Salzburg: Nächste „Adler-Generation“ hebt in Rif ab

Zwei neue Kleinschanzen im ULSZ eröffnet / Mehr als 2.700 Teilnehmer bei „Jugend zum Sport“ in der ersten Woche

Salzburger Landeskorrespondenz, 20. August 2021

(LK)  Das ULSZ Rif war schon für manches Sporttalent der Beginn eines Karrierehöhenflugs. Ab sofort kann man auf dem Areal auch richtig abheben: Heute, Freitag, wurden zwei kleine Skisprungschanzen eröffnet und – zum Abschluss der ersten Woche „Jugend zum Sport“ – auch schon eifrig benutzt. Scouts der nächsten „Adler-Generation“ waren unter anderem auch die ehemaligen Weltklasse-Athleten Andreas Goldberger und Mario Stecher.

„Salzburg hat nicht nur mit der Paul-Außerleitner-Schanze einen besonderen Stellenwert in der Skisprungwelt, sondern mit Stefan Kraft und Sara Marita Kramer auch die aktuellen Top-Adler in seinen Reihen. Es bietet sich also an, Skispringen auch im ULSZ zu etablieren. Rif als bewährte und international hoch angesehene Trainingsstätte kann mit dem Vorteil als günstig gelegener Standort neue Talente in die großen Vereine in der Nähe weitervermitteln“, so Landesrat Stefan Schnöll.

Ein Rifer Eigenprodukt

Gebaut wurde die 15.000 Euro teure Schanzenanlage auch mit viel persönlichem Einsatz des Teams vom Universitäts- und Landessportzentrum. Grundlage war das Aushubmaterial vom Bau der neuen Tribüne. „Wir haben das in Eigenregie geschafft – quasi ein Rifer Eigenprodukt. Vom Modellieren des Hügels bis zum Auflegen der Matten, die wir vom Skigymnasium Stams bekommen haben, Schlosser, Tischler – alle haben mitgeholfen. Für mich ein wirklich schöner Schlusspunkt“, freut sich Noch-Direktor Wolfgang Becker, der Ende September in Pension gehen wird und Rif nach 35 erfolgreichen Jahren Adieu sagt.

Skisprung als Ganzjahressport

Die beiden Schanzen weisen eine Größe von vier und acht Metern Hillsize auf. Mit Matten und Bewässerungssystem ausgestattet, kann die Anlage auch im Sommer benutzt werden. Ab Schulbeginn wird wöchentlich ein Training stattfinden. Geplant ist die Gründung eines Skisprungvereins in Rif. Von hier sollen dann die besten Talente an die größeren Vereine in den angrenzenden Regionen weitervermittelt werden.

Erster Bewerb auf Mini-Schanze

Die erste Belastungsprobe überstand die Anlage bereits: Zum Abschluss der ersten Woche der Aktion „Jugend zum Sport“ gab es „den ersten Skisprungbewerb auf der kleinsten zertifizierten Schanze der Welt“, wie Sportlandesrat Schnöll betonte. Zahlreiche Kinder sausten über den Hügel, der neben dem Pump Track angelegt wurde, und stellten persönliche Bestweiten auf. Skispringen stand heuer erstmals auf dem Programm der beliebten Aktion.

Mehr als 2.700 Kinder sportelten

Die Aktion „Jugend zum Sport“ erfreut sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit: Schon am ersten Tag kamen 490 Kinder nach Rif, um eine der mehr als 20 Sportarten auszuprobieren. Und es wurden stetig mehr, gestern und heute waren es 589 und 596. Insgesamt kamen in der ersten Woche somit 2.743 Jugendliche, davon 1.391 Mädchen und 1.352 Burschen. Beliebteste Sportarten waren Trampolinspringen und Turnen.

Trainieren wie die Staatsmeister

„Neben dem Skispringen wurde auch die zweite neu angebotene Sportart, Rope Skipping, sehr gut angenommen“, berichtet Mit-Organisator Michael Mayrhofer, der hervorhob: „Für Kinder ist das schon ein besonderes Erlebnis, mit Topleuten, mit Landes- und Staatsmeisterinnen und -meistern, die sie auch vom Fernsehen kennen, wie zum Beispiel Isaac Asare, zu trainieren.“ Erstmals wurde heuer ein besonderes Augenmerk auf die Integration von Kindern mit Behinderungen gelegt. Für sie nahmen sich die erfahrenen Trainerinnen und Trainer besonders viel Zeit. Von Montag, 23., bis Freitag, 27. August, steht die zweite Woche der Aktion auf dem Programm.

Eröffnung der Skisprungschanze im Sportzentrum Rif im Bild: Landesrat Stefan Schnöll, Mario Stecher, Andreas Goldberger, Mario Seidl, Wolfgang Becker Foto: ©Land Salzburg / Neumayr – Leopold 20.08.2021

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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