Die Ennstal-Classic ist ein Fest der Freude, nicht nur für die automotiven Teilnehmer. 

Die Stationen der Ennstal-Classic 2021

Zahlreiche Fans klassischer Fahrzeuge säumen die Wegstrecken quer durch Österreich, hängen hinter Gartenzäunen, sitzen auf Bänken am Wegesrand, nutzen die Rallye dazu, ihre eigenen „Oldies“ zu entstauben und auszuführen, an irgendeinen Streckenabschnitt. Dann „campieren“ sie dort neben ihren Autos auf deren Parkplätzen und erfreuen sich, während das Starterfeld vorbeirauscht, eines verlängerten Wochenendes, an dem sich die Liebe zum Automobil in vollen Zügen und ohne schlechtes Gewissen zelebrieren lässt. 

Da kann es schon mal passieren, dass man prominenter Bystander am Straßenrand ansichtig wird. Irgendwo auf dem Streckenabschnitt Pürgg kam Ennstal-Classic Mitbegründer Helmut Zwickl ein Herr bekannt vor, der auf einem Bankerl unter einem Baum ruhte und dem hochoktanigen Treiben wohlwollend Aufmerksamkeit schenkte: Klaus-Maria Brandauer, selbst dem Ausseerland eng verbunden und auch Besitzer einiger ausgefallener Automobile, übt sich des öfteren als stiller Beobachter des automobilen Treibens rund um die Ennstal-Classic, wie sich herausstellte. Und das stets fernab der Aufgeregtheit gutbesuchter Ortsdurchfahrten.

Die freilich für viele andere Gäste, die teils weite Anreisen auf sich nehmen, die Hauptattraktionen der Ennstal-Classic darstellen. Selten hat man die Gelegenheit, historische Autos und ihre teils honorigen Piloten derart nah und nicht getrennt durch Bauzäune oder Drehkreuze anzutreffen wie auf den Hauptplätzen von Steyr, Mariazell, Bad Ischl, Schladming oder Liezen. Dort machte der Tross der Fahrzeuge – abgesehen von vereinzelten, technisch bedingten Verzögerungen noch immer so ziemlich komplett – nach dem Marathon am Freitag Halt. Und wurde an der Passierkontrolle Auto für Auto von ORF Formel 1-Moderator Ernst Hausleitner anmoderiert. Womit sich irgendwo ein Kreis schließt; Schließlich ist Andreas Gröbl, der Formel 1-Mann bei Servus TV, der Haupt-Moderator der Ennstal-Classic 2021.

Nach der Durchfahrt am Hauptplatz ging es zur Zeitkontrolle am Areal des Autohaus Laimer Liezen, wo für Verpflegung gesorgt wurde. Hausherr Robert Engstler nimmt ja schließlich mit Sohn Arthur als Copilot selbst an der Ennstal-Classic teil und steuert einen Bentley T1 von 1968 („so alt wie der Halter, aber bissl besser in Shape“). Man liegt nach Tag zwei ganz gut im Rennen, so Engstler.

Die Zwischenwertung von zu Mittag zeigte einen Führungswechsel: Schramke / Umfahrer lagen auf Platz drei und wurden vom Duo Alexander Linz / Michaela Beznaus (Alfa Giulia) auf Platz zwei und dem Gespann Roswitha und Erich Volk (Ford Mustang Fastback) als neue Führende abgelöst. Es bleibt also spannend. 

Nach Liezen ging es auf das Flugfeld von Niederöblarn, wo einer der beliebten Racing-Fixpunte der Ennstal-Classic (zwei Runden um das Flugfeld in möglichst exakt der gleichen Zeit) über die Bühne geht, der Bewerb findet zur Zeit noch statt. Morgen Samstag steuert der Bewerb dann mit der Hatz auf den Stoderzinken sowie dem GP von Gröbming auf seine Höhepunkte zu. Danach wird abgerechnet und der Sieger der Ennstal-Classic 2021 steht am Samstag nachmittag fest. 

Die jeweils aktualisierten Ergebnislisten finden Sie hier 

Alle Informationen zur Rallye finden Sie auf www.ennstal-classic.at

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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