Neuer Nissan Qashqai: Aluminium lässt die Pfunde purzeln

Neuer Crossover setzt auf Leichtbau; hohe Investition in Aluminium-Produktion und -Recycling; geschlossener Kreislauf trägt zur CO2-Neutralität bis 2050 bei

Sunderland, Großbritannien – Mit dem neuen Qashqai setzt Nissan jetzt in Europa verstärkt auf Leichtbau: Dank des großflächigen Einsatzes von leichtem Aluminium bringt die neue Crossover-Generation weniger Gewicht auf die Waage.

Die Motorhaube, die Türen und die vorderen Kotflügel sind aus einer Aluminiumlegierung gestanzt. Allein dadurch ist der neue Qashqai rund 60 Kilogramm leichter als die Vorgängerversion. Die Gewichtseinsparung verbessert nicht nur die Effizienz, sondern gibt auch Spielraum für den Einsatz neuer und zusätzlicher Technologien – darunter der elektrifizierte Antriebsstrang, der erstmals beim Qashqai zum Einsatz kommt.

Um dies zu ermöglichen, hat Nissan insgesamt 52 Millionen Pfund (60,26 Millionen Euro) in die Aluminiumproduktion im Werk Sunderland investiert. Damit wurden unter anderem eine zweite extragroße Presslinie, die letztes Jahr eingeführt wurde, und der „Zyklon“ installiert: Die Recycling-Anlage stößt Schrott mit 150 km/h aus und verarbeitet mehr als sieben Tonnen Metall pro Stunde, was den Abfall reduziert und eine umweltfreundlichere Produktion ermöglicht.

Geschlossene Recycling-Kreisläufe

Während die Motorhauben und Türen in Form gestanzt werden, wird das überschüssige Material zerkleinert und abgesaugt – die unterschiedlichen Aluminiumsorten bleiben dabei sorgfältig getrennt. Durch diese Trennung kann Nissan hochwertigen Schrott an die Lieferanten und Zulieferer zurückgeben, die daraus Aluminiumlegierungsbleche fertigen und diese wiederum in den Produktionsprozess des japanischen Automobilherstellers einbringen.

Dieses „geschlossene“ Recycling-System reduziert Abfall und CO2-Emissionen und trägt damit zum Unternehmensziel bei: Nissan will bis 2050 klimaneutral arbeiten – im gesamten Geschäftsbetrieb genauso wie über den Lebenszyklus der Fahrzeuge hinweg. Das Recycling von Aluminiumschrott spart mehr als 90 Prozent der Energie, die zur Herstellung einer vergleichbaren Menge aus Rohstoffen benötigt wird. 

Elektrifizierung und erneuerbare Energien

„Wir suchen permanent nach Möglichkeiten, sowohl unsere Fahrzeuge als auch unseren Fertigungsprozess nachhaltiger zu gestalten. Der Einsatz von leichtem Aluminium im neuen Qashqai ist ein großartiges Beispiel dafür“, erklärt Alan Johnson, Vice President Manufacturing bei Nissan Sunderland. „Wir arbeiten weiter daran, die Effizienz und Nachhaltigkeit in unserer Produktion zu verbessern. Das Werk Sunderland spielt eine Schlüsselrolle, um die angestrebte CO2-Neutralität des Unternehmens zu erreichen.“

Auf dem Weg zur Klimaneutralität wird Nissan bis Anfang der 2030er Jahre sein komplettes Modellportfolio in Europa und anderen Schlüsselmärkten elektrifizieren. In der Produktion setzt das Unternehmen zudem auf erneuerbare Energien: Wie Nissan erst kürzlich bekanntgegeben hat, soll im Werk Sunderland ein zusätzlicher, 20 Megawatt starker Solarpark entstehen. Vorbehaltlich der Genehmigung lassen sich mit der Erweiterung um 37.000 Solarmodule rund 20 Prozent des werkseigenen Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen vor Ort decken – genug, um jeden einzelnen Nissan LEAF, der in Europa verkauft wird, emissionsfrei zu bauen.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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