Länderkonferenz der Gleichbehandlungsbeauftragten und Antidiskriminierungsbeauftragten der Bundesländer

Altersdiskriminierung und gendergerechte barrierefreie Kommunikation am Tagungsprogramm.

Graz, am 15. Juni 2021.- Die diesjährige Länderkonferenz fand – erstmals im Online-Format – auf Einladung der Steiermark statt. Die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes Steiermark, Sabine Schulze-Bauer, sowie Priska Pschaid, Gleichbehandlungsbeauftragte des Magistrat Graz, begrüßten am 14. und 15. Juni Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer, Gemeinden und des Bundes.

In Vertretung für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer richtete Landesrätin Juliane Bogner-Strauß Grußworte – mittels Videobotschaft – an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bundesländerkonferenzen. Ebenso wurden die Grußworte von Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schar und Bürgermeister Siegfried Nagl am Beginn der Konferenzen eingespielt. Landesrätin Juliane Bogner-Strauß unterstrich in ihren Grußworten: „Mehr denn je sollte unsere Gesellschaft Kompetenzen unabhängig vom Geschlecht und die Stärke unserer Vielfalt in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als Ganzes einsetzen. Die Pandemie hat deutlich gezeigt, dass die Gleichbehandlung der Geschlechter wichtiger denn je ist und wir nicht in alte Rollenbilder zurückfallen dürfen. Gemeinsam können wir es schaffen, diese geschlechtsspezifischen Rollenbilder abzubauen und die Gleichstellung in allen relevanten Bereichen der Gesellschaft zu erreichen.“

Insgesamt haben 55 Vertreterinnen und Vertreter an der zweitägigen Konferenz teilgenommen. Am ersten Tag war das Hauptthema die gendergerechte barrierefreie Kommunikation. Wie eine verständliche und gendergerechte Sprache in der Praxis gelingen kann, darüber referierten die beiden Wortwelt-Expertinnen Monika Kriwan und Irmgard Zirkler. Einen Erfahrungsbericht in der Umsetzung auf Verwaltungsebene gaben die Leiterin des Referates Kommunikation Land Steiermark Ingeborg Farcher und Christina Miedl von der Stadt Graz. Neben den Fachreferaten wurde die Zeit auch zum fachlichen Austausch genutzt, um sich auf den aktuellen Stand auf Bundesländerebene zu bringen. „Bei der Umsetzung einer gendergerechten Sprache ist es besonders wichtig, dass diese auch verständlich bleibt und sich alle Menschen angesprochen fühlen“, so Schulze-Bauer.

Der zweite Tag stand unter dem Leitthema Altersdiskriminierung im Berufs- und Alltagsleben. Welche Fragen sich im Zusammenhang von Altersdiskriminierung und öffentlicher Dienst ergeben, beantwortete Barbara Cargnelli-Weichselbaum vom Institut für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Wien. Einen wissenschaftlichen Einblick in das Thema aus gesellschaftspolitischer Sicht gab Ulla Kriebernegg, Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Alterns- und Care Forschung der Universität Graz. „Von Diskriminierungen aufgrund des Alters können Junge wie Alte betroffen sein. Ein wertschätzender Umgang zwischen den Generationen, Offenheit für Neues und Verständnis für verschiedene Lebenslagen, kann diese mitunter verhindern“, unterstreicht Sabine Schulze-Bauer.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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