WKO: Corona-Kurzarbeit Phase 5 im Überblick

Die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft mit Ende Juni aus, für einen Teil der heimischen Betriebe ist diese Unterstützung aber noch weiter notwendig. In intensiven Verhandlungen mit den Sozialpartnern und dem Bundesministerium für Arbeit haben wir uns heute auf eine Lösung für die besonders betroffenen Betriebe geeinigt. Die Eckpunkte der Corona-Kurzarbeit Phase 5 haben wir für Sie zusammengefasst:
Geltungsdauer: Die unten stehenden Regeln gelten vorläufig bis Ende Juni 2022.
Dauer der individuellen Antragsphase: 6 Monate, das schafft Planungssicherheit.
Wie lange kann ein Betrieb Kurzarbeit machen: 24 Monate, unter besonderen Umständen länger. Beihilfe: Die Beihilfe reduziert sich um 15 Prozent. Sie ist damit immer noch höher als vor der Corona-Kurzarbeit.
Besonders betroffene Betriebe: In Betrieben mit Umsatzrückgang >50 Prozent Q3 2020 zu Q3 2019 (z. B. Luftfahrt, Kinos, Reisebüros, Nachtgastronomie) bleibt die Beihilfe bis Ende 2021 unverändert. Ebenso im Fall eines neuerlichen Lockdowns. 
Mindestarbeitszeit: Anhebung der Mindestarbeitszeit auf 50 Prozent. Bei besonders betroffenen Betrieben bleibt es bei 30 Prozent. Eine Unterschreitung ist bei etwaigen weiteren Lockdowns oder mit einer qualifizierten Begründung möglich.Urlaub: Verpflichtender Verbrauch von 1 Woche Urlaub je 2 Monate Kurzarbeit.Zugang zur Kurzarbeit: Für Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, unverändert. Für neue Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von 3 Wochen, in der sie beraten werden.

Zu den Eckpunkten der Corona-Kurzarbeit Phase 5 >>

Das künftige Kurzarbeitsmodell geht stärker auf die individuelle Betroffenheit ein und ist daher besonders treffsicher. Das rechnet sich für die Steuerzahler und den Standort und wir machen einen weiteren Schritt in Richtung Normalität. Zugleich sichern wir jene ab, die davon noch ein Stück entfernt oder gar noch im Krisenmodus sind.

Die Corona-Kurzarbeit spielt für das Ankurbeln des heimischen Wirtschaftsmotors eine ebenso wichtige Rolle wie die im Rahmen unseres Arbeitsmarktgipfels in der vergangenen Woche vereinbarten Maßnahmen für die Schaffung nachhaltiger Jobs. Jetzt gilt es, die Chancen zu nützen – es gibt so viele offene Stellen wie noch nie. So schaffen wir, was der Standort Österreich dringend braucht: Einen Aufschwung, der in den Betrieben und am Arbeitsmarkt ankommt.
Erweiterung der Fristen beim betrieblichen Testen:
Auf Initiative der Wirtschaftskammer wurden die Fristen für die Einmeldung der Testergebnisse im Rahmen des Betrieblichen Testens erweitert. Um die Förderung für die Tests beantragen zu können, gilt nun:Für das 1. Quartal (Zeitraum 15. Februar 2021 bis 31. März 2021) endet die Förderantragstellung bei der aws am 15. Juni 2021.Für das 2. Quartal (Testzeitraum ab 1. April 2021) können die Testergebnisse bis einschließlich 7. Juni 2021 (24:00 Uhr) in die Testplattform des Bundes nachgemeldet werden.Ab 8. Juni 2021 müssen die Testergebnisse verpflichtend innerhalb von 48 Stunden hochgeladen werden, um eine Förderung beantragen zu können! Alle weiteren Infos zu Teststraßen, Testkits und Kostenbeitrag finden Sie hier >>
Finanzielle Hilfen für Unternehmen:
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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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