beamten stellten Beamte Waffen, geringe Mengen Suchmittel und mit der geraubten Beute gekauftes Tonstudio-Equipment sicher. Alle fünf Tatverdächtigen sind umfassend geständig. Sie wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Bis auf den Lenker des Fluchtfahrzeuges (21) befinden sich alle vier in Untersuchungshaft.

40 Straftaten – 36 Opfer

Im Rahmen der Ermittlungen gelang es der Weizer Polizei insgesamt 23 Mitglieder einer bandenartig strukturierten Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 und 22 Jahren auszuforschen. Sie stehen im Verdacht, mehrfach schwere Körperverletzungen (ua. unter Verwendung von Schlagringen und Totschlägern), schwere Nötigungen, Einbruchsdiebstähle, Sachbeschädigungen, diverse Suchtmitteldelikte und Widerstände gegen die Staatsgewalt begangen zu haben. Insgesamt brachten Weizer Beamte knapp 40 Delikte mit 36 Opfern bei der Staatsanwaltschaft Graz zur Anzeige. 

Sachbeschädigung

Vasoldsberg, Bezirk Graz-Umgebung. – Unbekannte besprühten zwischen Freitag, 3. September und Montag, 6. September 2021 mindestens zehn Buswartehäuschen mit nationalsozialistischen Symbolen. Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Das Gemeindeamt Vasoldsberg erstatte bei der Polizei Hausmannstätten die Anzeige.

Die verbotenen Symbole (Hakenkreuze, Zahl „88“, SS-Blitze in schwarzer Farbe, rund 40 cm groß) wurden auf alle Buswartehäuschen im gesamten Gemeindegebiet aufgebracht. Laut ersten Ermittlungsergebnissen wird die Vorgehensweise der Unbekannten als nicht besonders professionell eingestuft.

Die Polizeiinspektion Hausmannstätten ersucht um Hinweise aus der Bevölkerung. +59-133-6139

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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