Trickbetrügereien: Falsche Polizisten – aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz. – Ein Grazer Ehepaar (94, 80) fiel Montagnachmittag, 21. Juni 2021, auf „falsche Polizisten“ herein. In betrügerischer Absicht erlangten die unbekannten Täter Bargeld. In einem anderen Fall und derselben Absicht versuchten Unbekannte, Bargeld von einer 80-jährigen Grazerin herauszulocken. Die Frau bemerkte den Betrug und beendete das Telefonat. Hier kam es zu keinem Schaden.

Im Fall des Grazer Ehepaars traten die Täter gegen 15.00 Uhr mit ihren Opfern in telefonischen Kontakt. Der männliche Täter gab an, dass er ein Polizist aus Wien-Josefstadt sei. „Ihre Tochter und der Schwiegersohn sind in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die Beiden müssen nun eine Haftstrafe von 14 Tagen antreten. Außer, sie begleichen eine Kaution“. Um die betrügerische Absicht zu untermauern hörte man im Hintergrund eine männliche und eine weibliche, weinende Stimme mit dem Wortlaut: „Hilf mir Mutti“. Letztlich fiel das Ehepaar auf die Täter herein. Die Betrügerin (Frau, zirka 25 Jahre alt, südländischer Typus, bekleidet mit einem langen schwarzen Kleid), trat vor die Wohnungstüre ihrer Opfer und es kam zur Bargeldübergabe.

Bei einem Betrugsversuch blieb es gegen 20.00 Uhr im zweiten Fall. Eine 80-jährige Grazerin wurde ebenfalls von einem Unbekannten telefonisch kontaktiert. Der Täter stellte sich hier als Professor vor. Die Tochter hätte eine Kopf- und Knieverletzung. Sie würde sich im Krankenhaus befinden. Für die Behandlung würde ihr Geld fehlen. Dieses sollte die 80-Jährige an den Betrüger übergeben. Weiters fragte der „Professor“, ob die Frau Goldbarren zu Hause habe. Daraufhin beendete die Grazerin das Telefonat. Es blieb beim versuchten Betrug. Hier kam es zu keinem Schaden.

Laufend warnt die steirische Polizei vor solchen Betrugshandlungen. Erneut möchten wir folgende Präventionstipps an die Bevölkerung weitergeben:

  • Gehen Sie auf diese Telefonate nicht ein. Brechen Sie solche Telefonate sofort ab!
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige über den Polizeinotruf 133.
  • Stimmen Sie keinesfalls persönlichen Treffen zu. Geben Sie keine sensiblen Daten bekannt!
  • Informieren Sie Angehörige und Bekannte, die möglicherweise von solchen Betrugshandlungen noch nicht gehört haben.

Traktorunfall

Sankt Martin am Wöllmißberg, Bezirk Voitsberg. – Bei Mäharbeiten Montagnachmittag, 21. Juni 2021, stürzte ein 70-Jähriger mit seinem Traktor ab und erlitt Verletzungen unbestimmten Grades.

Gegen 14:00 Uhr führte der 70-Jährige gemeinsam mit seinem 41-jährigen Sohn, beide aus dem Bezirk Voitsberg, auf einem steilen Abhang Mäharbeiten mit zwei Traktoren durch. Als der 70-Jährige quer zum Abhang fahrend das Mähwerk seines Traktors hob, überschlug sich der Traktor mehrmals. In der Folge kollidierte der Traktor mit dem Mähwerk des darunter fahrenden Traktors (gelenkt von seinem Sohn). Der 70-Jährige wurde aus dem Traktor geschleudert und unbestimmten Grades verletzt. Sein Sohn leistete sofort Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte.

Nach der Erstversorgung wurde der 70-Jährige vom Rettungshubschrauber C 12 ins LKH Graz eingeliefert.

Der 41-Jährige blieb unverletzt.

Die Feuerwehr Sankt Martin am Wöllmißberg führte die Bergungsmaßnahmen der verunfallten Fahrzeuge durch.

Versuchter schwerer Raub

Kaindorf, Bezirk Leibnitz. – Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, Montagvormittag, 21. Juni 2021, einen 15-Jährigen mit einem Messer bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert zu haben. Die Tat misslang, die Verdächtigen flüchteten.

Gegen 09:45 Uhr lauerten ein 15-Jähriger und ein 16-Jähriger, beide aus Graz, einem 15-Jährigen aus dem Bezirk Graz-Umgebung im Bereich der Bahnlände auf und forderten die Herausgabe von Bargeld. Als das Opfer dies verweigerte, zückte einer der Verdächtigen ein Klappmesser und bedrohte das Opfer damit. Das Opfer sprang auf die Fahrbahn, um einen zufällig vorbeifahrenden Pkw-Lenker auf den Vorfall aufmerksam zu machen. Als der Pkw anhielt, ergriffen die beiden Jugendlichen die Flucht. Der Schüler verständigte die Polizei.

Anhand der Personsbeschreibung und unter Mithilfe aufmerksamer Anrainer hielten die Polizeibeamten nach kurzer Fahndung einen der Tatverdächtigen an und nahmen ihn fest. Kurz darauf stellten die Beamten auch den zweiten Verdächtigen, der sich in einem Gebüsch versteckt hatte.

Das mutmaßliche Tatmesser, das der 15-jährige Hauptverdächtige auf seiner Flucht weggeworfen hatte, wurde bei einer Suchaktion aufgefunden und sichergestellt. Auch im Rucksack des zweiten Verdächtigen wurde ein Klappmesser gefunden.

Die beiden bislang unbescholtenen Burschen zeigten sich zur Tat geständig und werden auf freiem Fuß angezeigt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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