Pensionsantritt für Bergarbeiter vom Nationalrat neu geregelt. Künftig längere Lebensarbeitszeit.

Die Bergarbeiter, 600 gibt es derzeit noch in Österreich, werden künftig länger arbeiten müssen. Ist man vor geraumer Zeit mit 50 Jahren, derzeit mit 52 Jahren in eine Art Vorruhestand gekommen, so hat das der Nationalrat am 7. Juli gekippt. Künftig wird man pro Jahr (ab 2023 bis 1933) um jeweils 9 Monate mehr arbeiten müssen. In die bisherige Regelung, dass Bergarbeiter mit 52 Jahresende facto in den Ruhestand übergetreten sind, war auch das AMS mit Fördermaßnahmen eingebunden. In der Region sind vor allem MitarbeiterInnen der Salinen Austria betroffen.

In der Parlamentskorrespondenz des Nationalrates heißt es:

„Zum anderen soll mit der gegenständlichen Gesetzesinitiative das 1973 beschlossene Sonderunterstützungsgesetz geändert werden. Wer mindestens zehn Jahre im Bergbau unter Tage gearbeitet oder ähnliche knappschaftliche Arbeiten verrichtet hat, erhält vom AMS derzeit eine Sonderunterstützung, sofern er nach dem 52. Lebensjahr arbeitslos wird und auch unter weitestmöglichem Einsatz von Förderungsmaßahmen nicht in eine zumutbare Beschäftigung vermittelt werden kann. Nun ist geplant, das Zugangsalter zu dieser Sonderunterstützung zwischen 2023 und 2035 jährlich in Neun-Monats-Schritten auf 62 Jahre anzuheben. Zudem soll das Gesetz nur noch auf DienstnehmerInnen anzuwenden sein, die vor dem 1. Jänner 2036 einen Anspruch auf Sonderunterstützung geltend gemacht haben.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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