VCÖ: In 10 steirischen Bezirken kein tödlicher Kinderunfall in den vergangenen 5 Jahren

VCÖ: Aber drei Todesopfer und mehr als 1.700 verletzte Kinder seit 2016
VCÖ: Verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem nötig

VCÖ (Wien, 6. August 2021) – Wenn es um tödliche Kinderunfälle geht, kann nur eine Zahl das Ziel sein: Null. Die steirische Landeshauptstadt Graz sowie zehn steirische Bezirke haben dieses Ziel in den vergangenen fünfeinhalb Jahren erreicht, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Doch drei Kinder kamen im steirischen Straßenverkehr ums Leben, mehr als 1.700 wurden seit dem Jahr 2016 verletzt. Der VCÖ betont, dass verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem in Städten und Gemeinden  nötig sind.

Wenn es um tödliche Kinderunfälle geht, kann nur eine Zahl das Ziel sein: Null. Zehn steirische Bezirke und die Landeshauptstadt Graz haben dieses wichtige Ziel in den vergangenen fünfeinhalb Jahren erreicht, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt.

Aber in zwei Bezirken – Liezen und Graz-Umgebung – gab es seit dem Jahr 2016 tödliche Kinderunfälle. Im Bezirk Liezen wurden zwei Kinder bei Verkehrsunfällen getötet, in Graz-Umgebung eines. Zudem wurden in der gesamten Steiermark in diesem Zeitraum mehr als 1.700 Kinder im Alter bis 14 Jahren bei Verkehrsunfällen verletzt.

Der VCÖ betont, dass es weitere Maßnahmen braucht, um die Gesundheit der Kinder zu schützen und ihre Sicherheit zu erhöhen. „Unser Verkehrssystem nimmt auf die Schwächsten im Verkehr zu wenig Rücksicht. Es braucht verstärkte Maßnahmen, die das Verkehrssystem kindgerecht machen, damit Kinder selbständig und sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein können“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Im Ortsgebiet ist vor allem in den Wohngebieten sowie im Umfeld von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und Freizeiteinrichtungen Verkehrsberuhigung wichtig. Besonders für Kinder ist ein dichtes Netz an Geh- und Radwegen sehr wichtig, betont der VCÖ. „Bewegungsmangel ist ein zunehmendes Problem bei Kindern. Eine Verkehrsplanung, die das Gehen und Radfahren fördert, ermöglicht es, tägliche Bewegung in den Alltag zu integrieren“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Und: „Die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die mit dem Fahrrad Alltagswege zurücklegen, ist ein Indikator für die Qualität der Verkehrsplanung. Denn dort, wo es sichere Bedingungen zum Radfahren gibt, fahren auch viele Kinder und Jugendliche Rad.“

Zudem sind konkrete Gefahrenstellen, wie etwa unübersichtliche Übergänge, zu schmale oder fehlende Gehwege oder zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, rasch zu beseitigen und zu sanieren. Zwischen Siedlungen und dem nächst gelegenen Ortsgebiet sind zudem baulich getrennte Geh- und Radwege sehr wichtig.

Rückfragen: VCÖ, Michael Schwendinger, (0699)18932699

VCÖ: In 10 steirischen Bezirken und in Graz gab es in den vergangenen fünfeinhalb Jahren keinen tödlichen Kinderunfall (Zeitraum 1. Jänner 2016 bis 30.6. 2021)

Kein tödlicher Kinderunfall in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Leoben, Murau, Murtal, Südoststeiermark, Voitsberg, Weiz und in der Landeshauptstadt Graz.

Bezirk Liezen: 2 Kinder tödlich verunglückt Bezirk Graz Umgebung: 1 Kind tödlich verunglückt

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2021

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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