Illegale Festivalveranstaltung im Natur- und Europaschutzgebiet des Dachsteingletschers muss Konsequenzen haben

„Niemand, der sich selbst über das Gesetz stellt, darf damit durchkommen. Ein solch rücksichtsloses Verhalten gegenüber der Natur ist nicht zu tolerieren und muss Konsequenzen haben“, so der oö Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner in einer ersten Reaktion auf das Vorgehen der Betreiber eines Festivals auf dem Dachsteingletscher.

„La Strada“ Festivals und der Betreiber der oberösterreichischen „Festival der Regionen“ veranstalteten am 20. Juni im Naturschutzgebiet des Dachsteingletschers das Musikfestival „Signal am Dachstein“ in Form einer Landschaftsoper. Der Haken dabei, die Naturschutzbehörde hat dieser Veranstaltung mittels negativem Bescheid ausdrücklich keine Genehmigung erteilt, da sie sich in der strengsten Schutzzone abspielen sollte und dies nun auch getan hat. Den Betreibern droht nun eine Strafe bis zu 35.000 Euro.

„Die Veranstalter, die mit ihrer Aktion auf die Gletscherschmelze aufmerksam machen wollten, haben der Natur damit einen Bärendienst erwiesen, indem sie sich über das Gesetz stellten und dabei gleichzeitig die Gefährdung und Zerstörung von Natur- und Pflanzenwelt in Kauf genommen haben. Ich werde jedenfalls darauf drängen, dass in diesem Fall entsprechende Sanktionen verhängt werden. Auch wird das Land OÖ prüfen, ob diese illegale Veranstaltung mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, was gegebenenfalls ebenso Konsequenzen haben muss. Auch wenn das Motiv hinter der Aktion ein begrüßenswertes ist, gelten in einem Rechtsstaat die Regeln für alle. Der Zweck kann nicht die Mittel heiligen“, stellt Haimbuchner abschließend klar.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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