Eröffnung des 7. Medien.Mittelpunkts Ausseerland im Zeichen des Aufbruchs

Der 7. Medien.Mittelpunkt steht heuer ganz im Zeichen der Folgen der Corona-Pandemie. Von 10. bis 12. Juni werden im Ausseerland internationale Führungspersönlichkeiten und Expert*innen aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Medien und Tourismus Lösungen debattieren, die uns aus der Krise herausbringen. Den Auftakt machten unter anderem der österreichische Vizekanzler Werner Kogler, Magenta-CEO Andreas Bierwirth, AMS-Vorstand Johannes Kopf und WIFO-Expertin Margit Schratzenstaller.

Pamela Binder, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Ausseerland-Salzkammergut, eröffnete mit den Worten „es ist für mich ganz ungewöhnlich, dass ich hier vor Ihnen stehen darf.“ Denn nach langen Planungen sei sie froh, dass der Medien.Mittelpunkt heuer überhaupt stattfinden kann. Auch Heidi Glück, Initiatorin der Veranstaltung, erzählt von der intensiven Organisation im Vorhinein und Franz Frosch, Bürgermeister von Bad Aussee, überraschte die Gäste mit einem selbstgeschriebenen Gedicht: „Wonn ma uns onschaut im steirischen G’wand, siacht ma die Heimat – das Ausseerland.“ Auch Ivo Mijnssen, Ost-Europa Korrespondent der NZZ und frischgebackener Präsident des Verbands der Auslandspresse in Wien, hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen.

Transformation durch die Krise
Magenta-CEO Andreas Bierwirth spricht in seiner Keynote über den Umgang mit der Gesundheitskrise und über die daraus gezogenen Erkenntnisse.  Seiner Meinung nach, stelle sich die Frage, ob man diese noch immer als Krise bezeichnen könne. Wirtschaft, Bildung und Politik haben eine Transformation erlebt und sollten die Kraft daraus nutzen. Im Anschluss diskutierte Bierwirth gemeinsam mit UNIQA-Vorstand René Knapp, AMS-Vorstand Johannes Kopf, Emporia-CEO Eveline Pupeter, Miba AG-Vorstand Franz-Peter Mitterbauer und WIFO-Expertin Margit Schratzenstaller über Auswirkungen der Pandemie in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bildung und Europa. Durch das Gespräch führte Die Presse-Chefredakteur Rainer Nowak.

Koglers klare Worte
Am Abend besuchte auch Vizekanzler Werner Kogler den Medien.Mittelpunkt. Mit NZZ-Korrespondent Ivo Mijnssen reflektierte er das vergangene Jahr und die Rolle der Grünen in der Regierung. Diesbezüglich findet der Grünen-Chef klare Worte: Seiner Meinung nach, brauche es gerade jetzt eine stabile Regierung und er ortet weiterhin großes Vertrauen der Bevölkerung in ihre gewählten Vertreter*innen. In Bezug auf den Klimaschutz zeigt sich Kogler zuversichtlich: „Wir sind dank grüner Handschrift voll auf der Überholspur.“

Schwungvoller Ausklang
Nach den ersten Programmpunkten fanden sich die Teilnehmer*innen des 7. Medien.Mittelpunkt Ausseerland auf der Terrasse des Kur- und Congresshauses Bad Aussee zusammen und konnten dank gelockerter Corona-Maßnahmen den Austausch fortsetzen. Musikalisch unterlegt wurde der Ausklang von HOLAtrio.

Der Medien.Mittelpunkt
Für den Medien.Mittelpunkt zeichnen inhaltlich der Verband der Auslandspresse in Wien, Heidi Glück – spirit & support, sowie die ProMedia Kommunikation  verantwortlich. Die Veranstaltung wird getragen vom Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut.

