Bundesliga: Admira – RB Salzburg 0:1

SPÄTE ERLÖSUNG

TORSCHÜTZE: ADAMU (81.)

Spielbericht: FC RED BULL SALZBURG; Fotos: Red Bull/Getty Images

Der längere Atem gibt wieder den Ausschlag. Wie schon gegen die Austria brauchen wir lange bis zum einzigen Torerfolg, der uns einen schmucklosen, aber wichtigen Sieg in der Südstadt einbringt.

SPIELBERICHT

Unter der brütenden Nachmittagssonne ging die wilde Fahrt los. Verstecken wollte sich die Herzog-Elf nicht. So gab es Räume, eine Menge davon. Und mit unseren frischen Beinen wussten wir sie sofort gefährlich zu bespielen. Mo Camara gab in der vierten Minute einen Warnschuss ab. Bei Karim Adeyemi war das schon mehr, im Eins-gegen-Eins blieb Leitner jedoch Sieger. Symbolträchtig, denn seine Vordermannen passten mit Fortdauer besser auf. Vielleicht auch mangels Puste. Sie blieben tief, lauerten auf Konter und gingen dann die harten Meter, die meistens wertlos waren.

Unser Spiel war gefällig, zumindest bis zur Strafraumgrenze. 70 Prozent des Ballbesitzes hielten wir nach 20 Minuten, aber keine Siegesgarantien. Im Gegenteil, kurz rutschte uns das Herz in die Hose, als Zwierschitz aus nächster Nähe knipste. Sein  Abstauber folgte im Anschluss eines Luftzweikampfs im Fünfer gegen Philipp Köhn – regelwidrig, meinte Lechner. Glück für unsere Burschen.

Es blieb ein Krampf, minütlich schmerzhafter. Kaum Spielerisches, nur Zweikämpfe. Chancen waren Zufallsprodukte und leider auch zunehmend auf der falschen Seite vorzufinden. Nach einer Fehlpassserie stand plötzlich Kronberger frei vor Köhn. Wichtig, dass ihn Solet noch beim Abschluss stören konnte. Sein Versuch kullerte an den Pfosten. Doch ein Pfiff kühlte die heißen Gemüter: Abseits!

In der zweiten Halbzeit sollte alles anders werden, logisch. Dafür kam Junior Adamu für Benji Sesko ins Spiel. Doch es blieb alles beim Alten, keine neuen Inspirationen, Pattstellung. Mit den purzelnden Minuten wurde klar, dass es wohl individuellen Genius brauchen würde, um die Torsperre zu überwinden. Mit dieser Feststellung wanderten die Augenpaare in Richtung Ersatzbank. Bernede, Capaldo und Okafor betraten nunmehr das Spielfeld.

Genug Firepower, um noch einmal eine Schippe draufzulegen. Die Intensität stieg mit der untergehenden Sonne. Jeder Eckball brachte Gefahr, wir hatten deren 14, wohlgemerkt. Die Entscheidung brachte dann ein hoher Ball der anderen Art. Mo Camara chippte aus der eigenen Hälfte über Freund und Feind hinweg bis zu Junior Adamu, der auf Verdacht mit dem Kopf verlängerte, Leitner überrumpelte und uns endlich erlöste (81.).

Jetzt war das Momentum auf unserer Seite, wir kennen dieses Prinzip. Noah Okafor und Antoine Bernede scheiterten in den Folgeminuten nur knapp. Wir hätten den Sieg also schon absichern können, doch noch einmal mussten wir zittern. In einem Strafraum-Tohuwabohu ging Aiwu zu Boden. Sekunden wurden zu Minuten, als der VAR die Situation prüfte. Durchatmen, er gab den Penalty nicht, wenig später folgte der Schlusspfiff.

Sieg, einer der mühsamen Art. Wert sind sie alle gleich viel, daher gibt es heute mindestens genauso viel zu feiern.

STATEMENTS

Matthias Jaissle

Es war über lange Zeit eine zähe Partie. Aber wir sind weiter fleißig drangeblieben und haben versucht, unsere PS auf die Straße zu bringen. Es ist heute viel Potenzial auf der Strecke geblieben, allerdings auch gegen eine Mannschaft, die es gut macht – der Admira muss ich ein Kompliment aussprechen, sie hat uns nichts geschenkt. In Summe war’s einfach ein verdienter Sieg!

Junior Adamu

Das Tor war geplant. Ich habe gesehen, wie der Goalie rauskommt, und dann habe ich den Ball drübergechippt – wie ich es halt immer mache. Wegen der Hitze war es sehr schwer. Wir haben gewusst, dass es eine schwere Partie werden wird. Trotzdem haben wir es geschafft. 1:0 – passt!

AUFSTELLUNG

WECHSEL

Adamu für Sesko (46.), Okafor für Adeyemi (62.), Bernede für Aaronson (62.), Capaldo für Sucic (62.), Bernardo für Ulmer (82.)

GELBE KARTEN

Adamu (68./Foul), Capaldo (68./Unsportlichkeit), Bernede (72./Foul), Wöber (90.+1/Foul)

NICHT EINSATZBEREIT

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Berisha (Leiste), Junuzovic (Wade)

MARIA ENZERSDORF, AUSTRIA – AUGUST 14: Oumar Solet Bomawoko of FC Red Bull Salzburg (L) in action against #h267# of FC Admira Wacker during the Admiral Bundesliga match between FC Admira Wacker and FC Red Bull Salzburg at BSFZ Arena on August 14, 2021 in Maria Enzersdorf, Austria. (Photo by Christian Hofer – FC Red Bull Salzburg/FC Red Bull Salzburg via Getty Images)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at