Sattler AG: Die steirischen Exportpreissieger 2021 stehen fest!

Freitag, 25. Juni 2021

Nach einem Jahr Zwangspause wurden gestern im Rahmen des 16. Steirischen Exporttages wieder die Preise für herausragende Leistungen steirischer Exporteure verliehen. Ausgezeichnet wurden die DiniTech GmbH (Kategorie Kleinunternehmen), die FISCH-Tools/Johann Eberhard GesmbH (Kategorie Mittleres Unternehmen) und die Sattler AG (Kategorie Großunternehmen). Darüber hinaus wurden in einer Pitching Session steirischer Start-Ups auch „die Exportpreissieger von morgen“ vorgestellt. Das Rennen um den ersten Platz hat in einem live-Voting die Firma Atmoky gewonnen.

„Das vergangene Jahr war für die heimische Exportwirtschaft eine enorme Herausforderung. Mit einer steirischen Export-Offensive wollen wir jetzt dafür sorgen, dass unsere Unternehmen so rasch wie möglich an die Exporterfolge vor der Corona-Krise anknüpfen und gleichzeitig weitere internationale Geschäftsbeziehungen anbahnen sowie neue Märkte bearbeiten. Denn jeder zweite steirische Arbeitsplatz wird durch den Export gesichert, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, die auf die kürzlich gestartete Initiative „Restart Export“ verweist und ergänzt: „Die diesjährigen Sieger der Exportpreise haben 2020 unter besonders schwierigen Rahmenbedingungen Großartiges geleistet. Das soll anderen Unternehmen Mut machen.“

„Jetzt ist die Zeit des Aufbruchs für die steirischen Exporteure gekommen. Mit der kompetenten Unterstützung vom ICS in Kooperation mit der Außenwirtschaft Österreich müssen wir gemeinsam den Schritt über den Tellerrand dringend setzen. Die, die jetzt am schnellsten Neukunden physisch besuchen und akquirieren, werden als Gewinner aus der Pandemie hervorgehen. Nutzen Sie unseren „One Stop Shop.“ rät ICS-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Roth.

Josef Herk, Präsident WKO Steiermark: „Die steirische Exportgeschichte hat in den vergangenen Jahren ein Erfolgskapitel nach dem anderen geschrieben. Dann kam Corona und wir mussten feststellen, wie verletzliche internationale Lieferketten und globale Vernetzungen sind. Unsere Exportbetriebe haben als eine der ersten die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Nun zählen sie allerdings auch zu den ersten, die uns in Umfragen wieder positivere Konjunktursignale zurückmelden. Ein wichtiges Zeichen für die gesamte steirische Wirtschaft, denn Wachstum und Wohlstand wird künftig vor allem über den Export möglich sein. Aus diesem Grund unterstützen wir als WKO unsere Mitglieder auch mit umfangreichen Serviceleistungen beim Schritt über die Grenzen. Mit dem Internationalisierungscenter Steiermark verfügen wir über einen One-Stop-Shop für alle Exporteure, der darüber hinaus auch Tür und Tor zu den weltweit mehr als 110 Stellen der Außenwirtschaft Österreich öffnet.“, so WKO-Präsident Josef Herk.

„Österreich ist nicht nur Kultur- und Tourismusland: Wir beherbergen viele innovative Unternehmen und stehen für höchste Qualität. International wird das sehr geschätzt. Bei den Pro-Kopf-Exporten liegt Österreich EU-weit auf dem sechsten Platz. Jeder zweite Job ist von Exporten abhängig. Deshalb gilt es, die Exportwirtschaft tatkräftig zu unterstützen. Wir in der Steiermärkischen Sparkasse tun das und beraten Unternehmen in allen Exportfragen. Gerade jetzt, in Zeiten des Aufschwungs nach der Krise, sind wir eine verlässliche Partnerin der Exportwirtschaft und ermöglichen gemäß unserem Motto #glaubandich neue Chancen.“, sagt Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse

ICS-Geschäftsführer Robert Brugger ergänzt: „Die Pandemie hat die Verletzlichkeit einer global vernetzten Wirtschaft schonungslos aufgezeigt. Es gibt aber keine ernsthafte Alternative dazu. Daher gilt es, nun Lehren aus der Krise zu ziehen wie z.B. Robustheit der Lieferketten stärken und vermehrte Digitalisierung von Unternehmensprozessen.

Das sind die Steirischen EXPORTPREISSIEGER 2021

Die Kategorie Kleinunternehmen konnte die DiniTech GmbH für sich entscheiden.

