Admiral Bundesliga: RB Salzburg – Klagenfurt 3:1

BLITZCOMEBACK ZUM NÄCHSTEN DREIER

TORSCHÜTZEN: ADEYEMI (3.), BERISHA (70.), KRISTENSEN (84.) BZW. TIMOSSI ANDERSSON (14.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG/Fotos: Red Bull/Getty Images

Es gibt Akteure mit einer durchaus längeren Anlaufzeit beim Comeback … Mergim Berisha kehrt zurück und „streichelt“ seine Farben gegen aufmüpfige Klagenfurter nach 23 Sekunden auf die Siegerstraße.

SPIELBERICHT

Während sich die Kärntner noch den Schlaf aus den Augen rieben, drehte Karim Adeyemi schon jubelnd ab! Bernardo retournierte einen Klagenfurter Befreiungsschlag per Kopf in die Gefahrenzone, Adeyemi übernahm und schupfte die Kugel vergnügt ins Glück (3.) – das flotteste Tor dieser Bundesliga-Spielzeit! Die Partie kannte anfangs nur eine Richtung, just eine eigene Ecke avancierte allerdings zum Bumerang: Die Pacult-Crew klärte die Murmel Richtung Mittellinie, wo Bayern-Leihgabe Timossi Andersson den Turbo zündete, Toni Bernede abschüttelte und im Eins-gegen-eins-Unterfangen versus Philipp Köhnsiegreich blieb (14.). Der Salzburger Dominanz tat dies keinen Abbruch. Okafor brach auf der linken Außenbahn durch und lancierte Adeyemi, Abwehrrecke Wimmer erledigte dessen Job, grätschte das Spielgerät ins Netz. Allerdings intervenierte Linienrichterin Telek – Noah war zuvor hauchzart im Halteverbot gestanden.

8.635 Fans sahen, wie die Hausherren das Kunstleder mit 80 Prozent Ballbesitz monopolisierten, jedoch Adeyemi nur selten in Szene setzen konnten (nach 40 Minuten verzeichnete Karim nur eine Ballaktion mehr als Keeper Philipp (14 zu 13). Die abschließende Aktion im Premieren-Durchgang verantworteten aber ohnehin andere: Bernede schickte Okafor auf die Reise, im sehenswerten Zusammenspiel mit Brenden Aaronson drückte der Eidgenosse das Rund an die Querlatte.

Maurits Kjaergaard und Nici Seiwald sollten mit Wiederbeginn für die nötigen Akzente sorgen, vor allem Letzterer ließ sich nicht zwei Mal bitten: Seiwald chippte die Pille ins Zentrum, der heute großteils als Rechtsaußen agierende Rasmus Kristensen nickte das Ding denkbar knapp neben die Kiste. Die Kärntner hatten den Offensivbetrieb nicht gänzlich eingestellt: Eine Hereingabe rutschte zum vogelfreien Pink durch, der es zustande brachte, Köhn anzuschießen, anstatt einzuschieben – ein Hochkaräter.

Danach brandete Jubel auf, schließlich feierte Mergim Berisha sein Comeback nach langwieriger Verletzung. Der Saisondebütant ließ es sich nicht nehmen, den Freistoß zur Spielfortsetzung auch direkt selbst zu treten. Unser Berchtesgadener nahm Maß und zirkelte die Kugel aus gut 25 Metern sensationell ins linke Eck – ein Treffer wie ein doppelter Espresso: richtig stark (70.)! Und damit nicht genug: Nach einem öffnenden Piatkowski-Zuspiel versenkte Kristensen das Spielgerät mit seinem linken Huf in den Knick (84.)! Im Endspurt kamen Benjamin Sesko, wuchtig aus der Ferne, und Brenden Aaronson, er scheiterte an der Querlatte, einem vierten Treffer zwar nahe, auf das 3:1-Endergebnishatte dies jedoch keine Auswirkung.

STATEMENTS

Matthias Jaissle:

Grundsätzlich war’s sicherlich eines unserer schwächeren Spiele, trotzdem ist der Sieg verdient. Wir wussten, dass es nach dem Ausgleich ein schweres Match sein würde, umso erleichterter bin ich, dass wir drei Punkte mitgenommen haben. Es hat gut gepasst, dass sich Mergim die Murmel nimmt und in die Maschen haut. Ein Traumcomeback nach dieser langen Leidenszeit, Glückwunsch an Mergim! Jetzt gilt unser voller Fokus Bröndby.

Rasmus Kristensen:

Wir haben von Anfang an unsere Sache sehr gut gemacht. Wir hätten das zweite und dritte Tor machen müssen. Das haben wir nicht gemacht und dann wird es natürlich immer gefährlich. Umschalten nach einer Ecke, das darf natürlich nicht passieren. Dann war es schwierig, weil sie tief gestanden sind. Wir suchten nach einer Lösung, schließlich war‘s ein sehr, sehr verdienter Sieg!

Mergim Berisha:

Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte! Es war keine einfache Zeit für mich, ich war lange draußen. Aber ich habe mich natürlich gut vorbereitet auf solche Momente. Ich weiß, dass ich Freistöße schießen kann und dass es eine gute Position für mich war. Ich habe auf der Bank gesagt, sie sollen mich für diesen Ball einwechseln, dafür habe ich ihnen etwas zurückgegeben.

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Seiwald für Camara (46.), Kjaergaard für Bernede (46.), Sesko für Okafor (61.), Berisha für Adeyemi (70.), Ulmer für Capaldo (83.)

GELBE KARTE

Capaldo (47./Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Junuzovic (Wade), Sucic (Prellung) und Adamu (muskuläre Probleme)

SALZBURG, AUSTRIA – AUGUST 21: Karim Adeyemi of FC Red Bull Salzburg challenges Phillip Menzel of Austria Klagenfurt and scores a goal during the Admiral Bundesliga match between FC Red Bull Salzburg and SK Austria Klagenfurt at Red Bull Arena on August 21, 2021 in Salzburg, Austria. (Photo by Jasmin Walter – FC Red Bull Salzburg/FC Red Bull Salzburg via Getty Images)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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