VCÖ begrüßt vorgezogenen Start des Klimatickets: „Starker Anreiz zum Umstieg auf Öffis“

Der VCÖ begrüßt den vorgezogenen Start des Klimatickets mit 26. Oktober. Positiv ist, dass das Ticket von Anfang an österreichweit auf allen Bahnstrecken der ÖBB und WESTbahn gilt. Neben Personen, die auch in der Freizeit viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, werden auch jene steirischen Pendlerinnen und Pendler profitieren, die heute für die Streckenkarte mehr als 1.000 Euro zahlen. Der VCÖ betont, dass neben der vollständigen Umsetzung in Österreich und den Bundesland-Jahreskarten mittelfristig das Klimaticket um Carsharing- und Bikesharing-Angebote zu einer Mobilitätskarte erweitert werden soll.

„Angesichts der sich dramatisch verschärfenden Klimakrise ist das Vorziehen der Einführung des Klimatickets eine gute Nachricht. Damit gibt es einen attraktives Angebot, häufiger als bisher mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto zu fahren“, begrüßt VCÖ-Experte Michael Schwendinger den Start des Klimatickets mit 26. Oktober. Es wird auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich gelten sowie österreichweit auf allen Strecken der ÖBB und WESTbahn.

Das Klimaticket wird als Netzkarte günstiger sein, als zahlreiche Streckenkarten für Pendlerinnen und Pendler heute, wie Beispiele des VCÖ zeigen. Das österreichweite Klimaticket wird 1.095 Euro kosten, in der Einführungsphase nur 949 Euro. Beispielsweise kosten die Strecken Bruck an der Mur – Graz, Kapfenberg – Graz und Judenburg – Graz inklusive Stadtverkehr für ein Jahr mit 1.473 deutlich mehr, die Kosten für Leoben und Graz betragen aktuell 1.626 Euro pro Jahr.

Als Jahresnetzkarte wird es für jene, die das Klimaticket im Alltag auch attraktiver, in der Freizeit und für Ausflüge am Wochenende öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Sehr positiv sieht der VCÖ auch das ermäßigte Angebot für junge Menschen unter 26 Jahre sowie für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderung um 821 Euro beziehungsweise in der Einführungsphase um 699 Euro. „Das ist sowohl aus sozialen Gründen als auch aus Sicht der Verkehrssicherheit sehr zu begrüßen. Denn gerade für junge Menschen ist das Unfallrisiko mit dem Pkw sehr groß“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Aus Sicht des VCÖ ist es wichtig, dass möglichst rasch das Klimaticket auch für alle Verbindungen im Verkehrsverbund Ost-Region gilt und es auch in allen Regionen ein  gutes Angebot gibt. „Wichtiger als das ohnedies bereits dichte Autobahnnetz weiter auszubauen ist es, auch in den Regionen ein gutes Öffi-Angebot umzusetzen. Dass das möglich ist, ist im Bregenzerwald seit vielen Jahren zu sehen. Hier gibt es einen Stundentakt, teilweise sogar einen Halbstunden-Takt und ein gutes Angebot auch am späten Abend“, fordert VCÖ-Experte Schwendinger  eine Öffi-Offensive für die Regionen.

Das Klimaticket sieht der VCÖ als ersten Schritt für ein integriertes, öffentlich zugängliches Mobilitätsangebot, dass mittelfristig um Carsharing und Bikesharing sowie Mikro-ÖV-Angebote zu einer umfassenden Mobilitätskarte zu ergänzen ist.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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