Diskussion über umstrittene „Regionalboxen“ erreicht Landtag – Grüne drängen auf Erleichterungen für regionale Landwirtschaft

Die 24-Stunden-Verkaufsboxen, die Billa derzeit unter dem Namen „Regionalboxen“ forciert, machen den regionalen LandwirtInnen bekanntlich Konkurrenz – der Grüne Agrarsprecher LAbg. Alex Pinter bringt das Thema jetzt in den Landtag und hat dazu einen ganz konkreten Lösungsvorschlag eingebracht, der den Bäuerinnen und Bauern in der Region Erleichterungen bringen soll.

Pinter fordert in einem neuen „selbstständigen Antrag“ (siehe anbei), „dass Dorfläden aus der Gewerbeordnung herausgenommen werden, denn die rechtlichen Regeln hinken hinterher, die bürokratischen Hürden sind für Nahversorger viel zu hoch„, kritisiert er: „Es muss gesetzliche Änderungen für innovative Konzepte der Nahversorgung in Gemeinden im ländlichen Raum geben, wenn diese Versorgung konkurrenzlos und auf Selbstbedienungsbasis betrieben wird. Es muss für einen gemeinnützigen Verein möglich sein, solche Selbstbedienungsstellen ohne großen bürokratischen Aufwand zu betreiben, wo nicht nur regionale bäuerliche DirektvermarkterInnen, sondern auch 25% regionale Gewerbetreibende der Lebensmittelgrundversorgung (Bäckereien und Fleischereien) rechtlichen Raum finden, ihre Waren anbieten zu können und ein Bezahlen nicht nur mit Bargeld in Blechkassen, sondern auch mittels zeitgemäßen, bargeldlosen Bezahlsystems gesetzlich ermöglicht wird.“

Ziel der Initiative ist „auch die Stärkung des ländlichen Raums und insbesondere ökologisch wirtschaftender Betriebe“, fasst Pinter zusammen und hofft auf einen partei-übergreifenden Schulterschluss.

Foto: podesser.net – © Philipp Podesser

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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