Kind von Auto überrollt//Tödlicher Bahnunfall. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Tödlicher Bahnunfall

Pernegg/Gabraun, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Freitagmittag, 03.09.2021, wurde ein 85-jähriger Mann von einer Verschublokomotive erfasst und tödlich verletzt.

Gegen 11.30 Uhr kam es auf der Bahnstrecke Bruck/Mur – Graz zu einem tödlichen Unfall. Ein 85-jähriger Pensionist wollte die Gleisanlage, welche in diesem Bereich einen Bogen machte, zu Fuß überqueren, um zu seinem in der Nähe geparkten PKW zu gehen. Dabei dürfte er die herannahende Lokomotive, in welcher sich neben dem 56-jährigen Lokführer auch der 51-jährige Verschubleiter befand, zu spät gesehen haben.

Sowohl der Lokführer als auch der Verschubleiter bemerkten die Person auf der Gleisanlage und gaben unabhängig voneinander ein akustisches Warnsignal ab. Der Pensionist versuchte trotzdem die Gleise zu überqueren, wurde von der Lokomotive erfasst und tödlich verletzt.

Die Bahnstrecke war eine Stunde gesperrt, die Angehörigen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Mopedlenker fuhr gegen Pkw

Straden, Bezirk Südoststeiermark. – Ein 15-jähriger Mopedlenker fuhr Samstagvormittag, 4. September 2021, gegen das Heck eines Pkw. Der Bub erlitt leichte Verletzungen.

Kurz nach 9 Uhr fuhr ein 36-jähriger Pkw-Lenker auf der B66 von Straden kommend in Richtung Gleichenberg. Im Ortsgebiet von Stainz bei Straden hielt er vor einem Schutzweg an, um einem Fußgänger das Überqueren zu ermöglichen. Der nachkommende 15-jährige Mopedlenker aus dem Bezirk Südoststeiermark dürfte das Abbremsen des Pkw übersehen haben und fuhr ungebremst auf den Pkw auf.

Daraufhin wurde der Unfalllenker über den Pkw geschleudert und blieb auf der Straße liegen. Der 15-Jährige wurde von der Rettung in das LKH Feldbach gebracht; er konnte dieses nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. 

Ein durchgeführter Alkotest verlief bei beiden Fahrzeuglenkern negativ.

Bootsunfall: Mädchen (6) ertrunken

Gössendorf, Bezirk Graz-Umgebung. – Freitagnachmittag, 3. September 2021, kam ein sechsjähriges Mädchen bei einem Bootsunfall ums Leben. Sie war mit ihren Eltern und der minderjährigen Schwester auf der Mur unterwegs gewesen, als das Tretboot plötzlich unterging. Aktuell sind Einsatz-Taucher damit beschäftigt, das Wrack zu bergen.

Am frühen Nachmittag borgte sich die afghanische Familie aus dem Bezirk Murtal ein Tretboot im Bereich der Freizeitanlage Auswiese aus. Im Boot befanden sich die beiden Eltern im Alter von 35 und 30 Jahren sowie deren minderjährige Töchter im Alter von sechs und acht Jahren. Als sich die Familie etwa in der Mitte der Mur vor dem Staudamm in Gössendorf befand, geriet nach und nach Wasser in das Boot. Dieses dürfte – bisherigen Erkenntnissen zufolge – ein Leck erlitten haben.

Nachdem das Boot abzusinken drohte, stiegen die vier ins Wasser. Während sich die 30-Jährige selbstständig zum Ufer retten konnte, versuchte der 35-jährige Familienvater seine beiden Töchter schwimmend zu retten. Dabei schaffte es lediglich die Achtjährige mit dem Vater bis zum West-Ufer. Sie wurde in der Folge von einer Passantin reanimiert und nach medizinischer Erstversorgung durch das Rote Kreuz vom Rettungshubschrauber C12 zur intensivmedizinischen Betreuung in die Kinderklinik des LKH Graz geflogen.

Von der Sechsjährigen fehlte vorerst jede Spur. Sie ging unter und konnte nicht mehr rechtzeitig ans Ufer gebracht werden. Taucher der Feuerwehr Feldkichen bei Graz konnten die Sechsjährige in der Folge nur mehr tot bergen. Die Angehörigen werden seither vom Kriseninterventionsteam betreut.

Neben Einsatzkräften der Polizei, des Roten Kreuzes und der Feuerwehren Thondorf und Feldkichen bei Graz, standen auch der ÖAMTC-Rettungshubschrauber sowie ein Polizeihubschrauber für die Suche nach dem Mädchen im Einsatz.

Aktuell versuchen Einsatz-Taucher von Feuerwehr und dem Einsatzkommando Cobra das untergegangene Boot zu bergen.

Kind von Auto überrollt

Wagenbach, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Freitagnachmittag, 03.09.2021, wurde ein 7-jähriger Bub auf der Hofzufahrt des Grundstücks seiner Eltern von einem PKW, welcher von seiner 29-jährigen Mutter gelenkt wurde, überrollt. Er erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades und wurde mit dem Rettungshubschrauber C16 in das LKH Graz geflogen.

Kurz nach 13.30 Uhr wollte die 29-jährige Frau ein im Hof des Anwesens abgestelltes Auto umparken. Sie setzte ihr Fahrzeug nach vor in Bewegung. Ihre beiden Söhne sieben und fünf Jahre liefen, trotz Aufforderung der Mutter es zu unterlassen, auf der Fahrerseite neben dem Auto her. Als sie im Begriff war zu bremsen, dürfte ihr 7-jähriger Sohn zu Sturz gekommen und vermutlich vom linken Hinterrad überrollt worden sein.

Das Kind war ansprechbar und wurde vom Notarzt und dem Team des Roten Kreuzes sowie vom Notarzt des Rettungshubschraubers C16 versorgt. Der 7-jährige Bub wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das LKH Graz geflogen.

Drogendealer festgenommen

Landscha bei Weiz, Bezirk Weiz. – Donnerstagnachmittag, 02.09.2021, wurde ein 37-jähriger Drogendealer festgenommen. Bei der Hausdurchsuchung wurden verschiedene synthetische Drogen, Bargeld und Suchtgiftutensilien sichergestellt.

Unabhängig von der „Operation HT+“, Presseaussendung 03. September 2021/3, konnten von den Suchtgiftermittlern der Polizeiinspektion Weiz die Erhebungen zu einem weiteren Fall im Suchtgiftmilieu abgeschlossen werden.

Bereits im Februar 2021 wurden 2 Postsendungen aus dem Ausland abgefangen. Dabei konnten Amphetamin, Ecstasy, XTC-Tabletten, LSD-Trips und Kokain sichergestellt werden. Der Verdächtige bestellte die Drogen unter verschiedenen Aliasnamen aus dem Internet und konnte ausgeforscht werden.

Die Ermittlungen führten zu einem 37-jährigen Mann aus dem Bezirk Weiz. Dieser wurde am Nachmittag des 02.09.2021 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz festgenommen. Es wurde eine angeordnete Hausdurchsuchung durchgeführt, bei welcher ebenfalls synthetische Drogen, Bargeld und diverse Suchtgiftutensilien sichergestellt werden konnten.

Der Mann wurde bereits 2020 nach dem Suchtmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und erhielt die Möglichkeit die Strafe in Form eines elektronisch überwachten Hausarrests, einer Fußfessel, zu verbüßen.

Er ist teilgeständig und wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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