Nach Reifenplatzer: Lkw umgekippt. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

A2/Gleisdorf, Bezirk Weiz. – Montagmittag, 19. Juli 2021, kippte ein Lkw nach einem Reifenplatzer um und durchbrach die Mittelleitschiene. Es entstand erheblicher Sachschaden und ein massiver Rückstau. Verletzt wurde niemand. Mit Reparaturarbeiten ist auch am heutigen Tag (20. Juli 2021) zu rechnen.

Kurz vor 11.30 Uhr fuhr der 48-jährlige Slowake mit seinem Sattelzugfahrzeug auf der A2/Süd Autobahn in Richtung Villach. Aufgrund eines Reifenplatzers am linken vorderen Reifen geriet der Lkw auf Höhe Gleisdorf-Süd plötzlich ins Schleudern und durchbrach die Mittelleitschiene. In der Folge kippte das Fahrzeug um und kam über alle drei Fahrstreifen sowie den Pannenstreifen der Gegenfahrbahn (A2 FR Wien) zu liegen. Herannahende Verkehrsteilnehmer konnten eine Kollision mit dem quer liegenden Lkw aufgrund einer sofort eingeleiteten Notbremsung noch rechtzeitig verhindern. Die Pkw zweier Frauen wurden allerdings von umherfliegenden Fahrzeugteilen getroffen.

Aufgrund des aufgerissenen Dieseltanks trat eine unbekannte Menge an Treibstoff aus dem Lkw aus. Alarmierte Vertreter des Amtes der steiermärkischen Landesregierung sowie der Bezirkshauptmannschaft Weiz veranlassten daraufhin die Abtragung des kontaminierten Erdreiches. Auch eine Ölsperre im Lahnbach bei Hofstätten musste errichtet werden. Für die aufwändigen Aufräumarbeiten standen 34 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gleisdorf und Hofstätten sowie vier Mitarbeiter der ASFINGAG Ilz im Einsatz. Die polizeilichen Erstmaßnahmen nach dem Unfallereignis übernahmen acht Beamte der Autobahnpolizei Graz-West.

Schwierige Aufräumarbeiten: Helfer verletzt

Die A2 war in Fahrtrichtung Villach bis 13.45 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Danach konnte ein Fahrstreifen freigegeben werden. In Fahrtrichtung Wien machte die Lkw-Bergung einen Totalsperre bis 17.00 Uhr erforderlich. Danach waren zwei Fahrstreifen für den Verkehr wieder frei. Trotz eingerichteter Umleitung kam es zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen in beide Richtungen. Aufgrund der noch andauernden Reparaturarbeiten an der durchbrochenen Mittelleitschiene ist auch am 20. Juli 2021 noch mit einer Sperre des dritten Fahrstreifens zu rechnen.

Alle Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Bei den Bergearbeiten des Lkw wurde jedoch ein 59-jähriger Grazer von einem Metallteil am Ohr getroffen und erlitt eine Schnittwunde. Er wurde vom Roten Kreuz ins LKH Graz eingeliefert. Auch der Rettungshubschrauber C12 stand im Einsatz.

Kennzeichen manipuliert

A9/Gralla, Bezirk Leibnitz. – Beamte der Autobahnpolizei zogen Montagnachmittag, 19. Juli 2021, einen 28-jährigen Slowenen aus dem Verkehr. Er steht im Verdacht, seine eigenen Kennzeichen manipuliert zu haben, um schneller rasen zu können.

Kurz vor 17.00 Uhr erstattete eine Zeuge Anzeige bei der Polizei, nachdem er einen Mann bei der Manipulation eines Kfz-Kennzeichens am Rastplatz Gralla beobachtet hatte. Dabei beklebte der vorerst Unbekannte die Kennzeichen eines schwarzen Pkw (Mercedes Benz) mit vier schwarzen Klebestreifen, sodass aus dem im slowenischen Kennzeichen enthaltenen „L“ ein „E“ wurde. In der Folge verließ der Mann den Rastplatz mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit in Fahrtrichtung Linz.

Einer Streife der Autobahnpolizei Graz-West gelang es kurz darauf, den beschriebenen Pkw im Rahmen einer Fahndung zu sichten und ihn auf Höhe der Autobahnabfahrt Seiersberg anzuhalten. Bei der Lenker- und Fahrzeugkontrolle stellte sich heraus, dass es sich beim Lenker um einen 28-jährigen Slowenen handelt. An den Kennzeichen selbst stellten Polizisten die zuvor beschriebene Manipulation fest. Der 28-Jährige zeigte sich hinsichtlich dessen geständig und gab an dies gemacht zu haben, um schneller ungestraft fahren zu können.

Der 28-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Graz wegen des Verdachts der Urkundenfälschung (§223 StGB) auf freiem Fuß angezeigt. Er konnte seine Fahrt nach Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes fortsetzen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


error: (c) arf.at