Über diese Aussendung und zur Medienakademie
Bereits zum fünften Mal findet eine Medienakademie statt, bei der KommunikationswissenschaftlerInnen sowie angehende JournalistInnen von renommierten österreichischen Universitäten und Fachhochschulen die Möglichkeit erhalten unter fachkundiger Leitung von Karin Strobl (Journalistin und Kommunikationsexpertin) und Brigitte Handlos (Journalistin und Mediencoach) wichtige Praxiserfahrungen unter Echtzeitbedingungen zu sammeln und dabei Interviews, Kommentare und Berichte zu verfassen, welche die Diskussion sowohl off- als auch online bereichern. Die Medienakademie wird unterstützt von Die Presse.

Diese Aussendung wurde von den Teilnehmerinnen Barbara Veit und Vanessa Wischer verfasst.

Ein prominent besetztes Wirtschaftspodium diskutierte die Auswirkungen von Corona beim 7. Medien.Mittelpunkt.Ausseerland, v.l.n.r. Eveline Pupeter (Emporia), René Knapp (UNIQA), F. Peter Mitterbauer (MIBA), Margit Schratzenstaller (WIFO), Johannes Kopf (AMS)
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v.l.n.r. Franz Frosch (Bürgermeister Bad Aussee), Heidi Glück, Pamela Binder (TVB Ausseerland-Salzkammergut), Werner Kogler, Ivo Mijnssen.
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AMS-Chef Johannes Kopf: „Irgendwann bekommt auch der Wahnsinn Routine“

Von Lukas Lorber

Nach über einem Jahr Pandemie sieht man auf dem Arbeitsmarkt immer mehr Licht am Ende des Tunnels. AMS-Chef Johannes Kopf blickt im Interview mit der Medienakademie des Medienmittel.Punkts auf die ersten Wochen der Pandemie zurück und erklärt, warum man vor Arbeitslosigkeit keine Angst haben muss.

Was waren im letzten Jahr für Sie beziehungsweise für das AMS die größten Herausforderungen?

Es waren eigentlich zwei, die parallel auf uns zugekommen sind im ersten Lockdown. Erstens war es die Kurzarbeit, die ein völlig neues System war. Zuvor gab es im Jahr 2019 19 Fällen und dann waren es 250.000 auf einmal. Das war auch für eine große Organisation wie das AMS eine Riesen-Herausforderung. Das zweite war die Arbeitslosigkeit, die binnen 14 Tagen um mehr als 200.000 Personen gestiegen ist. 

In der Diskussion haben Sie gesagt: „Wir haben noch immer Angst vor der Arbeitslosigkeit“. Warum sollte man keine Angst haben?

Es ist deutlich, dass viele Menschen Arbeitslosigkeit als sehr starke soziale Beeinträchtigung sehen. Wenn wir zwei uns irgendwo kennenlernen und ich frage Sie, was Sie machen, dann erzählen Sie mir sicher was Sie in der Ausbildung oder beruflich machen. Sie erzählen mir nicht, dass Sie gern mit dem Mountainbike fahren oder ein Kind haben. Wir definieren uns über unsere Arbeit. Deswegen ist in der sozialen Hierarchie Arbeitslosigkeit ziemlich unsexy und ganz unten angesiedelt. Das ist aber in der heutigen Zeit falsch. Das durchschnittliche Dienstverhältnis in Österreich dauert nicht einmal mehr ganz zwei Jahre. Zeiten der Arbeitslosigkeit gehören einfach bei Jobwechseln dazu.

Das AMS versucht mit diesen Maßnahmen den Menschen, die arbeitslos sind, die Angst zu nehmen. Bei Menschen, die hingegen in einem fixen Arbeitsverhältnis stehen, ist das Thema Arbeitslosigkeit noch immer ein No-Go. Wie kann man in einer Gesellschaft das Thema Arbeitslosigkeit “sexier” machen?

