MotoGP: Nächste Motorsportevents startklar

Spielberg, Bezirk Murtal. – Mit dem „Grand Prix of Styria“ (6.-8. August 2021) und dem „Grand Prix von Österreich“ (13.-15. August 2021) finden wieder Großveranstaltungen des Motorradsports im Murtal statt. Behörde, Einsatzkräfte und Veranstalter sind bereit.

Nach den erfolgreichen Formel1-Rennwochenenden finden nun wieder Großevents des Motorsports am Red Bull Ring in Spielberg statt. Tausende Besucher haben diese Rennveranstaltungen besucht und Tausende werden auch für die bevorstehenden Wochenenden erwartet. Möglich macht dies ein Sicherheits- und Präventionskonzept, das von der Behörde begutachtet und genehmigt wurde.

Seitens der Bezirkshauptmannschaft (BH) Murtal als örtliche Veranstaltungs-, Gesundheits-, Verkehrs- und Sicherheitsbehörde ist man bestens vorbereitet: „Für die Abwicklung dieser internationalen Großevents haben wir wieder einen behördlichen Führungsstab eingerichtet. In diesem werden Experten des Gesundheitswesens, Mitarbeiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung sowie Entscheidungsträger der Einsatzorganisationen vertreten sein“, so BH-Stellvertreter und Leiter des Stabes, Peter Plöbst. Auch der Veranstalter selbst ist mit an Bord. „Diese Zusammenarbeit hat sich bestens bewährt und ermöglicht rasche Entscheidungen“, so Plöbst.

Einsatzkräfte vorbereitet

Wenn die Motorrad-Fans alle Augen nach Österreich richten, sind auch die Einsatzkräfte wieder gefordert. Gemeinsam wurden bereits im Vorfeld bestehende Einsatzkonzepte überarbeitet und an die aktuelle Lage angepasst. Seitens der steirischen Polizei wird ein eigener polizeilicher Einsatzstab unter der Leitung des Murtaler Bezirkspolizeikommandanten Günther Perger eingerichtet. „Das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen rund um derartige Events im Murtal ist bestens erprobt. Wir sind zuversichtlich, in gemeinsamer Zusammenarbeit auch diesmal wieder wesentlich zu einer reibungslosen und sicheren Veranstaltung beitragen zu können“, so Perger.

Zahlreiche Polizistinnen und Polizisten in Uniform und Zivil stehen am Boden und in der Luft im Einsatz. Neben Kräften des Bezirkspolizeikommandos Murtal werden unter anderem auch Beamte der Einsatzeinheit, Verkehrspolizisten, Kriminalisten sowie Polizei-Diensthunde aus der gesamten Steiermark unterstützen. Zudem werden zahlreiche Spezialkräfte – wie beispielsweise Experten im Erkennen von Sprengmittel oder das COVID-Kompetenzteam – für Sicherheit im Murtal sorgen. Einheiten des Einsatzkommandos Cobra sowie Polizei-Hubschrauber sind ebenso vor Ort.

Feuerwehr – Retten-Löschen-Bergen

Auch die Feuerwehrmänner und -frauen aus dem Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld sind für die größtmögliche Sicherheit in Sachen Brandschutz auf und neben der Rennstrecke bereit. Bis zu 120 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen und zwei Lösch-Quads der Feuerwehr werden am zweiten Rennwochenende pro 12-Stunden-Schicht bzw. in festgelegten Zonen im Einsatz stehen. Mit den Lösch-Quads ist man auch für schnellstmögliche Einsätze im Gelände gerüstet. Um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten, stehen – neben bereits erfolgten COVID-Impfungen – auch regelmäßige Corona-Tests am Programm. Zudem stehen, für den Fall der Fälle, „Backup-Mannschaften“ als Reserve bereit. Weitere Einheiten aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Judenburg und Leoben sind an den Rennwochenenden in erhöhter Einsatzbereitschaft.

„Nach zahlreichen Übungen und gemeinschaftlicher Vorbereitung mit Behörde und Partnern der Einsatzorganisationen sind wir für die kommenden Megaevents bestens vorbereitet“, betont Knittelfelds Bereichsfeuerwehrkommandant und Landesbranddirektor-Stv. Erwin Grangl gelassen. Er wird die Kräfte der Feuerwehr koordinieren.

Rotes Kreuz – Tipps für ein sicheres Wochenende

Egal ob unmittelbar an der Rennstrecke oder rund um das Gelände – das Österreichische Rote Kreuz, Bezirksstelle Knittelfeld, wird mit bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 20 Fahrzeugen für die Sicherstellung der notärztlichen und sanitätsdienstlichen Versorgung einsatzbereit sein. „Dabei sind auch hinter den Kulissen viele Helfer für die Organisation von Medikamenten, Verbandsmaterial und Gerätschaften gefragt“, weiß Bezirksrettungskommandant Bernd Peer. Im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung ist auch für die Versorgung für Bewohnerinnen und Bewohner der Region gesorgt.

Grundsätzlich ist der Sommer eine schöne Jahreszeit, doch hohe Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr bergen auch Gefahren wie Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekrampf und Kollaps.

Um diesen Gefahren vorzubeugen ist es wichtig, auf seinen Körper zu hören und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Wenn der Mund trocken wird, ein Gefühl von Schlappheit einsetzt, Kopfschmerzen, Schwindel oder Krämpfe in Armen oder Beinen auftreten, sollte man schleunigst in den Schatten gehen, sich hinlegen und Wasser trinken. Wenn sich der Zustand nicht bessert, muss der Rettungsdienst unter dem Notruf 144 verständigt werden!

Hitzetipps auf einen Blick:

• Viel trinken und regelmäßig, auch wenn man noch nicht durstig ist – Wasser oder nicht alkoholische Getränke sind hier zu bevorzugen!

• Weite, helle und atmungsaktive Kleidung tragen!

• Leichte Kost

• Keine Menschen und Tiere in geparkten Autos zurücklassen!

• Ausreichend Sonnenschutz (Creme, Kopfbedeckung) mitnehmen

Veranstaltung mit Sicherheit

Die Megaevents für Motorsportfans am Red Bull Ring werden von einem umfassenden Sicherheitskonzept begleitet. Bereits für die Anreise ist ein Verkehrsleitsystem eingerichtet. Mittels dieses Verkehrsleitsystems werden die Fans entlang der Anfahrtswege abhängig von der Anreiseroute zu den entsprechenden Parkplätzen geleitet, die sich in Gehdistanz zur Rennstrecke befinden und allen MotoGP-Ticketbesitzern kostenlos zur Verfügung stehen (Wiesenparkflächen). Sollte es die Verkehrssituation nicht zulassen, die nächstgelegene Abfahrt zu wählen, müssen Besucher den Anweisungen der Exekutive Folge leisten.

Für eine angenehme Anreise stehen zahlreiche Varianten zur Auswahl – nach Möglichkeit sollten öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Insbesondere Bus oder Bahn bieten attraktive Alternativen zum eigenen Fahrzeug.

Für den Zutritt zum Veranstaltungsgelände ist ein gültiger 3G-Nachweis (getestet, geimpft, genesen) erforderlich. Um Wartezeiten vor Ort zu vermeiden wird dringlich empfohlen, bereits mit einem gültigen Testergebnis bzw. Nachweis oder mit dem „Grünen Pass“ anzureisen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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