Servus Reportage: Grillen boomt – Profis und Hobby-Grillmeister

Die Österreicher lieben das Grillen. Längst ist es nicht nur ein Vergnügen der Hobby-Grillmeister, sondern erfreut sich auch großer Beliebtheit in der Spitzen-Gastronomie, wie bei Martin Klein in der Hangar-7 Outdoor Lounge am Salzburg Airport. Die Servus Reportage zeigt aktuelle Grilltrends sowie Tipps der Profis und beweist: Grillen ist ein Lifestyle-Erlebnis und längst zum Milliardengeschäft geworden.

Servus Reportage: Grillen boomt – Profis und Hobby-Grillmeister

Do., 12.08., ab 21:10 Uhr

Österreich ist eine Grillnation!
Geahnt haben wir es schon immer, verschiedene Studien haben es inzwischen untermauert: Österreich ist eine Grillnation! In der warmen Jahreszeit wird hierzulande pro Haushalt viermal im Monat gegrillt. Aber nicht nur dann: 45% der Österreicher werfen sogar im Winter ihren Rost an. Der durchschnittliche österreichische Hobbygriller soll außerdem 30- bis 39 Jahre alt sein und in einem Haus mit Garten in einer Kleinstadt oder Landgemeinde wohnen. Aber das Grillen lässt sich nicht mehr so einfach festmachen. Geräte, Rezepte oder Zutaten haben sich unserer Zeit angepasst und sind unglaublich variantenreich geworden. Das macht dieses Hobby noch spannender, aber auch viel komplexer. Grillen ist heute mehr als einfach Fleischstücke oder Würste auf den Rost zu werfen und dann mit bunten Saucen zu servieren. Grillen ist ein Lifestyle Event, an dem alle Bevölkerungsgruppen teilhaben wollen.

Grillen auf Sterneniveau
Nirgendwo wird das deutlicher als in der Outdoor Lounge des Hangar-7 in Salzburg. Dort grillen Chefkoch Martin Klein und sein Team Fleisch- und Fischspezialitäten aus aller Welt auf Sterne-Niveau. Ihre Grill-Leckereien besitzen eine Leichtigkeit, die nichts mehr mit der „schweren Kost“ so mancher Grillparty gemeinsam haben. Ein idealer Startpunkt um zu zeigen, welche kulinarischen Sphären mit einem Griller, dem richtigen Fleisch und entsprechendem Talent erreichbar sind. Auch Vitus Winkler, Shooting Star unter Salzburgs jungen Köchen und Gault Millau Haubenträger, ist ein leidenschaftlicher Grillmeister. Am liebsten arbeitet er am Ofyr und an offenen Feuerstellen. Er demonstriert, wie man das Grillgut mit frischen Kräutern veredeln kann. Und räumt nebenher mit einem großen Missverständnis auf, indem er mit Obst und süßen Zutaten herrliche Desserts direkt auf dem Griller zubereitet.

Grillen ohne Fleisch
Selbstverständlich darf es längst nicht nur Fleisch sein. War es vor wenigen Jahren für Veganer und Vegetarier noch eine Horrorvorstellung, auf ein Grillevent eingeladen zu werden, schaut die Sache im Sommer 2021 komplett anders aus. Lebensmittel-Diskonter bieten vegane Grillplatten an. Die Leberkäse-Spezialisten von Neuburger und andere österreichische Erzeuger stellen zahlreiche Grillprodukte auf pflanzlicher Basis her, die trotzdem herzhaft schmecken. Und Food-Events wie „Grillen ohne Killen“ haben ihre Wirkung getan und sogar Veganer zu Grillfreaks mutieren lassen.

Smoker, Keramikgrill oder Ofyr
Mit der Vielseitigkeit steigt die Unübersichtlichkeit. Musste man sich früher nur zwischen Kohle- Gas- oder Elektrogriller entscheiden, ist die Auswahl inzwischen um Smoker, Keramikgrill, Ofyr und noch vieles mehr bedeutend angewachsen. Die Palette reicht vom Billiggerät um wenige Dutzend bis zum Exklusiv-Griller um mehrere tausend Euro. Wer angesichts solcher Vielfalt überfordert ist kann sich bei einem Grillkurs weiterbilden. Die werden inzwischen flächendeckend im ganzen Land angeboten. Unter anderem vom Ehepaar Romana und Florian Hieß. Auf ihrem äußerst erfolgreichen Grill & BBQ Blog werden nicht nur Rezepte und Erfahrungen getauscht. Die beiden haben Österreichs Grillwelt vermessen und eine der eingangs erwähnten Studien verfasst, um ein wenig Licht in die zwar riesige, aber immer noch relativ unerforschte Grillszene Österreichs zu werfen.

Nur die besten Zutaten
Wer das Grillen perfektionieren will, sucht sich selbstverständlich nur die besten Zutaten dafür aus. Eine Möglichkeit dafür bieten die Rinderherden des ehemaligen Radrennfahrers Gerhard Zadrobilek. Auf seinem Bauernhof in Niederösterreich züchtet er japanische Wagyus, besser bekannt als Kobe-Rinder. Mit Preisen von 400 – 600€ pro Kilo bringen sie das teuerste Fleisch der Welt, das durch seine extreme Marmorierung aber auch einen besonders zarten Geschmack aufweist. Doch immer noch haftet dem Grillspaß der Ruf an, gesundheitlich bedenklich wenn nicht sogar gefährlich krebserregend zu sein. Wie groß ist die Gefahr von verbranntem Fleisch, dichten Rauchschwaden oder billigem Zubehör tatsächlich und wie kann man sich auch diesen Sommer auf eine unbedenkliche Grillparty freuen kann.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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