Ich bringe einen Vergleich. Wenn man an das Image des ÖAMTC denkt, dann denkt man an die Rettung, den gelben Hubschrauber, die Behebung der Panne etc. Wenn Sie an das AMS denken, denken Sie nicht an die Jobsuche. Sie denken an die Arbeitslosigkeit. Das Image hat natürlich auch mit dem Produkt zu tun. Das AMS hat keine Hubschrauber oder macht keinen Motorsport. Aber ein besseres Image ist schon ein Ziel, wo wir hinkommen möchten. Das Arbeitsmarktservice entwickelt sich zunehmend zu einem Partner für Menschen während ihres Arbeitslebens. Wir bewegen große Menschenmengen und da wollen wir auch etwas verändern. Nicht nur in unserem Image, sondern auch die Stigmata, mit denen Arbeitslose zu kämpfen haben.

Es wurde eine neue Regelung der Kurzarbeit vorgestellt. Sind Sie damit zufrieden?

Ich bin sehr damit zufrieden, dass die Kurzarbeit nun weniger attraktiv ist. Denn Kurzarbeit hat auch Nebenwirkungen. Sie konserviert Strukturen, die möglicherweise nicht mehr sinnvoll sind, konserviert zu werden. Wenn die Stadthotellerie in Salzburg zum Beispiel Personal hortet, während man im Salzburger Umland Personal braucht, dann ist das für die Leute und die Betriebe schlecht. Außerdem ist es auch teuer für den Staat. Darum finde ich es gut, dass es nun Einschränkungen gibt.https://c0.pubmine.com/sf/0.0.3/html/safeframe.htmlREPORT THIS ADPRIVACY SETTINGS

Es soll mit der neuen Regelung unter anderem der Personalabbau erleichtert werden. Kann die Maßnahme den Aufschwung verhindern, weil die Leute dadurch wieder mehr in die Arbeitslosigkeit kommen?

Damit wird nicht der Aufschwung verhindert, ganz im Gegenteil. Aber es ist denkbar, dass die Arbeitslosigkeit dadurch noch ein bisschen steigt. Allerdings geht die Arbeitslosigkeit derzeit so stark zurück, dass wir das in den Zahlen gar nicht merken werden. Für einzelne Betroffene ist es natürlich hart. Wir sollten trotzdem darüber nachdenken, dass es Bereiche gibt, in denen die Beschäftigung gar nicht mehr in der vollen Höhe zurückkommen wird. Dort macht es keinen Sinn, Leute ewig mitzunehnen.

Was würden Sie sagen, welche Maßnahmen müssen noch gesetzt werden für z. B. Jugendliche, die keine Lehrstellen finden oder Menschen, die im Alter die Arbeit verloren haben?

Ich bin sehr glücklich über das Programm mit den zusätzlichen 300 Millionen Euro für Langzeitarbeitslose. Da wissen wir aus der Vergangenheit, dass die kaum an Jobs kommen, auch nicht, wenn die Konjunktur besser ist. Was müsste man sonst tun? Ich habe gestern in der Diskussion sehr stark den Zusammenhang zwischen Bildung und Arbeitslosigkeit betont. Die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist nicht die Arbeitslosenversicherung, sondern eine höhere Bildung. Darum glaube ich, dass wir mehr Förderung für Kinder brauchen, die aus Haushalten mit niedriger Bildung kommen. Das wäre eine wichtige Prävention für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Bei älteren Personen gibt es noch Vorurteile bei Betrieben. Die Weiterbildungsneigung von älteren Beschäftigten in Firmen ist deutlich niedriger und das deckt sich dann auch mit Betrieben, die nicht mehr in Weiterbildungen investieren wollen. Das ist falsch, weil die Leute werden in Zukunft viel länger arbeiten müssen.

Es besteht noch immer die Gefahr für Mutationen und möglichen neuen Zunahmen von Infektionen. Hat man Respekt vor der kalten Jahreszeit?

