Heimat auf den ersten Blick: „Heimatleuchten: Das Schöcklland – Rund um den Hausberg der Grazer“, am Fr., 06.08., ab 20:15 Uhr auf ServusTV

Steirische Exoten
„Du musst zusammenhalten und einen Partner haben, der hundertprozentig hinter dir und hinter dem ganzen Projekt steht“, sagt Barbara Windisch, die ihren Job als vor rund 8 Jahren kündigte, um den stillgelegten Bauernhof ihres Mannes Bernhard neu zu beleben. 2013 zogen die ersten 5 Alpakas auf den Hof, heute leben über 100 an der Zahl bei den jungen Bauern und Barbara kennt jedes Einzelne beim Namen. Ein starkes Team sind auch Siegbert und Siegmar Reiss, ein Vater-Sohn Duo, das im Schöcklland ganz eigene Routen einschlägt. Mitte der 90er Jahre baute Siegbert sein Einfamilienhaus zu einem Heurigen um, unter dem Motto „Nose-to-Tai“, denn hier wird nichts, wirklich gar kein Teil vom Tier, verschwendet. Für die Speisekarte ist Sohn Siegmar zuständig.

Die Berufung in der Heimat
Im Schöcklland wird viel Wert auf Familienzusammenhalt gelegt, denn die Menschen hier sind überzeugt: Nur als starkes Team kann man Großes schaffen! So auch Familie Fuchs, deren Bauernhof sich bereits seit sieben Generationen im eigenen Besitz befindet. Sohn Alexander, der mittleiweile den Milchbetrieb führt, wird noch von seinen Eltern unterstützt. „Wenn du so etwas hast, wie wir hier haben, dann musst du arbeiten wollen und musst deine Arbeit auch gern machen, weil sonst bist du hier fehl am Platz“, erklärt der Vollerwerbsbauer. Peter und Maria Mohr aus Eggersdorf halten ebenfalls fest zusammen, denn vor einigen Jahren kündigte Maria ihren Job und konzentriert sich seither auf die Herstellung von Naturunterbetten, gefüllt mit feinsten natürlichen Rohstoffen wie Alpakaflies und vielen wohltuenden Wildkräutern, die sie am Fuße des Schöckls sammelt.

Das schrägste Hotel Österreichs
Mut Neues auszuprobieren hatte auch Bauer Walter Neuwirth, der bereits vor einigen Jahren begann sein eigenes Bier zu brauen: Das Honigbier! „Da habe ich mich entschieden, dass ich da so ein Wirtshaus mache. Das war eine Brauerei und den Leuten hat das so gut gefallen, dass so viel getrunken und gefeiert haben und dann gesagt haben ‚klass wär es, wenn wir hier gleich schlafen könnten!'“ Und Walter baute nicht irgendein Hotel, es entstanden Hotelzimmer wie vor 200 Jahren, ursprünglich, urig und bäuerlich. Eine Norm sucht man hier vergebens, denn jedes Zimmer ist einzigartig im sogenannten „schrägsten Hotel Österreichs“. Im Schöcklland entsteht außerdem eine ganz besondere Harmonika, die sogenannte „Schmidt Harmonika“. Vor rund 35 Jahren hat Franz Schmidt Senior den Betrieb gegründet, den 2007 sein Sohn Franz übernommen und weiter ausgebaut hat. Rund 2000 Einzelteile stecken in einer vierreihigen Harmonika. Bis auf Riemen und Knöpfe entstehen alle Teile in der hauseigenen Werkstatt.

Foto: ServusTV

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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