Die DiniTech GmbH ist in den Bereichen Elektronik, Elektrotechnik und Elektromobilität tätig. Das steirische Unternehmen hat sich einen Namen als innovativer Elektronik- und Produktentwickler für externe Kunden sowie als Produzent eigener Markenprodukte gemacht.

Die Firmenzentrale sowie die Produktion der DiniTech befinden sich in St. Stefan/Rosental, bei der aktuell 45 Mitarbeiter angestellt sind. Leitprodukt der DiniTech ist der NRGkick – eine mobile Ladeeinheit für Elektrofahrzeuge, der möglichst sicheres und schnelles Laden mit bis zu 22kW ermöglicht. Der Verkaufsstart erfolgte 2015, mittlerweile liefert DiniTech ihre Produkte bereits in alle Länder innerhalb Europas und noch viele darüber hinaus und hat eine Exportquote von über 50%.

Exportquote: über 50%

Top 5-Exportmärkte 2020: Deutschland, Belgien, Schweiz, Schweden, Finnland

In der Kategorie Mittleres Unternehmen ging die Exporttrophäe an die FISCH-Tools/Johann Eberhard GesmbH Die Firmengeschichte der Johann Eberhard GmbH beginnt 1946. Gegründet vom Schmied Johann Eberhard, hat sich das Familienunternehmen, das heute in der dritten Generation geführt wird, zu einem Hightech- und Technologie Unternehmen entwickelt und ist nunmehr der größte Premiumhersteller von geschmiedeten Bohrwerkzeugen in Europa. Die Qualitätswerkzeuge werden unter der Marke FISCH® in 50 Ländern vertrieben.

Das Unternehmen weist einen sehr hohen Grad industrieller Automatisierung auf und prodzuiert u.a. neben Zylinderkopfbohrern (Forstnerbohrer) in geschmiedeter Ausführung, Schlangen- und Balkenbohrern und Spiralbohrern auch Versenker- und Fräswerkzeuge.

Bemerkenswert ist, dass die Johann Eberhard GmbH das Corona-Jahr 2020 mit dem 7. Rekordumsatz in Folge abschließen und das beste Wirtschaftsjahr seit Firmengründung verzeichnen konnte.

Exportquote: über 80%

Top-Exportmärkte: Deutschland, USA, Frankreich, Schweiz, UK

In der Kategorie Großunternehmen konnte sich die Sattler AG durchsetzen.

Weltweit beschäftigt die, bereits in der fünften Generation von der Familie Tessmar-Pfohl geführte SATTLER GROUP, 650 MitarbeiterInnen, davon 470 in Österreich, betreibt auch Produktionsstandorte in Deutschland und den USA und weist eine Exportquote von rund 92% auf.

Das Unternehmen nimmt bei Markisen- und Gartenmöbelstoffen weltweit eine Spitzenposition ein. Bei LKW Planenstoffen und Geweben für textile Überdachungen ist sie in Europa unter den Top 5 und im Projektgeschäft mit textilen Biogasspeicherlösungen weltweit eines der führenden Unternehmen.

Vorausschauendes Supply Chain Management, umfassende Hygienemaßnahmen gepaart mit fest verankerter Nachhaltigkeitsaurichtung sind wichtige Erfolgsfaktoren, die auch im Jahr 2020 zu einer Umsatzsteigerung führten und das Unternehmen sogar neue Marktanteile gewinnen ließen.

Exportquote: rund 92%

Top-Exportmärkte: Deutschland, USA, Italien, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Polen

EXPORTPREISVERLEIHUNG 2021: Steirische Top-Exporteure im Mittelpunkt!

Das, vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) organisierte Exportevent wurde heuer virtuell durchgeführt. Am Nachmittag wurde mit Infosessions der Bogen von einem „Update zu Exportförderungen und Finanzierungslösungen“ über „Freihandel als Exportmotor“ und „Export Schritt für Schritt“ bis zu „100 Tage Joe Biden“ gespannt.

Die Verleihung der steirischen Exportpreise 2021 fand Corona-bedingt nur im kleinen Rahmen am Flughafen Graz statt und wurde aber auch live übertragen.

ICS-Geschäftsführer Robert Brugger durfte einige steirische Top-Unternehmerinnen und Unternehmer sowie weitere, namhafte Gäste, darunter Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, WKO-Steiermark Präsident Josef Herk, Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark Stefan Stolitzka, WKO-Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, ICS-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Roth, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG Oliver Kröpfl begrüßen.

Hauptsponsor des Steirischen Exportages 2021 war die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

Fotocredit: @ ICS, Foto Fischer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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