Es schwebt noch das Drohpotential einer neuerlichen Pandemie über uns, aber irgendwann bekommt auch der Wahnsinn Routine. Meine Organisation ist so aufgestellt, dass wir mittlerweile damit umgehen könnten. Die Gesellschaft ist auch viel besser darauf eingestellt. Warum war der zweite Lockdown am Arbeitsmarkt harmlos im Vergleich zum ersten? Nahezu jedes Gasthaus hat Zustellung oder Abholservice angeboten. Wir haben Click & Collect für den Handel entwickelt. Wir haben in den Teststraßen und Impfzentren Beschäftigung geschaffen. Damit war die Arbeitslosigkeit weitaus nicht so schlimm, weil wir daraus gelernt haben. Ein neuer Anstieg wäre eine Katastrophe, aber es wäre nicht so schlimm wie der erste Lockdown.

Magenta-CEO Bierwirth: „Wir kommunizieren mehr als je zuvor, nur nicht miteinander“

Von Sarah Emminger

Das Telekomunternehmen Magenta hat durch den Digitalisierungsschub während der Pandemie profitiert. Beim siebten Medien.Mittelpunkt Ausseerland sprach CEO Andreas Bierwirth über Krisenmanagement und stellte provokativ die Frage, ob Corona wirklich eine Krise ist.

In Ihrer Keynote sagten Sie „Corona ist keine Krise, sondern eine Transformation“ und begründeten das mit den aktuell guten Börsenkursen. Ist das wirklich der richtige Messwert für eine solche Bewertung?

Börsenkurse reflektieren Erwartungshaltungen. Die Gewinnaussichten betreffend sind sie gleich hoch oder höher als vor der Pandemie. Diese Krise wurde in einigen Branchen durch viel Steuergeld gehalten, sodass sie bei den Firmen nicht ankam. Die Sektoren, die wirklich betroffen sind – für die es eine Krise ist und bleibt – das sind der Stadttourismus und der Luftverkehr. Bei allen anderen war es ein temporäres Aussetzen, zum Großteil auf Kosten des Staates. Es war also schon eine Krise, aber eine Gehaltene. Die wirkliche Krise wird in manchen Industrien erst danach kommen.

Arbeitsminister Kocher hat sich im Mai für eine Regelung der Remote-Arbeit, also dem Arbeiten von unterwegs ausgesprochen. Probleme gebe es derzeit außerdem, wenn jemand vom Ausland aus Homeoffice machen wolle. Welche Lösungsansätze gibt es hierfür?

Wir haben den Gedanken von einer EU, einem Binnenmarkt. Magenta hat in Wien viele Mitarbeiter, gerade im IT-Bereich, die aus der Slowakei kommen. Die müssen nach Wien kommen und der Mitarbeiter, der in Wiener Neustadt lebt, darf zuhause bleiben – das geht nicht. In der Corona-Zeit hat man über Rechtsbrüche hinweggesehen, weil es nicht anders ging. Die Lösung kann nur sein, dass der Slowake dem Österreicher gleichgestellt wird.

Haben Sie eine Strategie entwickelt, wie Sie sich in Zukunft besser für potentielle Krisen wappnen?

Krisen sind nicht vorhersehbar. Ob eine Pandemie kommt oder ein Terrorist in irgendwelche Türme fliegt – da kann man sich nicht darauf vorbereiten. Wir befassen uns damit, wie wir als Team zusammenarbeiten und wie wir arbeiten. Aber die Krise im Speziellen kann ich nicht vorbereiten, weil die kenne ich vorher nicht.

In einem Interview mit der Wiener Zeitung sagten Sie letztes Jahr, dass Sie durch 5G keine Einschnitte sehen. „Im Gegenteil: Mit dem autonomen Fahren im Laufe der nächsten Dekade wird die Nutzung von Fernsehen im Auto steigen. Jeder, der durch die Straße läuft, wird auf seinem Smartphone fernsehen.“ Sehen Sie ein solches Szenario gar nicht kritisch, bezogen auf das gesellschaftliche Zusammenleben?REPORT THIS ADPRIVACY SETTINGS

Das eine ist, wie ich es sehe. Das andere, ob es passiert. Und ja, es passiert. Wir leben in einer digitalen Zeit. Die muss ich nicht verstehen oder gut finden und die kann ich bei meinen Kindern kritisieren. Aber die passiert. Und wenn ich ein Auto habe, das autonom fährt, kann ich sagen: Toll, jetzt können in der Familie mehr plaudern. Ich bin mir aber sicher, dass meine Kinder am Gerät hängen würden. Das klingt jetzt, als würden wir nicht kommunizieren. Aber in Wahrheit lesen im gleichen Moment gerade 2000 Leute meinen LinkedIn-Post und mein Kind schreibt mit 20 Leuten aus seiner Klasse. Wir kommunizieren also mehr denn je, nur nicht miteinander.

