Ennstal-Classic 2021: Das letzte Paradies für Autofahrer zeigt sich von seiner besten Seite

Bei strahlendem Sonnenschein und feinen Straßenbedingungen passiert der Tross den Prolog der Ennstal-Classic 2021 ohne nennenswerte Ausfälle. An der Spitze liegen nach dem ersten Tag Helmut Schramke und Peter Umfahrer auf Jaguar XK 150 DHC.

Vom Start in Gröbming über den legendären Sölkpass bis zur ersten, großen Station in Bad Ischl, von dort dann über eine neue Route nach Schladming und über bekannte Straßen und Straßerln zurück nach Gröbming – die Ennstal-Classic 2021 zeigte sich am ersten Fahrtag von früh bis spät im besten Licht.

Der erste Abend im Classic Zelt, als „Scuderia Gohm la notte del cavallino rampante“ inszeniert, gab einen entspannten Chill Out nach einem anstrengenden Renntag, im Zeichen eines großen Namens der Rennsportgeschichte: Ferrari. Jens Svete, General Manager des einzigen offiziellen Ferrari Händlers Österreichs, Scuderia Gohm, wußte wohl um die Bedeutung des Rahmens, in dem er die neuesten Modelle (Highlight: Der Ferrari Roma) aus Maranello präsentierte: „Ferrari-Kunden wissen um die Bedeutung der Historie, spüren die Geschichte der Marke auch in den neuesten Modellen.“ Selbst Oldtimer-Besitzer weiß er um die Leistung, die bei einer Ennstal-Classic gefragt ist: „Heute werden Sportwagen handlebar gemacht. Damals gab es nur Muskelkraft und Können.“ 

Abgesehen von einigen Hitzestaus in ehrwürdig ergrauten Motorräumen war den ganzen ersten Tag über bloß ein veritabler Ausfall durch Motorschaden zu vermerken, aber auch dieser Defekt wird bis zum zweiten Fahrtag durch ein Ersatzfahrzeug kompensiert. Alles gut also, alles fit, alles happy.

Spannung und Vorfreude auf ein enges Rennen bis zum Schluß bietet der Reigen der Sonderprüfungsergebnisse, jede der neun Einzelwertungen wurde von jeweils einer anderen Fahrerpaarung gewonnen. Im Gesamtklassement führt nach dem ersten Fahrtag das Ennstal-Siegerduo von 2012 Helmut Schramke und Peter Umfahrer auf Jaguar XK 150 DHC, mit einem hauchdünnen Vorsprung von gerade mal zehn Punkten auf das Porsche 911 – Duo Peter Ulm und Jan Soucek.

Insgesamt sind es überschaubare 422 Punkte, innerhalb derer sich die Top Ten der Ennstal-Classic 2021 tummeln, engagierte Sieganwärter wie Radinger / Wagner oder Klackl / Klackl finden sich jedenfalls in Schlagdistanz zur Spitze – da ist noch alles drin. (zur Ergebnisliste des ersten Tages geht es hier)

In den Marathon des Freitag startete der Ennstal-Tross heute Freitag um 8h in Gröbming, über Selzthal und Admont führt nun die Tauern-Runde nach Mariazell, Lunz am See, Waidhofen und Steyr, einen kleinen Höhepunkt bietet die Passierkontrolle am Hauptplatz von Liezen ab 16h45, die von keinem geringerem als ORF-Formel-1-Kommentator Ernst Hausleitner moderiert wird, nach einer Zeitkontrolle im Autohaus Laimer / Liezen geht es schließlich auf den Flugplatz Niederöblarn zur traditionellen Airfield-Runde.

Zum Finale in Gröbming erwartet uns ab 18h15 wieder Ennstal-Moderator Andi Gröbl, der sich ja mit dem Kollegen Hausleitner bekanntlich die Formel 1-Rennen der heurigen Saison im TV brüderlich aufteilt. Der Abend im Classic-Zelt wird von Hauptsponsor Porsche ausgerichtet.

F1-Crack Mark Webber übt sich in Mechanik
Fotocredits: Maierhofer, Ennstal-Classic Archiv

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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