Nationalteam der Nordischen Kombiniererinnen trainiert in Villach

Diese Woche absolviert das ÖSV-Team der nordischen Kombiniererinnen in Villach den ersten gemeinsamen Trainingskurs der Vorbereitung. Am Programm stehen Sprung- und Rollereinheiten in der Villacher Alpenarena sowie im nahegelegenen Planica (SLO). Der Kurs Anfang August in Villach ist traditionell der Auftakt-Kurs für das Team-Training im Sommer, wie Cheftrainer Bernhard Aicher erklärt:

„Wir sind jetzt erst mit dem Training im Team gestartet, weil im Frühsommer und bis zum Ferienbeginn noch sehr viel Ausbildung und Schule am Programm steht. Da können sie in den Schulen noch fokussiert arbeiten, lernen und trainieren, ehe wir dann nach einer kurzen Urlaubsphase mit dem Teamtraining starten. Der Fokus liegt jetzt vor allem darin, eine gesunde Basis auf der Schanze und im Rollertraining zu schaffen.“

Das Team besteht mit Lisa Hirner, Sigrun Kleinrath, Annalena Slamik, Claudia Purker und Eva Hubinger aus fünf Athletinnen. Wobei zwei Sportlerinnen sich nach wie vor von Kreuzbandverletzungen im jeweils rechten Knie erholen, wie Aicher weiter ausführt:

„Lisa (Hirner), Sigrun (Kleinrath) und Annalena (Slamik) sind soweit fit und gut erholt aus der Pause in die Vorbereitung gestartet. Eva (Hubinger) hat sich ja bereits im Herbst 2019 das Kreuzband gerissen und durch eine Meniskusverletzung, die ein Jahr später hinzugekommen ist, eigentlich die letzten beiden Saisonen verpasst. Sie zeigt aber schon solide Sprünge und ist soweit schmerzfrei und fit. Nach der Woche werden wir entscheiden, ob Eva beim Sommer-Grand-Prix Ende August an den Start gehen und ihr Comeback auf der internationalen Bühne geben wird. Claudia Purker hat sich gerade erst vor zwei Monaten das Kreuzband im Training gerissen. Bei ihr steht Reha und lockeres Radfahren derzeit im Vordergrund.“

Stichwort Sommer-Grand-Prix: In Villach wird Anfang September eine Premiere über die Bühne gehen. Im Rahmen des diesjährigen Sommer-Grand-Prix sind Herren und Damen für die letzten beiden Wettkämpfe der Sommer-Grand-Prix Serie zu Gast in der Alpenarena. Die Wettkämpfe der Damen sind dabei die ersten Damen-Bewerbe eines Sommer-Grand-Prixs auf österreichischem Boden.

Generell blickt die Damen-Kombination auf eine spannende Wintersaison. Mit insgesamt elf geplanten Wettkämpfen (2x Lillehammer, 2x Otepää, 1x Ramsau, 2x Val di Fiemme, 2x Schonach und zwei noch nicht bestätigte Wettkämpfe) ist der Weltcup-Kalender in der noch jungen Damen-Sportart so voll wie noch nie.

***Weitere Stimmen:***

***Lisa Hirner:*** „Ich habe nach der Saison noch sehr viel trainiert und Berufsschule gehabt und bin es erst vor kurzem etwas ruhiger angegangen. Jetzt bin ich frisch erholt aus dem Urlaub zurück und freue mich, mich voll und ganz auf das Training zu konzentrieren. Die ersten Sprünge waren noch nicht wirklich gut, ich muss wieder etwas reinfinden. Die Bedingungen hier mit den Schanzen und Rollerstrecken in Villach und Planica eignen sich dafür richtig gut.“

***Sigrun Kleinrath:*** „Ich fühle mich eigentlich richtig gut, die Sprünge werden schon immer besser und auch auf den Rollern geht es bergauf. Ich finde es voll cool, dass wir endlich in der kommenden Saison mehr Weltcup-Bewerbe haben, ich freue mich wahnsinnig drauf. Da ist man in der Vorbereitung gleich nochmal mehr motiviert.“

***Eva Hubinger:*** „Nach zwei schwierigen Saisonen, in denen mich der Kreuzbandriss ziemlich geplagt hat und ich keinen einzigen Wettkampf starten konnte, geht es jetzt definitiv bergauf. Das Knie fühlt sich gut an und auf der Schanze komme ich immer besser zurecht. Langsam fühle ich mich bereit, wieder Wettkämpfe zu bestreiten. Ob es schon beim kommenden Sommer-Grand-Prix soweit sein wird, werden wir nach diesem Trainingskurs entscheiden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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