Steirische Tiertransporte in Drittstaaten verdoppelt!

Egal ob nach dem „Schlachthoff-Skandal“ oder als erstmals bekannt wurde, dass steirische Rinder in exotische Länder wie Bahrein exportiert wird: Jedesmal danach beschwört die Landesregierung dass nun alles besser werde – doch: Den Worten folgen keine Taten, wie jetzt eine aktuelle Anfragebeantwortung an die Grünen ans Licht brachte. Im Gegenteil: Blickt man in den aktuellen Veterinärbericht des Landes, ist zu erfahren, dass sich die Tiertransporte in Drittstaaten wie Usbekistan (!) oder Aserbeidschan von 2019 auf 2020 sogar verdoppelt haben! Im Detail: 1.231 Rinder wurden 2019 exportiert (37 davon etwa nach Usbekistan, vier nach Bahrein) –  2020 wurden gleich 2053 steirische Rinder in Drittländer exportiert!

Die Anfragebeantwortung von Landesrat Johann Seitinger führt aus Grüner Sicht auch sonst nur zu neuen Fragen: So gab es zwar Abmahnung und Aufforderungen zur Verbesserung oder Anzeigen, aber es steht nichts über Nachkontrollen… Ungewöhnlich erscheint außerdem, dass 2018 beim Rind keine Verstöße bei Kontrollen am Versandort stattfanden –  das gleiche 2017 und 2019 beim Schwein und Schaf/Ziege und 2018 und 2019 beim Geflügel. Insgesamt werden jährlich jährlich nur „2 % der nutztierhaltenden Betriebe“ überhaupt kontrolliert – viel zu wenig aus Grüner Sicht.

„Seit Jahren kommt es immer wieder zu Skandalen in der Steiermark, trotzdem hat die Politik bei den Kontrollen nicht nachgebessert und ist nachlässig“, so der Grüne Tierschutzsprecher im Landtag, Georg Schwarzl: „Es gibt keine sinnvolle Datenerhebung, keine sinnvollen Verbesserung beim Tierwohl. Es braucht eben mehr Personal, Regeln und konsequentere Kontrollen„, fordert er.

Die Grünen werden im Landtag dazu eine neue Initiative starten.

Foto mit Schwarzl und (glücklichen) Schweinen (Foto: podesser.net).

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at