Intensiver Trainingsblock der ÖSV-Biathletinnen

Nach einem harten dreiwöchigen Trainingsblock, den die ÖSV-Biathletinnen in Oberhof (GER), Martell (ITA) und am Pass von Lavaze (ITA) absolvierten, zog Damencheftrainer Markus Fischer ein erfreuliches Resümee: „Wir sind aktuell den Tick besser drauf als im letzten Jahr.“ Nach einer verdienten Regenerationsphase steht für die Sportlerinnen in den nächsten Tagen jetzt ein ausgedehnter Testblock auf dem Programm.

Mit klarem Fokus auf den Bereich Kraftausdauer startete in Oberhof (GER) der dreiwöchige Kurs der Trainingsgruppe 1 der Damen. Die anspruchsvolle Charakteristik der Rollerstrecke im deutschen Traditionsort bot dem ÖSV-Team dafür optimale Voraussetzungen. Zusätzlich zu diesen intensiven Rollereinheiten absolvierten die Athletinnen Cross-Zuläufe, bei denen die Sportlerinnen nur mit Laufschuhen und dem Gewehr ausgerüstet waren.

Danach ging es weiter nach Martell (ITA), wo die Komponente der Höhenlage der Region als zusätzliche Erschwernis hinzukam. Hier lag der Fokus vor allem darauf, wichtige Trainingsstunden auf über 2000 m Seehöhe zu sammeln. „Wir müssen im Trainingsverlauf immer wieder die Höhe suchen, um für die Bedingungen in Peking optimal gerüstet zu sein. Der höchste Streckenpunkt in China liegt bei 1720 m. Wer es nicht schafft, sich schnell an die dortige Höhe anzupassen, wird klar im Nachteil sein“, so ÖSV-Damencheftrainer Markus Fischer, der die Olympischen Spiele in Peking klarerweise bereits im Hinterkopf hat.

Deshalb wurde anschließend auch noch am Lavaze-Pass in Italien trainiert. Hier wurde die Intensität nochmals deutlich gesteigert und der Schwerpunkt auf komplexe Trainingseinheiten (Skiroller-Einheiten kombiniert mit Schießen) verlagert.

Diese Woche, nach abgeschlossener kurzer Regenerationsphase und wenn die ersten Trainingsreize bereits umgesetzt sind, warten standardisierte Laufbandtests in Hochfilzen auf die Athletinnen. Danach wird im Zuge eines Lehrganges in Ruhpolding ein Trainingswettkampf abgehalten. Die heimischen Damen werden dann gemeinsam mit den deutschen Athletinnen ein Massenstart-Rennen bestreiten. Aufbauend auf diesen Wettkampf finden nachfolgend die Testrennen in Hochfilzen statt. Den Höhepunkt der zweiten Etappe bildet die Österreichische Meisterschaft in Obertilliach, welche am 11. September stattfinden wird.

Stimmen:

Markus Fischer (ÖSV-Cheftrainer Damen): „Auch wenn die letzten drei Wochen wirklich sehr hart waren, konnten wir hervorragend trainieren und unser geplantes Programm durchziehen. Bis hin zu den Testwettkämpfen werden wir die Stunden etwas reduzieren und die Intensität noch hochschrauben, damit wir perfekt vorbereitet die Rennen aufnehmen können. Nach einem schleppenden Start in die erste Vorbereitungsperiode, wo wir aufgrund der Impfungen nur reduziert trainieren konnten und individuell für jede Athletin das optimale noch verträgliche Trainingsmaß suchen mussten, konnten wir mittlerweile wieder einiges an Boden gut machen. Ich würde sogar behaupten, dass wir aktuell den Tick besser drauf sind als im letzten Jahr.“

Dunja Zdouc: „Oberhof war richtig cool, weil das Wetter sehr gut gepasst hat (lacht), sodass wir unseren Plan durchziehen und fleißig Trainings-Stunden sammeln konnten. Auch der dortige Treppenlauf auf die Sprungschanze war eine gelungene Abwechslung, wenn auch sehr anstrengend. Hoch hinaus ging es auch in Martell. Wir ließen es uns nicht nehmen, eine Bergtour auf die hintere Schöntaufspitze auf 3225m zu unternehmen. In Lavaze ging es dann schon richtig zur Sache. Die Rollereinheiten wurden immer intensiver, doch wir sind alle gut durchgekommen und fühlen uns noch halbwegs fit. Jetzt steht ohnehin eine kurze Regeneration am Programm.“

©ÖSV/Sonnberger

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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