EU-Kommissar Johannes Hahn: „Europa neigt zur Selbstverzwergung“

Von Sarah Emminger und Vincent Leb

Das Gespräch zwischen EU-Budgetkommissar Johannes Hahn und dem langjährigen Außenpolitikjournalisten Hans-Peter Siebenhaar beim 7. Medien.Mittelpunkt gleicht einer gedanklichen Weltreise. „Wir sind absolut auf Augenhöhe mit den USA und China“, so Hahn. Aber auch Afrika und der Balkan waren Thema. Ein Dialog über Weltpolitikfähigkeit.

„Ein Amerikaner wächst mit dem Bewusstsein auf, Amerika zu vertreten. Ein Europäer muss das erst lernen.“ Der langjährige EU-Kommissar Johannes Hahn stellt gleich zu Beginn des einstündigen Interviews fest, dass EU-Vertreter*innen oft zuerst an ihre eigenen Nationalstaaten denken. Dadurch mache die Union sich kleiner, als sie sei: „Wir Europäer neigen zu einer Art Selbstverzwergung, dabei sind wir absolut auf Augenhöhe mit den USA und China.“

Die Beziehung zu den USA stufte er trotz des Präsidentenwechsels kritisch ein. Nach vier Jahren Donald Trump könne man zwar wieder durchatmen, aber auch der neue US-Präsident Biden verfolge die Strategie „America First“ – nur etwas eleganter. Der EU-Kommissar plädierte für mehr multilaterale Zusammenarbeit: „Wir müssen ähnlich denken wie die USA. Wirtschaftlich sind wir zwar stark, aber militärisch nicht. Hier müssen wir auf eine gemeinsame Strategie hinarbeiten.“

Kritische Distanz zu China

China sei für Hahn Partner, Mitbewerber und systemischer Rivale in einem. „Wir haben uns in der Vergangenheit zu sehr vom chinesischen Narrativ, nur an Geschäften interessiert zu sein, einwicklen lassen“, urteilte Hahn. Kritik übte er außerdem an der geopolitischen Strategie Chinas, ärmere Länder mit Krediten von sich abhängig zu machen und die Vergabe an politische Bedingungen zu knüpfen, wie es aktuell unter anderem am Balkan auch passiert.

Deshalb sieht Hahn Österreich in der Pflicht, sich für einen EU-Beitritt der Westbalkanländer einzusetzen. Daran führe seiner Meinung nach, kein Weg vorbei: „Das Jahr 1989 ist nur vollendet, wenn diese Länder Teil der EU sind. Die Menschen dort haben sich die damit verbundenen Lebensmöglichkeiten verdient.“ Gerade mit Nordmazedonien könnten die Beitrittsverhandlungen schnell vorangehen, wenn sie starten.

Afrika als Herausforderung der Zukunft

In den nächsten Jahrzehnten wird sich die EU laut Hahn außerdem verstärkt mit Afrika auseinandersetzen müssen – schon allein wegen der demographischen Entwicklung vor Ort. Er rechnet bis Mitte des Jahrhunderts mit einer Verdoppelung der afrikanischen Bevölkerung. Europa habe hier den Vorteil, nicht kollektiv als ehemalige Kolonialmacht wahrgenommen zu werden: „Die afrikanischen Staaten sehen uns nicht als Bedrohung.“ Die EU solle Afrika als Partner begreifen und nicht in alter Entwicklungspolitik verharren.

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About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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