Gewerkschaft GPA: Erhöhung für ÄrztInnen, keine Erhöhung für Arztangestellte?

Die Ärztekammer Steiermark gibt eine Erhöhung ihrer Tarife bei der ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) um 3,3 % bekannt, gleichzeitig demonstrieren Angestellte und deren gewerkschaftliche VertreterInnen vor der Kammerzentrale in der Grazer Innenstadt. „Während in kühlen Zimmern deutliche Erhöhungen für die Ärzte ausverhandelt werden, stehen wir in der Hitze auf der Straße. Wir protestieren, weil wir 2019 null Prozent bekommen haben, weil wir 2020 null Prozent bekommen haben und weil jetzt sogar die Verhandlungen kurzfristig abgesagt wurden“, fasst es Verena NUSSBAUM, stellvertretende Landesgeschäftsführerin der Gewerkschaft GPA, zusammen.

Resolution der ArbeitnehmerInnen

Die Versammlung der GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen hatte zuvor eine Resolution beschlossen, nachdem die Hinhaltetaktik der Ärztekammer Steiermark seit 2019 anhält, während in allen anderen Bundesländern jährliche Abschlüsse stattfinden. Die Resolution spricht von Maßnahmen, die von Arbeitnehmerseite allenfalls zu ergreifen sind, „bis ein wirtschaftlich vertretbares Ergebnis erzielt wird“.

In den Ohren der Gewerkschaft GPA klingt es wie Hohn, wenn eine Stunde später die Meldung über eine Erhöhung von 3,3 % für die Gegenseite kommt, ohne dass die OrdinationsassistentInnen davon auch nur im mindesten profitieren. Christian MAIERHOFER, zuständiger Regionalsekretär der Gewerkschaft GPA: „Wir erwarten uns von der Ärztekammer, dass sie nun in eine ordentliche Erhöhung für alle Arztangestellten einwilligt!“

Foto: ÖGB Steiermark

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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